Frage von Miiiyu, 459

Ungültiges Ticket. Lohnt es sich, Einspruch gegen Fahrpreisnacherhebung einlegen?

Guten Tag. Mein Problem ist Folgendes.. Ich fuhr letzte Woche mit dem Fernbus bis nach Hannover. Das letzte Stück der Strecke, zu einem Bekannten, musste ich jedoch mit der Bahn fahren. Soweit eigentlich kein Problem, dachte ich. Ich kaufte mir also im Hannover Bahnhof das Ticket an einem der Automaten und stieg 20 Minuten später in den Zug. Als ich jedoch der Kontrolleurin das Ticket vorlegte, klärte diese mich darüber auf, dass mein Fahrschein ungültig wäre und sie mir eine Fahrpreisnacherhebung über 60 € ausstellen würde. Im ersten Moment wusste ich nicht einmal weshalb es nicht gültig ist und es dauerte auch eine Weile bis die "nette" Damen sich irgendwann davon überzeugen ließ mich aufzuklären. Das Problem ist, ich hätte das Ticket nach dem Kauf selbst am Bahngleis entwerten müssen. Dieses Verfahren ist mir allerdings nicht geläufig, da es hier (Bayern/Unterfranken) üblich ist, dass der Kontrolleur im Zug das Ticket entwertet und nicht der Fahrgast vor Antritt der Reise. Auf meiner Erklärungsversuche, dass doch auf dem Fahrschein zu lesen wäre, an welchem Tag und um welche Uhrzeit es gekauft wurde und ich eben davon ausgegangen bin dass das überall einheitlich wäre, weil es schließlich alles das selbe Unternehmen, also die Deutsche Bahn ist, ging die Dame gar nicht erst ein und sagte mir ich könnte Wiederspruch einlegen. Nun wüsste ich gerne ob jemand damit irgendwelche Erfahrungen hat und ob überhaupt eine Chance besteht um diese 60 € Strafe herum zu kommen. Vielen Dank schon einmal im Voraus.

Antwort
von Rolf42, 328

... und ich eben davon ausgegangen bin dass das überall einheitlich wäre,
weil es schließlich alles das selbe Unternehmen, also die Deutsche Bahn
ist...

Du hattest aber anscheinend keinen Fahrschein der Deutschen Bahn sondern einen des Großraum-Verkehrs Hannover (GVH), und dort gelten etwas andere Regeln.

Auf die nötige Entwertung wird übrigens sowohl beim Kauf am Automaten als auch mit einem entsprechenden Aufdruck auf dem Fahrschein ("hier entwerten") hingewiesen.

Ein Einspruch dürfte wenig sinnvoll sein, da du tatsächlich keinen gültigen Fahrschein hattest. Du könntest nur mit dem Hinweis darauf, dass dir dieses Verfahren nicht bekannt war, um Kulanz bitten, aber die Kontrolleurin im Zug hat hier keinen Ermessensspielraum

Antwort
von auchmama, 267

Ich würde es auf alle Fälle versuchen! Schreib die ganze Geschichte dazu und auch, dass Du bereits eine sehr lange Strecke unterwegs warst. Jammere denen ordentlich die Hucke voll! Mit viel Glück kommt das Schriftstück bei einem einfühlsamen Menschen an und man erlässt die Strafe! Handeln ist immer besser als nix tun und vielleicht wird das Kleingedruckte ja dann auch mal für Menschen lesbar, die sowas sowieso schon mit ner Lupe entziffern müssen :-/

Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg ;-)

Kommentar von Miiiyu ,

Ich hoffe wirklich, dass es bei jemandem landet, der etwas einfühlsam ist. Da nehme ich schon extra den Bus, weil ich mir die Zufahrt bis dort hin nicht hatte leisten können und dann kommt sowas wegen einer 10 Minuten Fahrt.... :'(

Kommentar von auchmama ,

Bleib sachlich, bestimmt und drück ordentlich auf die Tränendrüse! Zu verlieren hast Du doch nix!

Ich habe hier auch schon mal ein Knöllchen abgeschmettert, welches mir von einem übereifrigen Aufschreiber verhängt wurde! Ich denke wir sind alle keine unmündigen oder gar dummen Bürger und müssen jede "Strafe?" einfach nur schlucken! Deinen Ärger kann ich sehr gut nachvollziehen! Nur Mut, Du kannst nur gewinnen ;-)

Kommentar von Miiiyu ,

Ich bin gespannt was dabei herauskommt. Ich hätte die Angelegenheit genau aus diesem Grund lieber telefonisch versucht zu klären, aber die wollen das per E-mail oder Brief. :( Da kann man einfach besser auf die Tränendrüse drücken als schriftlich. ;)

Kommentar von auchmama ,

Formuliere den Brief/Mail sehr gründlich! Man kann auch schriftlich seinen Unmut sehr gut ausdrücken!

Kannst Dich ja mal melden, was dabei raus gekommen ist ;-)

Antwort
von wiki01, 301

da es hier (Bayern/Unterfranken) üblich ist, dass der Kontrolleur im Zug das Ticket entwertet und nicht der Fahrgast vor Antritt der Reise

Auch in Bayern muss man Tickets, die man vom Fahrkartenautomaten gezogen hat, vor Betreten des Zuges entwerten.

Kommentar von Miiiyu ,

Deswegen schrieb ich dazu Unterfranken, da es wohl in manchen Bereichen Bayerns, wie mir vor Kurzem gesagt wurde, auch der Fall zu seien scheint.

Kommentar von Rolf42 ,

Auch in Bayern muss man Tickets, die man vom Fahrkartenautomaten gezogen hat, vor Betreten des Zuges entwerten.

Nein, nicht immer. Nur innerhalb bestimmter Verkehrsverbünde. Und auch da ist es oft davon abhängig, was für einen Fahrschein man benutzt und wo man ihn gekauft hat.

Antwort
von BananenXD, 259

chance besteht da du es nicht absichtlich getan hast da du keine informationen dazu hattest

Kommentar von jeffreycolt ,

das ist leider nicht korrekt. Vor dem Betreten des Zuges hat man sich zu informieren, welche Bestimmungen gelten. Das ist blöd, aber es ist so.

Kommentar von Miiiyu ,

Sowas dachte ich mir schon fast. Obwohl ich es schon ziemlich unverschämt finde, da ich schließlich ganz normal für diese Fahrt gezahlt habe. :(

Kommentar von wiki01 ,

chance besteht da du es nicht absichtlich getan hast

Das ist Blödsinn. Es ist völlig unerheblich, ob beim Schwarzfahren Absicht dahinter steht oder ein Versehen. 

Kommentar von BananenXD ,

basierend worauf?

Antwort
von Carlystern, 224

Nein umdie 60 Euro kommst du nicht.Unwissenheit schützt leider vor Strafe nicht.

Antwort
von Delveng, 224

Du solltest wirklich Widerspruch einlegen.

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