Frage von lotus1, 194

Ungerechtfertigter Rauswurf aus Hundeausbildung?

War mit meinem Hund in einer Ausbildung zu Rettungshund. Als ich nach Haus kam fand ich einen 2 Zeiler in meinem Postfach: Wir bilden dich u. deinen Hund nicht weiter aus. Mehr nicht. Ich habe für den Verein in der Öffentlichkeit geworben. Ich kenne keinen Grund warum wir rausgeworfen wurden. Ein weiter Hund von einem Teilnehmer, der die Hunde der Leitung angegriffen hat, ist noch dabei. Habe mit dem Landesvertreter der Organisation telefoniert. Er sagte mir zunächst, ich könne die Ausbildung fortsetzen, sagte aber nicht wo. Nach ca. 2 Wochen habe ich ihn nochmals angemailt u. gefragt wo ich den die Ausbildung weiterführen könne. Es kommt keine Rückmeldung mehr. Die Gruppe arbeitet „ ehernamtlich“ Ich finde das alles sehr dubios u. einen Umgang unter aller Sau wie die mit Auszubilden umgehen. Dabei werben sie damit , das sie Menschleben retten, auf der anderen Seite gehen sie ziemlich rücksichtslos mit den Auszubilden um. Zu allem Übel hat sich mein Hund bei einer Übungseinheit im Wald wo große Glasscherben rumlagen an einer Scherbe verletzt so das ich zum Tierarzt gehen musste. Die Versicherung der Hundestaffel weigert sich nun die Rechnung zu bez. Was kann ich tun um dieser Sauerei den Riegel vor zu schieben u. das die Versicherung die Rechnungen bez. ,tun? Danke für euere Antworten. Gruß Lotus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Taimanka, 67

die bilden Hunde aus, versagen aber kläglich in mitmenschlicher Etikette und Sozialverhalten.

Ich würde nun folgendermaßen vorgehen:

Schreibe den Verein letztmalig wegen der ausstehenden Stellungnahme an (Verteiler so groß wie möglich!). Auch die Sache mit dem Tierarzt/Kostenübernahme/Versicherung Hundestaffel (nochmals) erwähnen. Rechnung (Kopie, Pdf. bei e-mail) des Tierarztes beifügen, Deine Kontoverbindung angeben und Frist zur Begleichung setzen. 

Suche Dir einen übergeordneten Dach-, Bundes- oder Berufsverband für Hundesport und Hundezucht, wo Du Dich über dieses Verhalten beschweren kannst. Wo ist Dein Verein angeschlossen, etc.? Z.B. VDH.

Diesen Dachverband würde ich z.B in der e-mail mit einkopieren und schreiben " ... dieses Schreiben ging zwecks Kenntnisnahme/Weiterbearbeitung etc. in Kopie auch an  xxx ."

Früher gab es das Prangerprinzip, altbewährt und sehr effektiv; Täter wurden auf dem Dorfplatz angebunden und jeder wußte Bescheid. Somit ist Transparenz in der Sache zu erreichen, dass heißt, solche Mißstände und   unmöglichen Verhalten so weit wie möglich öffentlich zu machen, auch bei den richtigen Stellen. Das wirkt Wunder. 

Viel Glück!


🙋

Kommentar von Apolon ,

@Taimanka,

dein Text geht völlig am Thema vorbei!

Hier handelt es sich nicht um eine Ausbildung für Hundesport und Hundezucht, sondern um einen gemeinnützigen Verein der Hunde ausbildet für die Rettung von Menschen.

Auch unter dem Begriff   "Rettungshundestaffel" bekannt.

Hier kannst du dich mal über die Arbeit einer Rettungshundestaffel informieren:

https://www.bundesverband-rettungshunde.de/de/

Kommentar von Taimanka ,

das ist völlig einerlei und irrelevant.

Das von mir beschriebene Prinzip kann man überall anwenden, wo Veranwortliche wiederholt ihre Stellungnahme zu nicht nachvollziehbaren Handlungen schuldig bleiben resp. Rechnungen, die der Beschreibung nach in deren Zuständigkeitsbereich der Begleichung fallen, nicht akzeptieren. 

Somit kann der Fragesteller gut und gerne wie beschrieben vorgehen. 

Ob das nun der Bundesverband für Rettungshunde oder  der Karnickelzuchtverein ist, ist so wichtig wie der berühmte Sack Reis in China, der umfällt. 

Ich denke, es ist nun auch für Dich verständlich.

🙋

Kommentar von monoqi ,

👍👍

Kommentar von Apolon ,

Auch wenn man einen Stern bekommt, muss die Antwort nicht richtig sein.

Kommentar von Taimanka ,

Dankeschön auch 

für den Stern 

🙋🙋

Kommentar von Taimanka ,

Ich freue mich für den Fragesteller, dem diese Antwort offenbar hilfreich war. Nur das ist doch entscheidend.

🙋

Antwort
von Apolon, 72

@lotus1,

aus deinem Text entnehme ich, dass du keine Hundeausbildung machst, sondern bei einer Rettungshundestaffel mitmachen wolltest.

Dabei kommt es natürlich auch darauf an, ob der Hund dafür geeignet ist und ob der Mensch zu diesem Rettungs-Team passt.

Hier können auch menschliche Gründe eine Rolle spielen.

  Zu allem Übel hat sich mein Hund bei einer Übungseinheit im Wald wo große Glasscherben rumlagen an einer Scherbe verletzt so das ich zum Tierarzt gehen musste. Die Versicherung der Hundestaffel weigert sich nun die Rechnung zu bez.

Diesen Text verstehe ich nicht. Jede Rettungshundestaffel hat doch einen Vertrag mit einem speziellen Tierarzt, der die Behandlung durchführt.

Oder hast du für die Behandlung deines Hundes einen selbst ausgewählten Tierarzt genommen ?  Dann musst du natürlich auch für die Kosten selbst aufkommen. 

 Was kann ich tun um dieser Sauerei den Riegel vor zu schieben u. das die Versicherung die Rechnungen bez. ,tun?

Zuerst mal deinen Mitgliedsvertrag lesen, den wir hier nicht kennen.

Unter Umständen - wäre dies für eine weitere Ausbildung eine Möglichkeit:

https://www.asb.de/de/unsere-angebote/asb-rettungsdienst/rettungshunde

Wenn man bei einer Rettungshundestaffel mitmachen möchte muss man viel Zeit mitbringen. Meistens - mindesten 3 x die Woche Training + sonstige Einsätze.

Ich war ein halbes Jahr dabei und habe es dann beendet, denn bei dem Training war unser Hund ungefähr 20 Minuten im Einsatz und die restlichen 2,5 Stunden saß er im Kofferraum unseres Autos.

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 74

lotus, Du scheinst ja ständig Ärger mit Menschen in Deinem Umfeld zu haben, ohne die Ursache zu erkennen.

Du hast Ärger mit dem Wohnungsbesitzer, dem Amtstierarzt, dem Hausverwalter, allen anderen Mietern im Haus, einem Interviewgast, einem "Mobber", einem Anwalt, den Du konsultiert hast, Deiner Familie, dem Finanzamt, einer Beratungsstelle, der Polizei, der Telekom und der GEZ. Nun fliegst Du auch noch aus der Rettungshundestaffel und bist nicht dazu in der Lage, eine Ursache auszumachen.

Jeder Mensch hat mal Probleme mit anderen Menschen, Konflikte gehören zum Leben dazu. Aber wenn einem Menschen nur noch Geisterfahrer entgegenkommen, sollte er mal überlegen, ob er nicht die falsche Richtung eingeschlagen hat.

Ich würde Dir raten, Dir einen guten Therapeuten zu suchen und u.a. das Thema "Selbstreflektion" ein wenig zu bearbeiten. Du scheinst nicht zu erkennen, wie Du auf andere wirkst und wie Dein Verhalten bei anderen Menschen ankommt. Wenn Du meinen oben geschilderten Eindruck für Dich nicht als Problem empfindest, vergiss den Vorschlag und mach ordentlich Theater bei der Leitung der Staffel. Bringen wird es Dir allerdings nichts.

Kommentar von Taimanka ,

na ja, das war mal ne Ansage. 

So weit habe ich nicht recherchiert. 

Unbesehen Deiner Kenntnis des Profils des Fragestellers - wir kennen hier alle weitere Details nicht - bin ich der Meinung, dass der Verein eine Antwort schuldig ist. 

Würde so mit mir verfahren, würde ich gezielt und hartnäckig Maßnahmen zur Klärung anstreben. 

Kommentar von Naninja ,

Warum lotus aus der Staffel geflogen ist, war ja gar nicht seine Frage. Er schrieb:

Was kann ich tun um dieser Sauerei den Riegel vor zu schieben

Es geht also nicht um Klärung, sondern um Sanktion und Bestrafung. Wie in allen anderen von mir zitierten Fragen auch. Die Kombination aus ständigem Anecken und dem anschließenden Wunsch nach Bestrafung finde ich extrem bedenklich. Gesund hört sich das für mich nicht an.

Antwort
von rotreginak02, 76

Hallo lotus1,

das hört sich tatsächlich sehr seltsam an, wirft aber auch die Frage auf: 
War etwas mit dir und deinem Hund vorgefallen? Denn irgend einen Grund für diesen "Zweizeiler" im Briefkasten muss es ja geben, wenn sie sich nicht beim Adressaten geirrt haben.

Ich würde an deiner Stelle noch ein mal mit dem Landesvertreter der Organisation telefonieren und konkret fragen, wann du wo deine Ausbildung fortführen kannst, notfalls mit der Presse drohen, das hilft oftmals weiter.

Ansonsten besteht ja sicher auch die Möglichkeit, woanders die Ausbildung zu machen.

Und mit der Versicherung, dass  die das Bezahlen der Rechnung ablehnt, ist aus deren Sicht nachvollziehbar, denn sie sind für Scherben im Wald sicher nicht haftbar zu machen.... auch wenn das für dich und deinen Hund sehr ärgerlich ist.

Viel Erfolg!

Kommentar von lotus1 ,

Hallo Rotreginak, danke für deine Rückantwort. Ich kann es dir nicht sagen was die Gründe waren. Da die mir nichts geschrieben hatten. Jeder Hund ist über deren Versicherung versichert. Die Versicherung muss zahlen. Gruß Lotus

Kommentar von magnum72 ,

Der Veranstalter einer jeden Sache hat für die Sicherheit der Teilnehmer zu sorgen . Tut er dies nicht,zum Beispiel durch vorheriges abgehen des Übungsgebietes, handelt er fahrlässig. Das ist Justiziabel.

Kommentar von rotreginak02 ,

@magnum72: da gebe ich dir Recht, aber es kommt auf die Details an. Wenn es kein abgeriegeltes Gelände ist, sondern ein öffentlicher Wald (davon war ich ausgegangen), so ist es in der Praxis meist schwer nachzuweisen, ob sie ihre Pflicht verletzt haben. Theoretisch kann es vorher kontrolliert worden sein ,aber zwischenzeitlich durch Fremde die Scherben dorthin gelangt sein.

Antwort
von magnum72, 80

Du musst vor der Ausbildung einen Vertrag abgeschlossen haben. Was darin steht ist für alle Vertragspartner bindend. Werden diese Vertragsinhalte einseitig verletzt, und der Vertragsbrüchige V.partner stellt sich stur , kannst du rechtlich gegen ihn vorgehen. In diesem Vertrag muss auch die Haftung für Schäden die während der Ausbildung auftreten geregelt sein.Informiere dich doch ausserdem noch mal wie seriös dieser Verein ist. Findest du sogar noch andere "geschädigte" hast du vor Gericht gute Chancen dein Recht durchzusetzen.😉

Antwort
von eccojohn, 38

Hier wurde ja schon einiges an Argumente gebracht, die es recht gut erklären.

Es wird noch hinzukommen, das entweder der Hund sich als absolut nicht tauglich gezeigt hat, oder was ich eher annehme der künftige Hundeführer - also Du - den Anforderungen in ganz bestimmten Punkten >sofort< überhaupt nicht entsprochen hast.

Bei dieser Ausbildung steht die Rettung von Menschenleben im Vordergrund. Auch genau darauf ist das harte Training ausgelegt - und das ist nicht gerade das, was man sich so allgemein vorstellt. Einen Spaßfaktor darf man da sicherlich nicht erwarten, und auf großes Lob sollte man nicht zuviel und zu früh hoffen. Hartes und konsequentes Training ist eher der anfängliche Alltag !

Der Weg bis zur ersten Prüfung ist schon derart steinig, das viele es von sich aus beenden - andere werden leistungsbedingt aussortiert. Das man hier so rigeros gehandelt hat, hat sicherlich einen ganz bestimmten Auslöser gehabt, den du sicherlich auch kennst.

Die Art, wie hier die Ernsthaftigkeit der Staffel und der/des Ausbilders (danach) angezweifelt wird, zeigt mir jedoch schon mal, das du mit völlig falschen Vorstellungen an die Sache herangegangen bist. In einer Staffel gibt es kein "ICH", es gibt nur ein "WIR".

Das WIR sind der Hund und sein Hundeführer - dann erst gibt es die Staffel / den Kollegen. Hund und Mensch bilden eine untrennbare Einheit, die es so nur selten gibt - derart ist man zusammengeschweißt.

Auch bei den Kollegen als Team ist dann ein Zusammenhalt / ein Vertrauen, an das sehr schnell ein Leben hängen kann - somit ist es von Verantwortung und Konsequenz geprägt - die Sympathie oder Antipathie zählt da wenig - auch besondere Leistungen des Einzelnen sind da nicht so sehr das Thema.

Die Verletzung - unwichtiger Peanuts für Hund und Hundeführer. Da wird gemacht, was gemacht werden kann - das Beste ist gerade gut genug - Kosten sind da so was von nebensächlich....

Du solltest wissen, das ein solches Tier von sich aus so weit gehen kann, wissentlich SEIN Leben für eine Rettung zu opfern - da braucht man doch nicht über ein paar Euronen zu philosophieren.....

Außerdem ist diese Ausbildung nicht dafür da, um einen besonderen Hund sein eigen zu nennen - nicht dafür geeignet, einen besseren Preis für ein Tier zu erzielen, oder was auch immer. Bestenfalls hat man nach viel Schufterei, Lernen und harter Arbeit ein Tier, das der wirklich BESTE KAMERAD ist, den man sich vorstellen kann - das zu ergründen bleibt jedoch nur wenigen vorbehalten und ist der Grund dafür, das es leider viel zu wenige Rettungshunde mit einem dahinter stehenden Hundeführer gibt.

Trotz harter Ausbildung ist jeder Polizei- o. Zollhund ein echter Waisenknabe gegen einen nur mäßig ausgebildeten Rettungshund - im Vergleich zu einem 1.Klasse Hund sogar ein bedeutungsloses NICHTS !

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