Ungefährliche Kampfsportart?

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8 Antworten

Auf die Frage, was denn nun "ungefährlicher Kampfsport" sein soll, hast du zumindest einem Nutzer hier geantwortet:

Also dass man sich im Training nicht so doll verletzt und dass man im notfall zB draussen zwar angreifen aber nicht gleich halb tot
schlagen kann

Diese Kriterien treffen gerade bei traditionellen Kampfkünsten zu, bei denen es nicht ausschließlich um Wettkämpfe, oder knallharte Selbstverteidigung geht, sondern besonderen Wert auf Charakterschulung und Persönlichkeitsbildung legen.

dass man sich im Training nicht so doll verletzt

Es gibt natürlich immer Disziplinen, die körperlich "härter" sind (bspw. Karate), als andere Stile (zB Aikido), aber bei einem verantwortungsbewussten Training sollte nirgends ein erhöhtes Verletzungsrisiko bestehen.

Jedes Training besteht auch aus Aufwärmübungen, Lockerungen und Dehnungen, sowie Elementen wie zB der Fallschule, bei der sicheres Abrollen und Fallen geübt wird. Diese Teile des Trainings sollen das Risiko schwerer Verletzungen gezielt verringern.

Bei einer Disziplin mit vielen Fauststößen und Tritten kann man aber
genau so blaue Flecke holen, wie beim unsanften Fallen nach einem Wurf,
oder dass man sich bei Bodentechniken mal was am Bein aufschrammt - es ist nicht die Regel, aber es kann eben mal vorkommen.

Die schwerste Verletzung die ich beim Aikido-Training selbst gesehen habe ist, dass sich jemand abgerollt hat - und beim hochkommen mit dem Kopf durch die Wand wollte. Ist nichts weiter passiert, keine Gehirnerschütterung - nur ein kleines Horn auf der Stirn. ;-)

zwar angreifen aber nicht gleich halb tot
schlagen kann :)

In keinem vernünftigen Verein wird man zu einer "Kampfmaschine" erzogen. Ich habe selbst erlebt, dass Personen abgelehnt wurden, weil sie offenbar nur lernen wollten, wie man jemanden effektiv zusammenschlägt.

Verschiedene Stile sind unterschiedlich offensiv ausgelegt - manche Verbinden eine Verteidigungstechnik gleich mit einem Gegenangriff, oder sie beschränken sich auf eine reine Verteidigungshaltung.

In einigen Stilen gibt es eine "Abschlusstechnik", wie eine Art "finishing move" um den Angreifer entweder kampfunfähig zu machen, oder ihn kontrollieren zu können - auch hier gibt es unterschiedlich "harte" Techniken.

Mein Ratschlag

Überlege dir, welche Wünsche und Vorstellungen du hast, welche Dinge du gerne lernen würdest und was eher unwichtig für dich ist.

Dann suchst du nach Vereinen in deiner Gegend und informierst dich über ihr Angebot und die dort gelehrten Stile. Dabei kannst du entweder anhand deiner Kriterien schon vorsortieren, oder ganz unvoreingenommen hin gehen.

Bei einem Probetraining lernst du dann selbst, wie dir die Bewegungen, der Lehrer, der Unterricht und der Verein dir zusagen.

Solch ein Probetraining ist nach Vereinbarung möglich und entweder als kostenlose Schnupperstunde, oder etwas länger mit einer kleinen Gebühr möglich.

Es kann auch gut sein, dass dich der Stil spontan begeistert, du aber den Umgangston, oder die Atmosphäre im Verein nicht magst - dann schau halt, ob ein anderer Verein die gleiche Disziplin etwas anders vermittelt.

Ich selbst trainiere Aikido und mag es selber sehr, wie ich hier geschrieben habe

https://www.gutefrage.net/frage/gute-kampfkunst-gesucht

Ob jetzt Aikido, Karatedo, Judo, oder was auch immer für dich richtig ist, musst du aber natürlich selbst herausfinden. Ich wünsche dir viel Freude dabei

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Kommentar von Enzylexikon
29.03.2016, 19:15

Vielen Dank für den Stern. :-)

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Kommentar von Solaris80
12.04.2016, 17:44

>> Die schwerste Verletzung die ich beim Aikido-Training selbst gesehen
habe ist, dass sich jemand abgerollt hat - und beim hochkommen mit dem
Kopf durch die Wand wollte. Ist nichts weiter passiert, keine
Gehirnerschütterung - nur ein kleines Horn auf der Stirn. ;-)

Hallo,
ich bin mal beim Koshi Nage als Uke mit dem Bein im Hakama des Trainingspartners hängen geblieben und habe es mir beim Abrollen ziemlich gezerrt...
Irgendetwas kann überall passieren, aber Aikido ist allgemein schon eher ungefährlich.

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Was, bitte, meinst du mit "ungefährlich"?

Bitte sei so nett und erkläre, was genau du meinst.

Danke.

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Kommentar von rebeccajuwel
28.03.2016, 17:18

Also dass man sich im Training nicht so doll verletzt und dass man im notfall z.B draussen zwar angreifen aber nicht gleich halb tot schlagen kann :) 

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Tai Chi ist ein Kampfkunst der Mann ausüben kann ohne Körper Kontakt mit anderen Menschen oder Gegenständen . Alle andere Sport Arten die mir bekannt sind , verbinden sich mit gewiesen Verletzung Risiko bei üben oder Wettbewerb

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Ungefährlich in Bezug auf Trainingsverletzungen? Oder wie meinst Du das?

Du konntest z.B. Boxen trainieren, aber nicht in den Ring gehen. Du wärst damit nicht die Einzige.

Oder such Dir etwas sehr Kata-lastiges wie Tai Chi Chuan. Da werden überwiegend allein Bewegungsabläufe trainiert.

Im Karate, wo ich mal teilnahm, wurden die Zweikämpfe ausschließlich kontaktlos trainiert.

Warum soll es eigentlich unbedingt ein Kampfsport sein? Was gefällt Dir daran? Dann könnte man Dir bessere Tipps geben...

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Kommentar von Shiranam
27.03.2016, 11:29

Am Besten Du schaust Dir an, was in deiner Umgebung so angeboten wird, vereinbarst kostenlose Probetrainings und verschaffst Dir so einen reellen Überblick, wie das Training so ist und ob Du dich dort wohlfühlst.

Keine Angst, Du wirst in diesen Probetrainings niemals kämpfen müssen, oder gefährliche Übungen mitmachen müssen, egal, wo Du reinschnupperst.

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Die Frage die hier bereits mehrfach gestellt wurde, muss ich aufgreifen.

Was bedeutet für dich "weniger gefährlich" ?

  • Ein geringes Verletzungsrisiko beim Training?
  • Im Ernstfall den Angreifer nicht krankenhausreif zu prügeln?
  • Ein allgemein defensiv ausgelegtes System?

Da muss du schon etwas genauer werden. Am besten, du machst ein paar Angaben dazu, was du dir vom Training erhoffst und welche Erwartungen du hast.

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Was soll an einer Kampfsportart gefährlicher sein als an anderen Sportarten? Du verwechselst offenbar Sport mit Straßenprügelei.

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Daumenwrestling soll ziemlich ungefährlich sein 👍

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Kommentar von rebeccajuwel
27.03.2016, 11:13

Wrestling? Oder Rasling?

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Kommentar von m3ndax
27.03.2016, 11:15

Daumenwrestling so wie es da steht.

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Judo heißt "der sanfte Weg". Vielleicht wäre das was für dich.

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Kommentar von OnkelSchorsch
27.03.2016, 12:05

Judo ist relativ verletzungsintensiv.

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Kommentar von judounicycleart
28.03.2016, 20:06

Judo ist nicht verletzungsintensiver als andere (Kampf)Sportarten. Jedenfalls nicht wenn du einen guten Trainer hast, der euch  Fallübungen gut beibringt.

Judo heißt vielleicht der sanfte Weg, aber wenn du dir schonmal ein Judotraining oder Wettkampf angeguckt hast, dann weißt du, dass Judo mit Sanftheit nicht so viel zu tun hat. Jedenfalls nicht mehr als andere Kampfsportarten. Ich selber mache seit 7 Jahren Judo.

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