Frage von may89, 106

Unschönes Angebot des Arbeitgebers?

Ich bin in einer Firma befristet angestellt. Am Donnerstag hatte ich ein mitarbeitergespräch in dem mir mitgeteilt wurde das mein Vertrag Ende Februar auslaufen wird. Als Grund dafür wurde mir gesagt das andere besser waren. Allerdings kenne ich einige von denen die jetzt unbefristet übernommen werden und kann sagen das diejenigen keineswegs besser arbeiten als ich und auch nicht so flexibel im Unternehmen eingesetzt werden können. Die Höhe war aber das mir sofort angeboten wurde mich in eine leihfirma zu vermitteln und mich über die leihfirma wieder in diesen Betrieb zu holen. Ist das so zulässig? Zudem habe ich gelesen das wenn ich über eine leihfirma wieder in diesen Betrieb gehen würde mir das selbe Geld, Urlaub etc. zustehen würde wie ich es als festangestellter bekommen habe. Habe ich das so richtig verstanden?

Antwort
von DumSao, 38

das ist in vielen Firmen leider ein gängiges Prinzip um auf kosten der Leiharbeiter Geld zu sparen. Es ist hierbei nicht garantiert, das du dann auch von der Firma angefordert wirst. Ganz zu schweigen zu den in der Firma gewohnten Konditionen. Meistens ist es so, dass du weniger Lohn bekommst. Außerdem kannst du von der Leihbude sonst wo hingeschickt werden. Wurde dir eine bestimmte Leihbude genannt? Wenn ja, weißt du, dass da gemeinsame Sache gemacht wird. Wichtig ist das, was in Verträgen steht, nicht das, was man gehört hat oder einem gesagt wurde.
Ich würde dieses Angebot ablehnen und antworten: "Wenn ich hier arbeiten soll, dann können sie mich auch fest anstellen."
Denkt alle daran: die Welt ist groß und es gibt nicht nur in Deutschland Arbeitgeber.
Ich selbst würde in DE nie wieder Arbeiten gehen wollen.

Kommentar von may89 ,

Also es sind etliche leihfirmen dort vertreten und die wurden mir auch angeboten. Annehmen würde ich das Angebot eigentlich nicht aber wenn es wirklich so wäre das ich in der leihfirma die gleichen Ansprüche auf Geld und Urlaub haben müsste wie ein festangestellter...warum nicht!?

Kommentar von Familiengerd ,

Als Leiharbeitnehmer hast Du nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG § 10 "Rechtsfolgen bei Unwirksamkeit, Pflichten des Arbeitgebers zur Gewährung von Arbeitsbedingungen" Abs. 4 Satz 1) nur dann Anspruch auf die gleichen Arbeitsbedingungen - dazu zählt auch das Entgelt - wie die Arbeitnehmer des Kundenbetriebes, wenn die Zeitarbeitsfirma als Dein Arbeitgeber keinem der beiden Tarifverträge für die Zeitarbeit (BAP oder iGZ) unterliegt.

Im Falle der Anwendung eines dieser Tarifverträge erhältst Du das Entgelt entsprechend der dort getroffenen Vereinbarungen; in der Regel dürfte das (unter Umständen deutlich) weniger sein als das Entgelt, das die Stammarbeitnehmer im Kundenbetrieb erhalten.

Antwort
von derhandkuss, 35

Zulässig ist es sicherlich, dass Du über ein Unternehmen für Zeitarbeit wieder in dieses Unternehmen kommen könntest. Vorteile davon hat aber nur besagter Betrieb, in welchem Du jetzt arbeitest. Denn der geht damit praktisch keinerlei Verbindlichkeiten ein, weil er Dich relativ kurzfristig wieder "los werden" kann, sobald er das möchte, ohne dass dadurch für ihn zusätzliche Kosten wie Abfindungen etc. entstehen.

Kommentar von may89 ,

Aber laut eines Forums mit Anwälten hätte ich über die leihfirma das gleiche zu bekommen wie ich es als festangestellter bekommen habe. Das würde der firma ja dann auch auf die Füße fallen da sie ja dadurch mehr an die leihfirma zahlen müssten.

Kommentar von Familiengerd ,

das gleiche zu bekommen wie ich es als festangestellter bekommen habe

Das gilt nur dann, wenn auf die Leiharbeitsfirma als Dein Arbeitgeber kein Tarifvertrag anzuwenden ist! In dem Fall gelten dann nämlich nicht die Konditionen des Kundenbetriebs, sondern die Entgelttarife des Leiharbeitstarifvertrags!

Antwort
von Ranzino, 40

Grundsätzlich ist das Leihgeschäft zulässig.

Nun wäre das Geschäft aber sinnlos, wenn man dir dasselbe Geld geben würde. Schau also mal genau auf das Angebot und recherchiere mal weiter. .

Kommentar von may89 ,

War vorhin auf so einer Seite mit Anwälten wo ein ähnlicher Fall war. Da hieß es wenn man als leiharbeiter in einen Betrieb geschickt wird in dem man innerhalb des letzten halben Jahres fest gearbeitet hat hat man denselben Anspruch auf alles was man als festangestellter hatte. Aber weiter recherchieren werde ich auf jedenfall. 

Antwort
von Kuestenflieger, 15

Wenn sie qualifiziert sind ,finden sie auch im wettbewerb eine neue anstellung. ohne die zeitfirmen !

wenn die "faulen unflexiblen" übernommen werden , ist bei ihnen etwas anderes nicht ok.


Kommentar von Familiengerd ,

wenn die "faulen unflexiblen" übernommen werden , ist bei ihnen etwas anderes nicht ok.

Ah ja! Und was willst du mit dieser (mal wieder) kryptischen Aussagen konkret andeuten?

Kommentar von Kuestenflieger ,

wie sie mich kennen , sollte @may98 sich mal selbst hinterfragen. stichwort in bewerbungen : sehr kommunikativ !

Antwort
von baumuc, 5

Oh je. Korrekt ist das (derzeit noch). 

Die Frage ist, ob man bei einem solchen AG arbeiten möchte...

Vielleicht ist es eine gute Idee, sich woanders zu bewerben. 

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