Frage von WhitebeardEdNew, 175

Ungewollter Rassismus: Was kann man dagegen tun?

Ich möchte mit dieser Frage wircklich niemanden beleidigen, es geht um ein Problem das für mich wircklich lästig ist.

Ich habe ein Problem liebe GF Comunnity. Ich habe oft rassistisch Gedanken obwohl ich das gar nicht will.

In unserm Ort bzw, ein wenig ausserhalb unserer es Wohnortes wurde vor kurzem ein Asylheim eröffnet. Nun begegne ich vermehrt Menschen mit dunkler Hautfarbe.

Leider ist mir in letzter Zeit aufgefallen das ich, z. B. immer wenn ich an einem von Ihnen vorbei lauf sofort die Hand auf meine Brieftasche lege aus Angst vor Diebstahl oder das ich wenn einer in das Gleiche Zugabteil einsteigt wie ich, ich immer Hoffe das sich dieser bitte nicht neben mich setzt auch. Sonst kommen mir wenn ich diesen Menschen begegne oft abschätzige Gedanken, wie "die sollen doch alle zurück wo sie hergekommen sind" oder "die wollen doch eh nur Sozialhilfe".

Ich habe bisher aber in meinem Ganzen Leben noch keine schlechten Erfahrungen mit Ausländer gemacht und ich weiss auch wenn ich darüber nachdenke das diese Vorurteile absolut aus der Luftgegriffen sind.

Wie kann ich dieses Rassistische Gedankengut abstellen?

Antwort
von Samy795, 96

Ich denke Du bist ein typischen Opfer negativer Manipulation. Kann es sein, dass Du Dich aus Medien wie zB die BILD informierst?!
Jede Information, die wir aufnehmen beeinflusst unser Unterbewusstsein. Es gibt viele Medien, die bewusst darauf abzielen, die Emotionen der Konsumenten zu beeinflussen. Die BILD ist da ein perfekten Beispiel. Hier wird praktisch ständig mit den Sorgen und Ängsten der Menschen gespielt und somit das Unterbewusstsein massiv beeinflusst.
Mein Tipp: Lass solche Dinge bewusst weg. Konzentriere Dich darauf, was in unserer Welt positiv läuft, hinterfrage jede Stereotype, die Dir in den Sinn kommt auf Konsistenz und verwandle Vorurteile in positive Aspekte. Das kann man zB wunderbar dadurch übern, dass man in jeder Situation, in der man irgend welche Ängste verspürt sich bewusst dazu entscheidet, nach positiven Dingen dieser Situation zu suchen. Oder wenn man sich mal wieder über irgend jemanden ärgert, verdrängt man diesen Hass und zwingt sich bewusst dazu, eine positive Eigenschaft dieser Person in den Vordergrund zu rücken. Damit schult man sein Unterbewusstsein positiv, so dass nach und nach eine Besserung eintritt.
Falls Du dabei Unterstützung brauchst: Wünsch Dir zu Weihnachten das Buch "Der Glückmachet" von Helmut Pfeifer. Das ist eine wunderbar gemachte Anleitung, wie man sein Gehirn entsprechend schult. Und zwar auf wissenschaftlicher Basis, ganz ohne Chacka, Esoterik etc.
Den ersten wichtigsten Schritt bist Du übrigens schon gegangen. Die Erkenntnis! Glückwunsch dazu! Daran scheitern bereits sehr viele!

Antwort
von Martinantwortet, 91

Nun ja, das Fremde macht uns immer Angst, die ja auch von den Hetzkampagnen unserer "besorgten Mitbürger" kräftig und systematisch geschürt werden.

Du solltest dich für deine Gedanken nicht vorverurteilen, da du ja im Gegensatz zu vielen anderen Leuten sehr reflektiert mit deinen Ängsten umgehst.

Denke daran, dass wir alle Menschen mit unseren Problemen, Sorgen und Ängsten sind und letztendlich eben alle nur glücklich leben wollen.

Manche geraten auf die schiefe Bahn, aber eben nicht nur Ausländer.

Antwort
von 1988Ritter, 68

Es gibt einen gesunden Rassismus....und natürlich auch einen unerfreulichen Rassismus.

Ein gesunder Rassismus ist eigentlich in jedem Menschen jeder Nation vorhanden. Man ist einfach stolz auf sich und seine nationale Herkunft, was man geleistet hat und was man leisten will. Ein typischer gesunder Rassismus ist für mich z.B. bei internationalen Sportereignissen wie Olympia oder Fussballweltmeisterschaften gegeben.

Gefährlich ist natürlich ein ungesunder Rassismus. Diese Art von Rassismus findet sich darin, dass man grundsätzlich alle Menschen die nicht dem eigenen Vorstellungen entsprechen, als minderwertig betrachtet und behandelt. Das ist etwas was nicht geht, und was man auch zu verurteilen hat.

Bezüglich Deiner Schilderungen würde ich aber noch nicht von einem Rassismus sprechen. Ich sehe da eher Angst und Vorbehalte, gepaart mit Vorsicht um sein eigenes Hab und Gut. Das ist insofern in Ordnung, da man immer vorsichtig sein, und nicht jedermann vorbehaltlos entgegentreten soll.

Bezüglich Deiner Gedanken:

"die sollen doch alle zurück wo sie hergekommen sind" oder "die wollen doch eh nur Sozialhilfe".

empfinden etliche Menschen ähnliches. Dies resultiert daraus, dass die Flüchtlinge einen Notstand behauptet haben, wie z.B. Lebensbedrohung. Dieser Notstand ist dann aber spätestens in der Ankunft in einem Drittland vorbei. Sprich ein Syrer flieht nach Griechenland, dann ist er seit der Ankunft in Griechenland auch in Sicherheit. Folglich fragen sich natürlich einige Menschen was der eigentliche Beweggrund für die Reise nach Deutschland sein soll. Diese Frage muss die Politik beantworten. Solange die Politik hierfür keine Antworten findet, solange wird es auch Menschen geben, denen solche Gedanken wie bei Dir gekommen sind.

Antwort
von treize13, 57

Erstmal: Herzlichen Glückwunsch dafür, dass Du in der Lage bist, Deine Gedanken zu hinterfragen!

Wie du es abstellen kannst? In dem Du gegensätzliche Erfahrungen machst. Ansonsten darfst Du natürlich denken was Du willst.


Antwort
von Idowhatido, 78

Vielleicht hilft es dir, wenn du einen besser kennenlernst. Ich meine jetzt nicht irgendeinen Ausländer sondern einen der in diesem Asylheim eingezogen ist?:) Vielleicht ändern sich dann deine Vorurteile über die, wenn du vom Gegenteil überzeugt wirst.

Antwort
von marylinjackson, 51

Das ist Misstrauen, kein Rassismus.

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