Frage von DTTTB, 131

Unitymedia Vertrag stilllegen geht nicht trotz entsprechender Telefonauskunft - Was tun<?

Hallo!

Meine Freundin und ich sind ab September 1 Jahr im Ausland. Wir haben uns dummerweise etwas zu spät um die Kündigung (Frist ist wohl 3 Monate, also Standard?) von unitymedia gekümmert. Das lag jedoch an einer Auskunft, die uns ein Mitarbeiter am Telefon gegeben hat.

Ich wurde angerufen, um ein Werbeangebot (ich glaube HD und so weiter) zu übermitteln. Zu dem Zeitpunkt war es schon absehbar, dass wir bald nicht mehr in Deutschland sind. Also hab ich gleich gesagt: ne, das möchten wir nicht, weil wir demnächst ins Ausland ziehen. Dann hab ich gleich die Gelegenheit genutzt, um zu fragen, was wir denn dann mit dem Vertrag machen können. Der Mitarbeiter meinte, man könne ihn einfach stilllegen.

Als wir diese Option nun konkret in Anspruch nehmen wollen, hieß es aber, dass das schlicht und ergreifend nicht geht.

Jetzt ist die Frage im Prinzip: kann ich mich auf so ein Gespräch berufen? Ich habe es natürlich nicht selbst aufgezeichnet (wie auch..?) und selbst wenn DIE das haben, hätten sie wohl keinen Grund, das zuzugeben. Glaubt ihr, ich bin somit auf gut Deutsch angeschi**en?

Wenn es drei Monate Kündigungsfrist gibt und ich JETZT kündige, müsste ich den August (da bin ich schon raus aus dem Haus) und den September noch mitzahlen :(

Antwort
von FordPrefect, 87

Meine Freundin und ich sind ab September 1 Jahr im Ausland.

Dazu müsst ihr euch auch entsprechend rechtzeitig abmelden, und dies eurer KK mitteilen, weil ihr sonst auch die KK in D weiterzahlen müsst. Das nur als Hinweis.

Wir haben uns dummerweise etwas zu spät um die Kündigung (Frist ist wohl 3 Monate, also Standard?) von unitymedia gekümmert.

Ja, die übliche Frist ist 3 Monate (wahlweise als Sonderkündigungsrecht oder nach Ablauf der MVZ als generelle Kündigungsfrist).

Der Mitarbeiter meinte, man könne ihn einfach stilllegen.

Quatsch. Der Vertrag kann nur gekündigt werden durch den Kunden selbst.

Als wir diese Option nun konkret in Anspruch nehmen wollen, hieß es aber, dass das schlicht und ergreifend nicht geht.

Stimmt auch.

Jetzt ist die Frage im Prinzip: kann ich mich auf so ein Gespräch berufen?

Nein. Und selbst wenn, würde es an der Problematik nichts ändern.

Wenn es drei Monate Kündigungsfrist gibt und ich JETZT kündige, müsste
ich den August (da bin ich schon raus aus dem Haus) und den September
noch mitzahlen 

Irrtum. Wenn es um das Sonderkündigungsrecht geht, beginnt die 3-Monatsfrist erst mit Beginn der Unmöglichkeit des Empfangs. Und das bedeutet, das Vertragsende läge am 30.11.2016, geht man von einem Umzug bis zum 30.8.2016 aus. Zieht ihr erst im September um, läuft die Frist bis Dezember 2016. Kann der Vertrag hngegen ganz regulär gekündigt werden, dann stimmt 30.9.16.

Kommentar von DTTTB ,

Dass es "Quatsch" ist, habe ich inzwischen leider auch mitbekommen. Aber es ist Fakt, dass mir das so am Telefon mitgeteilt wurde. Das ist für mich glatter und bewusster Betrug! ..den ich aber leider nicht nachweisen kann :-(

Dein letzter Kommentar klingt einleuchtend, aber auch das scheint nicht ganz zu stimmen. Uns wurde jetzt (erneut..) telefonisch mitgeteilt, dass der Vertrag in diesem Fall auf Oktober gekündigt werden kann - den Nachweis der Ab/Ummeldung müssen wir dann scheinbar nachliefern.

Kommentar von FordPrefect ,

Das ist für mich glatter und bewusster Betrug! ..den ich aber leider nicht nachweisen kann 

Betrug scheidet strafrechtlich de facto aus, weil es dazu des Nachweises des Vorsatzes bedürfte. Bestenfalls wäre das eine Falschaussage, und die unterläge selbst bei Belegbarkeit immer noch dem Vorbehalt der Fahrlässigkeit respektive Irrtums.

Uns wurde jetzt (erneut..) telefonisch mitgeteilt, dass der Vertrag in diesem Fall auf Oktober gekündigt werden kann - den Nachweis der Ab/Ummeldung müssen wir dann scheinbar nachliefern.

Wenn das UnityMedia so in seinen Vertragsbedingungen vorsieht respektive auf Kulanz ermöglicht, gut. Ansonsten sind telefonische Aussagen generell die verbrauchten Elektronen nicht wert; man kann sich schlicht nicht darauf berufen, weil für Vertragsänderungen immer die Text- respektive Schriftform verpflichtend ist. Solange ihr also nichts seitens Unitymedia Geschriebenes vor euch habt, solltet ihr das alles bestenfalls zur Kenntnis nehmen, aber euch keinesfalls darauf verlassen.

Antwort
von kevin1905, 88

Du verziehst in einen Ort in dem Unitymedia seine Leistung nicht anbieten kann (Ausland), also hast du ein Sonderkündigungsrecht mit 3 Monaten Frist.

Ihr kommt zum 30.09.2016 raus.

Kommentar von DTTTB ,

Leider in absolut keinster Weise auf meine Frage geantwortet :-/

Kommentar von kevin1905 ,

OK, dann nochmal, für besonders Langsame:

Was tun<?

Zahlen.

Ihr habt keine Möglichkeit anderslautende Zusagen zu beweisen. Du kannst die AGB durchkämmen, ob Unitymedia eine kürzere Frist einräumt.

Wenn nicht, Pech.

Kommentar von DTTTB ,

Langsam bist wohl nur du. Ich hab eindeutig in meiner Frage schon geschrieben, dass ich von der 3-monatigen Kündigungsfirst weiß. Dennoch genau das noch einmal zu wiederholen beweist nicht gerade eine gute Auffassungsgabe..

Kommentar von wurzlsepp668 ,

tja, wer hier eine schlechte Auffassungsgabe hat, stellt sich für mich aber anders da ........

da kevin vollkommen korrekt auf die Frage geantwortet hat ....

Kommentar von DTTTB ,

Die Frage aus dem Titel "Was tun?" wurde nicht beantwortet.

Die absolut zentrale Frage "kann ich mich auf so ein Gespräch berufen?" wurde nicht beantwortet.
 
Es wurde lediglich beinah wortgerecht wiederholt, was ich sowieso schon weiß.

Ich: "Frist ist wohl 3 Monate"

Er: "[du hast] ein Sonderkündigungsrecht mit 3 Monaten Frist"

Ich: Wenn es drei Monate Kündigungsfrist gibt und ich JETZT kündige, müsste ich den August [...] und den September
noch mitzahlen"

Er: "Ihr kommt zum 30.09.2016 raus"

Genial! Applaus für diesen hilfreichen Kommentar! Da hätte ich auch ein Diktiergerät fragen können.

Kommentar von kevin1905 ,

Deine Fragen wurden allsesamt beantwortet aber ich fasse sie nochmal zusammen:

  1. Was tun? --> Zahlen!
  2. Könnt ihr euch auf das Gespräch berufen? --> Nein.

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