Frage von Julian619619, 106

Ungewollt Vater, muss er Unterhalt zahlen?

Ein Freund von mir ist ungewollt Vater geworden. Seine Freundin hat ohne seines Wissens die Pille abgesetzt, und ihm somit mehr oder weniger das Kind aufgezwungen....ist er jetzt trotzdem unterhaltspflichtig?

Antwort
von peterobm, 99

-ist er jetzt trotzdem unterhaltspflichtig?

aber sicher, er hätte eben anderweitig VERHÜTEN sollen; nicht nur sich auf die Aussage der Partnerin verlassen sollen. >ich nehme die Pille

das kann gut sein, aber auch da gibt es Einnahmefehler

Antwort
von Magusss, 89

Sorry, aber ganz ehrlich. Jeder weiß, dass durch Sex ein Kind entstehen kann. Meiner Meinung nach ist er dazu verpflichtet seinem Kind ein Vater zu sein oder wenigstens Unterhalt zu zahlen. Für das Fehlverhalten der Eltern kann das Kind nichts.

Was bringt ein Anwalt? Hier steht Aussage gegen Aussage. Sie kann genauso behaupten es ihm gesagt zu haben. Das sind nur unnötige Anwaltskosten und reichlich Zeitverschwendung, sowie verschwendete Nerven. Es bringt mehr positiv in die Zukunft zu blicken und seinem Kind ein schönes Leben mit Mutter und Vater zu schenken.

Die Zahl der alleinerziehenden Mütter ist in Deutschland eh schon viel zu hoch. Dazu erhalten viele Kinder nicht mal einen Pfennig vom Erzeuger.

Ich verabscheue jeden Vater (ob gewollt oder ungewollt Vater geworden), der nicht für sein Kind sorgt!

Kommentar von Amtsschimmel25 ,

Auch wenn deine Antwort grundsätzlich richtig und ok ist, ist dein letzter Absatz zu pauschal. Nicht nur die Männer sind Schweine, auch sind viele Frauen auf dem Tripp, dass sie zwar kassieren (was ihr gutes recht ist, weil es dem Kind dient) aber die Rechte des Vaters schön ignorieren und damit dem Kind schaden, weil es dadurch keine Chance hat diesen kennenzulernen, obwohl dieser sich gern kümmern würde.

Also immer schön beide Seiten der Medaille betrachten.

Kommentar von Magusss ,

Da gebe ich dir vollkommen recht. Danke für deinen ergänzenden Beitrag!

Kommentar von rasperling1 ,

Aber allein der Gedanke, keinen Unterhalt zu zahlen, also das Kind (!) zu bestrafen, weil man der Mutter etwas vorwirft, zeugt schon von einer komischen Geisteshaltung, oder?

Antwort
von piadina, 85

Natürlich muß er zahlen, er hat es ja gezeugt. Nachdem er die Verhütung der Frau überlassen hat, muß er selbstverständlich auch die Folgen tragen.

Wenn ein Mann keine Kinder will, muß er selbst für die Verhütung sorgen.

Antwort
von Amtsschimmel25, 35

Hat Sie ihn auch zum Beischlaf gezwungen, also vergewaltigt?

Warum hat er nicht auch an Verhütung gedacht. Auch die Pille ist nicht 100 pro.

PGH: er muß zahlen. Bleibt ja sein Kind, auch wenn er es nicht wollte.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Welcher Mann verhütet zusätzlich, wenn er in einer festen Beziehung ist?

Davon gehe ich aus!

Kommentar von ragglan ,

Männer, die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und nicht die Hauptverantwortung und -last ihrer Partnerin überlassen wollen.

Antwort
von archibaldesel, 51

Natürlich. Er hätte ja ein Kondom benutzen können, wenn er hätte sicher sein wollen. Aber das ist völlig egal. Das ist da, bzw. wird da sein und will gekleidet und ernährt werden. Und daran muss der Vater sich beteiligen.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Wieso sollte er ein Kondom benützen, wenn er davon ausgeht, daß sie die Pille nimmt, zu was ist die dann da?

Kommentar von archibaldesel ,

Damit sie nicht schwanger wird? Du siehst ja, was passieren kann, wenn "man davon ausgeht".

Antwort
von Mignon4, 46

Der Unterhalt ist für SEIN Kind und nicht für die Frau. Daran muß er denken. Bezahlt er aus Rache keinen Unterhalt, bestraft er praktisch sein Kind für das Fehlverhalten der Mutter. Das kann und darf nicht sein. Das Baby ist an der Situation total unschuldig!

Zum Glück ist er gesetzlich verpflichtet, als Erzeuger des Kindes Unterhaltszahlungen zu leisten. Es sollte für ihn als Vater wichtig sein, dass sein Kind gut aufwächst. Dazu gehört nicht nur Unterhalt, sondern er sollte sich auch, wie es sich für einen guten Vater gehört, regelmäßig um das Kind kümmern.

Antwort
von Caila, 29

Wenn es so war, dann war es unter aller Sau von ihr. 

Aber wenn er der Vater ist muß er zahlen.  

Antwort
von SturerEsel, 41

Sicher muss er zahlen, es ist sein Kind. Es sind ja auch schon Fälle bekannt geworden, dass es trotz Einnahme der "Pille" zu einer Schwangerschaft gekommen ist: TroPi-Kinder (Trotz Pille).

Antwort
von ragglan, 38

Dieser Unterhalt ist für das Kind, dieses kann nichts für die moralische Haltung seiner Eltern.

Ja, er wird zahlen müssen. Er hat auch alle anderen Rechte/Pflichten, so wie das Kind ein Recht auf Umgang mit dem eigenen Vater hat.

Antwort
von NewKemroy, 33

Vermutlich muss er nachweisen können, dass seine Freundin die Pille VORSÄTZLICH abgesetzt hat, mit dem Ziel ihn zu täuschen.

Also wenn sie z.B. jemand anders davon erzählt hat und dieser als Zeuge zur Verfügung steht. Also zu deutsch, wenn sie sich irgendwo verplappert hat.

Dieser Nachweis der Vorsätzlichkeit ist aber häufig schwierig.


Kommentar von passaufdichauf ,

Egal, wie dieses Kind gezeugt wurde, es hat IMMER Anspruch auf Unterhalt. Bei der Mutter sieht es uU anders aus, aber ein Kind kann nichts für die Umstände, unter denen es gezeugt wird. Daher kann er sich den Weg zum Anwalt getrost sparen, sofern eine Vaterschaftsanerkennung ergibt, dass er der Vater ist, muss er zahlen.

Er darf selbstverständlich das gemeinsame Sorgerecht beantragen und sein Kind mit großziehen.

Kommentar von archibaldesel ,

Das ändert überhaupt nichts an Unterhaltspflicht. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf "schwangerschaftsfreien Sex".

Kommentar von NewKemroy ,

Auch bei nachgewiesener arglistiger Täuschung? Also wenn z.B. die Freundin uuuunbedingt gerne ein eigenes Baby haben wollte aber ohne Mann und trotzdem gerne mit etwas Geld zusätzlich?

Antwort
von Kandahar, 34

Ja, ist er.

Er hätte ja auch verhüten können, um ganz sicher zu sein. Jetzt ist bald ein Kind da und er ist der Vater. Also muss er auch zahlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob er das gewollt hat oder nicht. Das Kind muss trotzdem ernährt werden.

Antwort
von DerHans, 35

WENN der Vaterschaftstest positiv ist, muss er zahlen.

Das Kind kann ja nichts dafür, dass seine Mutter eine Betrügerin ist. Aber immerhin hat sie den "Vater" ja nicht vergewaltigt

Antwort
von SiViHa72, 30

Ja, das ist sein Kind.

Wer poppen möchte, muss ggf. auch zahlen.

Antwort
von AntwortMarkus, 45

Er muss sogar Unterhalt zahlen, wenn er nur der Samenspender war. 

Viele wissen nicht, dass beim Sex die Gefahr einer Schwangerschaft besteht. Sie wissen mehr über das nächste Iphone als über das Leben.

Ab und zu wird diese Dummheit bestraft. Doch leider ist das Kind der Bestrafte. Denn es hat keinen Vater.

Nur einen Erzeuger, der seinen Verstand in der Hose hat. 

Antwort
von Wonnepoppen, 29

Er soll sich diesbezgl. an einen Anwalt wenden!

Ich denke aber, es wird darauf hinaus laufen, daß er zahlen muß?

Kommentar von Menuett ,

Das ist rausgeworfenes Geld. Er muß zahlen. Sein Sperma, seine Verantwortung.

Kommentar von peterobm ,

warum Anwalt, da kommen noch mehr Kosten auf ihn zu :-)

Kommentar von Wonnepoppen ,

Was ist mit der Mutter, wenn sie die Pille absetzt, ohne, daß er es gewußt hat?

die kommt ungeschoren davon?

wieso sollte er verhüten, wenn er annimmt, daß sie die Pille nimmt, tut mir leid, da bin ich nicht der gleichen Meinung!

Kommentar von Menuett ,

Wenn er kein Kind will, dann sollte er verhüten. Die Pille wirkt nicht zu 100%.

Natürlich muß er Unterhalt zahlen.

Kommentar von ragglan ,

die kommt ungeschoren davon?

Das "Vergehen", wenn es denn überhaupt so vorliegt, ist auf moralischer Ebene im partnerschaftlichen Verhältnis. Wie soll dieses bestraft werden, ohne das Kind zu strafen?

Die Mutter hat mindestens 18 Jahre den ungewollten Vater an der Backe. Das kann Strafe genug sein. Allerdings wird oftmals eher das Kind gestraft mit einem ungewollten Vater ... da diese sich nicht unbedingt wie solche benehmen.

Kommentar von eostre ,

Wenn er zu 100%kein Kind will, dann würde ich eine vasektomie vorschlagen, denn kein verhüterli schützt vollständig. Er ist bereits in der schule aufgeklärt worden und hat freien Zugang Informationsquellen-er wusste um das Risiko. 

Kommentar von Wonnepoppen ,

Ich glaube, es geht nicht darum, ob er ein Kind will, sondern, daß sie ohne sein Wissen die Pille abgesetzt hat, von "überhaupt keinem Kind" ist nicht die Rede!

Kommentar von ragglan ,

Es gibt noch mehr Verhütungsmöglichkeiten zwischen Interruptus und Vasektomie für den Mann.

Vertrauensbruch ist immer in einer Beziehung möglich - auch in der Größenordnung. 

Antwort
von Tragosso, 27

Ja, muss er. Da gibts kein wenn und aber.

Antwort
von Menuett, 30

Selbstverständlich ist er trotzdem unterhaltspflichtig, es war ja sein Sperma.

Wer kein Kind will, der muß auf sein Sperma selbst aufpassen und darf das nicht auf die Freundin abwälzen.

Vermutlich hat sie auch die Pille genommen, die wirkt halt nur nicht immer.

Kommentar von MaggieundSue ,

Es gibt so was wie Vertrauen, auf den Partner verlassen können....oder so! Oder zählt dies heute nicht mehr?

Kommentar von Menuett ,

Männer erzählen das gerne.  Das bedeutet nicht, dass die Mutter das auch tatsächlich getan hat.

Auch die Pille ist nicht 100ig sicher, dann können noch Einnahmefehler passieren, da ist keiner gefeit vor.

Da sollte man drauf vertrauen können,l dass der Mann dann auch eine Schwangerschaft mit einem trägt, wenn es denn so weit ist. Darauf sollte Frau auch vertrauen können.

Aber nee, da wird frau dann ganz schnell als Betrügerin dargestellt.

Kommentar von ragglan ,

Vertrauen ist aber nicht einklagbar. Es ist ein moralischer Aspekt, den die Eltern nun miteinander zu bearbeiten haben.

Antwort
von kevin1905, 28

Leider, leider ja.

Antwort
von MaggieundSue, 69

Was die Freundin da geleistet hat, ist in meinen Augen unterste Schublade!

Aber es ist sein Kind! Er soll sich noch bei einem Anwalt erkundigen....denke aber, dass da nicht's zu machen ist.....

Kommentar von Menuett ,

Ach, das erzählen doch alle Männer die ungewollt Vater werden.

Kommentar von Joergi666 ,

exakt, und selbst wenn es so gewesen wäre hat die Rechtsprechung da das Kind im Auge- denn warum sollte dieses unschuldige Wesen wegen der Dummheit der Eltern finanzielle Nachteile in Kauf nehmen.

Antwort
von teafferman, 54

recht samenraub

Kopiere die zwei Worte in ein neues Tab und drücke auf Enter. 

Beachte bei den Texten unbedingt das Datum. Denn die Rechtslage kann sich gerne mal ändern. 

Urteile sind in der Regel Einzelfallentscheidungen.

Es sei denn, da steht Grundsatzurteil. 

Aber hier ist noch zu beachten, welches Gericht ein Grundsatzurteil raus lässt: 

Ein Oberlandesgericht erlässt einen Grundsatz für sein Bundesland, ein Bundesgericht für den ganzen Staat. 

---------------------------

Ansonsten muss er sehr wahrscheinlich nicht nur zahlen. Er hat automatisch 50% Erziehungs- und FürsorgePFLICHT und RECHT. Wenn er als Vater in der Geburtsurkunde steht. 

Aber bitte: 

Gehe wie beschrieben vor. So findest Du auch - bei mir ab der 3. Seite - Seiten, die Rat geben und zur Seite stehen können.

Antwort
von ichweisnix, 54

Ja. Für den Unterhaltsanspruch ist es ohne Belang, ob er gewollt oder ungewollt Vater wurde.

Allerdings sollte man da vor der Anerkennung einen Vaterschaftstest machen.

Antwort
von joheipo, 20

Zehn Minuten Rittmeister, 18 Jahre Zahlmeister.

Meines Wissens hat noch kein "gelinkter" Vater, der sich mit der von ihm Geschwängerten vor Gericht gestritten hat, einen derartigen Prozeß gewonnen.


Kommentar von Zanora ,

Der Spruch ist gut 😂 Sorry Thema ist nicht lustig aber da musste ich lachen.

Antwort
von LiselotteHerz, 35

Wenn Frau ohne das Wissen des Partners nicht mehr verhütet und er davon ausgehen muss, dass es zu keiner Schwangerschaft kommt, ist er nicht unbedingt unterhaltspflichtig.

Er sollte sich einen Anwalt nehmen - dieses investierte Honorar rentiert sich, denn Unterhalt zahlt man unter Umständen bis zum 25. Lebensjahr - das wird dann wesentlich teurer. lg Lilo

Kommentar von Wonnepoppen ,

Na endlich mal  noch eine vernünftige Antwort!

Kommentar von ragglan ,

Unterhalt ist Kindsrecht. Möglich, dass die werdende Mutter mögliche Unterhaltsansprüche für sich verwirkt haben könnte aber das Kind mit seinem Anspruch selbst bleibt davon unberührt.

Kommentar von LiselotteHerz ,

Er sollte auf alle Fälle einen Anwalt konsultieren, ich habe da mal ein Gerichtsurteil gelesen, dass der Vater nicht zahlen musste, aber das finde ich leider im Moment nicht.

Kommentar von ragglan ,

Ich hab sogar ein Urteil, in dem ein nachweislich unfruchtbarer Vater Unterhalt zahlen muss. Allerdings sind die Bedingungen sicherlich anders gelagert als hier.^^

Kommentar von Menuett ,

Wie soll das Kind die Gene eines unfruchtbaren Vaters bekommen?

Wenn ein "Vater" die Vermutung hat, dass er nicht der Vater ist, dann kann er 2 Jahre nachdem diese Vermutung aufkam, auf Vaterschaftsfeststellung klagen.

Kommentar von ragglan ,
Kommentar von Menuett ,

Das war dann kein deutsches Urteil.

Das ist hier in D nicht möglich. Da zahlt er dann Anwalt und Unterhalt.

Kommentar von Menuett ,

Nein, er MUSS zahlen. Auch wenn die Frau vor Gericht freudestrahlend erzählt, wie sie ihn betrogen hat.

Fürs Kind muß er zwingend zahlen.

Allenfalls könnte die Frau ihrer Unterhaltsansprüche gegen den Vater verlustig gehen. Aber auch dafür kenne ich kein Urteil, da der Vater ja selbst für sein Sperma verantwortlich ist.

Antwort
von Griesuh, 26

Ja, er ist Untehaltspflichtig gegenüber seinem Kind.

Und da ist es egal ob es gewollt oder ungewollt gezeugt wurde.

Kommentar von Menuett ,

Und in den ersten drei Jahren auch gegenüber der Mutter.

Kommentar von Griesuh ,

Nicht unbedingt. Unterhalt für die Kindesmutter gibt es nur, wenn diese KEIN eigenes Einkommen hat.

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