Frage von ChapterZero, 101

Unrealistisch hohe KFZ-Versicherung?

Hallo,

da ich sonst immer Bahn gefahren bin, brauchte ich nie ein Auto, allerdings bin ich jetzt in eine Kleinstadt versetzt worden, in der keine Straßenbahnen fahren und somit brauche ich ein Auto. Ich habe mich für einen "Mercedes A 160 Elegance" entschieden und bin nun dabei Versicherungen zu vergleichen. Allerdings machen mich die Zahlen etwas stutzig, da ich mir nicht vorstellen kann, jährlich zwischen 1.200 und 1.500€ für eine KFZ-Versicherung zahlen zu müssen... Wie kann das sein?

Vielen Dank im Voraus

Antwort
von kevin1905, 42

Wenn du nie ein Auto auf die angemeldest hattest, hast du folglich auch keine schadenfreien Jahre gesammelt.

Ergo startest du in einer entsprechend hohen SF-Klasse (Anfänger) in Haftpflicht und Vollkasko. Du kannst den Preis drücken, wenn du die SB in der Vollkasko hochsetzt.

Werkstattbindung, Abstellort, Wohnsituation etc. hat alles einen Einfluss auf den Preis.

Kommentar von levileve ,

Diese Seite http://tinyurl.com/1ipR8NDVv hat mir beim Kfz-Versicherung-Vergleich gut geholfen. LG

Antwort
von GanMar, 65

Wie kann das sein?

Keine Fahrerfahrung, hohes Risiko, hohe Beiträge.

Googel einmal nach dem Begriff "Schadenfreiheitsrabatt". Da wirst Du sicher irgendwo eine gute Erklärung finden können. Langjähriges unfallfreies Fahren macht die Versicherung dann auch billiger. Nur muß man sich diesen Rabatt erst einmal "erfahren". Und deswegen sollte ein Fahranfänger oder besser ein "Versicherungsanfänger" gezielt nach einem Fahrzeug suchen, welches in einer günstigen "Klasse" eingestuft ist.

Antwort
von Rizi93, 77

Du fängst bei hohen prozentzahlen an, da du noch bei keiner Versicherung ein Auto angemeldet hattest. Deswegen nehmen sich Fahranfänger gern, wenn die versicherung über diese läuft kleine alte wagen, wo sich nicht mal eine Teilkaskoversicherung lohnen würde.

Antwort
von Vando, 17

Halte ich für gar nicht mal für so unrealistisch. Wäre ich bei vollen Prozenten eingestiegen, hätte ich für meinen Ford Fiesta ebenfalls um die 1500€ zahlen müssen. Durch Fahrsicherheitstraining und da bereits meine Eltern bei der Versicherung waren, wurde ich um je 5% runter gestuft. Aber auch dann waren es noch über 1000€.

Für Fahranfänger ist das leider ein leidiger Standard so viel zu zahlen, da denen pauschal ein überdurchschnittlich hohes Unfallrisiko zugeschrieben wird. (Bei manchen  BMW Prolls  ja auch zurecht *ächem*) Erst im laufe der unfallfreien Jahre wurde das weniger. Man kann dem entgegenwirken, wenn man die Selbstbeteiligung erhöht, oder eben weniger Km im Jahr fährt.

Im Idealfall macht man sich auch vorher über die Typ und Regionalklassen kundig. Das kleine alte Autos weniger kosten, ist zwar tendenziell richtig. Aber dazwischen gibt es auch echte Fallen.

Trotzdem sollte dich das nicht davon abhalten, möglichst Druck auf die Versicherung zu machen und dir die günstigsten raus suchen. Und nimm unbedingt an einem Fahrsicherheitstraining teil, das bringt dir gleich in dreierlei Hinsicht Vorteile (Spaß, Sicherheit, Versicherung)!

Antwort
von Rockuser, 48

Wenn Du noch nie eine KFZ Versicherung hattest, ist das ein Normaler Preis.

Antwort
von Schlauerfuchs, 58

Leider ist das so wenn man keinen SFR Rabatt hat.

ggf. kannst Du das Auto auf einem Angehörigen als Zweitwagen zulassen , wenn er schon lange eines zugelassen hat, ohne Vorversicherung ist es leider wirklich so extrem teuer.

Antwort
von benadar, 27

Für Dich ist es zwar zu spät aber ein beliebter Trick ist es, z.B. ein kleines, altes Motorrad anzumelden und ein paar Jahre an eine Laterne zu binden. Man braucht dafür nicht mal einen Führerschein...

Auf Dich übertragen bedeutet das, erstmal ein Auto zu fahren, das in eine ganz niedrige Haftpflichtklasse gehört. Dafür gibts Internetseiten, in die Du die jeweiligen Schlüsselnummern eingibst. Die Einstufung ist ziemlich abstrakt, nicht mehr so einfach wie früher an die Motorleistung gebunden. Für jedes Fahrzeug wird einfach die Schadenshäufigkeit erfasst. Kaum vorhersehbar.

Du stehst jetzt vor der Entscheidung, entweder die Versicherung reich zu machen und Dein Wunschfahrzeug zu fahren, oder 2 Jahre lang bescheidener zu fahren und Geld zu sparen. Alleine die Ersparnis an Prämien kann schon die Anschaffung eines kleinen Sparautos finanzieren. Oder Du meldest das Auto auf jemand anderes an, wobei die Prämien auch steigen, wenn Du zusätzlich als Fahrer eingetragen wirst. Die Versicherungen haben den Trick auch schon gespannt...

Wobei...1200,- im Jahr ist nicht mal so viel. Autofahren ist nun mal teuer geworden.

Kommentar von ChapterZero ,

Na ja, ein gebrauchter Mercedes ist sicher nicht mein Wunschauto... und es ist ja nicht so, als könnte ich mir die Versicherung nicht leisten... es schien mir nur merkwürdig, da mein Vater nicht mal 700 bezahlt.

Kommentar von benadar ,

Ja nu, so isses eben. Manchmal zwickt die Realität. Bist Du denn ein erfahrener Fahrer? Ein billiges Auto für die erste Zeit kann auch aus anderen Gründen sinnvoll sein. Wenn eine kleine Beule oder ein Kratzer kein Drama sind, weil die Karre eh kaum einen Wert hat. 

Und...das Kriterium ist eher mein persönliches Ding... diese "alten Karren" haben meistens keine Computer. Himmlische Ruhe beim Fahren, kein Gepiepse, kein Rumgezicke weil wieder ein Steuergerät klemmt. Und ein Werkstattbesuch kostet kein Vermögen. Und seltsamerweise verbrauchen die auch kaum mehr Sprit, weil sie einfach leichter waren.
Das einzige, echte Argument für ein neueres Auto ist die verbesserte, passive Sicherheit.

Kommentar von Vando ,

Du kannst dich da nicht mit deinem Vater vergleichen. Dein Vater fährt vermutlich schon ein paar Jahre länger als du, und ist entsprechend runter gestuft worden in den Prämien.

Antwort
von Peter501, 33

Als Einsteiger zahlst du in der Versicherung einen hohen Preis.Die Versicherung lässt sich das hohe Risiko teuer bezahlen und trotzdem gibt es kleinere Unterschiede.

Deshalb nutzen viel Anfänger auch die Zweitwagenversicherung über .Familienangehörige(Vater/Mutter).Vielleicht wäre das bei dir auch eine Option.

Expertenantwort
von Alexander Schwarz, Versicherungsmakler, 21

Grundsätzlich ist die A-Klasse ein verhältnismäßig teures Auto. Hier würde ich mir ggf. ein anderes Auto aussuchen. Suche dir ein Auto aus und rechne es unter Nafiauto.de aus.

Antwort
von peterobm, 42

Fahranfänger, deine Jahre sind der Schlüssel zur Einstufung. https://www.comfortplan.de/autoversicherung/schadenfreiheitsklassen.html

https://www.comfortplan.de/autoversicherung/einstufung-von-fahranfaengern.html

Das kann durchaus passen

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