Frage von Zebbinho, 45

Ungleichheit zwischen Kollegen stiftet Frust, wie geht man am besten mental damit um?

Moin!

Vor nicht allzu langer Zeit bin ich in eine fachlich sehr gemischte Abteilung versetzt worden (Forschung und Entwicklung). Kurz danach habe ich in meinem obligatorischen Vertragsgespräch eine ganz gute Gehaltserhöhung und eine Home-Office Regelung verandelt, die es mit erlaubt meine Arbeitszeit sehr flexibel zu gestalten. In meiner neuen Abteilung sitzen aber einige Kollegen, die vielleicht nie darauf Wert gelegt haben, oder aber auch vielleicht schlechter verhandelt haben und schieben einen riesenfrust, dass ich teilweise später komme, früher gehe etc. Dass ich aber ebenso viel arbeite, dann eben von zu Hause und teilweise an den Wochenenden wollen sie mir vielleicht nicht glauben, oder gönnen es mir schlicht nicht. Vor kurzer Zeit ist die Situation irgendwie eskaliert und ein/e Kollege/in hat mich (vor meiner Chefin) volles Pfund angemacht, teilweise falsche Anschuldigungen gemacht und, nachdem ich diese sachlich entkräften konnte, offen und ehrlich gesagt, dass es sie/ihn total ankotzt, dass ich teilweise nur 5h anwesend sind und "naja, es sind halt andere Arbeitsweisen" zu verstehen gegeben, dass sie/er ein großes Problem damit hat. Obschon ich weiß, dass ich es eigentlich nicht an mich ran lassen könnte/müsste, da ich das schließlich verhandelt habe und meine Chefin mir auch darin recht gibt, lässt es mich nicht los, da mich dieser soziale Unfrieden echt ankotzt. Recht bald soll es nochmal ein klärendes Gespräch geben. Irgendwelche Erfahrungen? (Sry für den langen Text, kürzer ging i-wie nicht)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von zahlenguide, 43

1. Sei selbstbewusst... es gibt nichts, was mehr einschüchtert als jemand, der ehrlich selbstbewusst bleibt. Wenn andere Dich zum Beispiel unterbrechen, gewährst Du es Ihnen und schaust dabei kurz zu Deiner Chefin, vergisst Deine Argumentation nicht und wenn die andere Person fertig ist, kommen Deine eigentlichen Argumente.

2. Auf Beleidigung solltest Du mit absolutem Desinteresse reagieren. Also einfach nur "hm" antworten oder Deine Schultern zucken. Dann stehen die Worte der anderen Person im Raum und Du gibst keine weitere Angriffsfläche ab. Der andere merkt dann meistens nach zwei drei Stunden, dass er oder sie zu weit gegangen ist und entschuldigt sich. Bei einer Entschuldigung solltest Du aber trotzdem zu Deiner Position freundlich aber bestimmt stehen.

3. Setze unsinnige Argumente nicht durch lange Erklärungsversuche außer Kraft sondern durch intelligente Fragen. "Sie scheinen mir sehr faul zu sein, Herr Zebbinho." Gegenfrage: "Inwiefern können Sie meine Arbeitsleistung beurteilen?" - "Ich finde manche Antworten von Ihnen Niveaulos." - Gegenfrage: "Und Sie verhalten sich den Kollegen und mir gegenüber immer niveauvoll?" - Plötzlich gerät die Person selber in Erklärungsnot. So musst Du selber nicht lange dich rechtfertigen.

4. Du bist nicht verantwortlich für Vertragsverhandlungen. "Bitte wenden Sie sich an die Personalabteilung. Vielen Dank, für dieses Gespräch."

Kommentar von Zebbinho ,

Ich merke ich spreche mit einen BWLer/Vertriebler/Berater o.ä. Ich denke ich brauche tatsächlich mehr Know-How genau solcher Art für genau diese Situationen. Ich gehöre (bisher) eher zu diesen Fachspezialisten, die sich um diese Dinge vielleicht zu wenige Gedanken machen, bisher. Danke.

Antwort
von SuemSuem, 40

Schlag ihm dir Argumente gegen seinen Kopf.

Verteidige dein Recht. Wenn du mit deiner Chefin etwas ausmachst und genug arbeitest interessiert es ihn ein sche*ß*rek was du tuhst. Soll er auch kreativ sein und seinen Arbeitsplatz so gestalten das er seinen a*sch früher nach hause bewegt um andere Menschen zu nerven. 

Kommentar von Zebbinho ,

Das ist Salbe für meine Seele :-)

Antwort
von prelude89, 45

Ich denke, dass dies die Angelegenheit deines Cheffs ist und nicht deine, dies zu klären. Du solltest einfach nur jederzeit dazu in der Lage sein, dass Du deine Arbeiten bestens erledigst.

Antwort
von tabstabs, 43

Hey, ich kenne dieses Problem. Ich selber arbeite sehr viel im homeoffice was den anderen Mitarbeitern nicht gestattet ist. Ich muss zugeben wir haben das Problem ausgesessen und eine Mitarbeiterin die dauerhaft stunk machen musste wurde gekündigt. Danach war der Ärger bei uns erledigt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten