Frage von Schleit, 33

Unglück unterbewertet?

Kann es sein, dass Unglück tatsächlich unerersetzlich für Glück im Leben ist? Braucht es Polarität?

Antwort
von rolfmengert, 1

Was in den Beiträgen schon richtig genannt wurde, ist, dass der Kontrast zwischen den gut ausgehenden Aktivitäten (Glück) und den mißlingenden (Unglück) uns überhaupt die Wertschätzung für die gelungenen zuteil werden lässt. 

Ich denke jedoch, dass noch eine weitere Komponente aus den Fehlschlägen günstige Effekte nach sich zieht. Wenn wir scheitern, dann kommt das Denken so richtig in Schwung. Wir überlegen, woran es gelegen haben könnte, wir prüfen die möglichen Schwachstellen, wir denken an Verbesserungen in der Vorbereitung, der Ausführung und der Absicherung der Ergebnisse. Wir planen Sicherungskomponenten ein, suchen nach Expertenrat oder kümmern uns um vergleichende Studien an erfolgreichen Bemühungen gleicher Unternehmungen bei anderen.

Mit diesen vielen günstigen Strategien steigt naturgemäß die Wahrscheinlichkeit für einen nachfolgenden positiven Ausgang unserer Unternehmung erheblich an, was ja auch in der kurzen Volksweisheit seinen Niederschlag gefunden hat, die lautet: "Durch Schaden wird man klug!"

Antwort
von MuscleMind, 10

Unglück zu wiederfahren ist wichtig im Leben so doof es klingt:)
Denn wenn man keine schlechten Momente hat, weiß man die glücklichen Momente nicht so sehr zu schätzen:)
Das leben besteht aus gegensätzen, Ying&Yang.
Wo es Nacht wird wird es auch Tag:)

Liebe Grüße, musclemind

Antwort
von Herb3472, 21

Ich denke, dass Bipolarität ein Grundprinzip ist, das sich durch alle Bereiche durchzieht, nicht nur in der Physik. Wenn es nichts Hässliches gäbe, würden wir nicht wissen, was schön ist. Wenn es kein Unglück gäbe, würden wir nicht wissen, was Glück ist. Der Durchschnitt ist die Nulllinie, ist der Tod aller Dinge.

Kommentar von Schleit ,

Ja, das kann sein. Aber ob der Tod der Durchschnitt aller Dinge ist? Aus dem Tod entsteht wieder neues Leben.

Kommentar von Herb3472 ,

Ja, aber das muss erst entstehen, es ist noch nicht. Der Durchschnitt entspricht physikalisch der Nullinie bei der Wechselspannung, oder dem magnetisch neutralen Punkt zwischen den magnetischen Polen. Oder dem Meerespeigel, auf den sich die Höhenmessungen beziehen.

Kommentar von Schleit ,

Auch der Lebensbeginn liegt auf der Nulllinie...

Kommentar von Herb3472 ,

Das passt ja zusammen, nicht wahr? Würde das Leben nach den Gesetzen der Physik verlaufen, dann müsste es nach dem Tod eine abwärts gerichtete Kurve geben, die dann nach ihrem Minimum wieder zur Nullinie hin ansteigt.

Antwort
von nowka20, 1

so ist es, denn glück wird immer aus überstandenem leid geboren

Antwort
von ArturZurbacher, 16

Ich weis nicht ob Unglück unersetzlich für Glück ist. Aber man wird so oder so sein ganzes Leben extrem unglückliche und extrem glückliche Momente haben.

Kommentar von Schleit ,

Die Frage ist eben, ob man das "Glück" noch wertschätzen kann, wenn es sich nicht abwechselt, von wegen Gewöhnungseffekt.

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