Frage von Pattafixkleber, 144

Unfallversicherung Abfindung?

Hallo Leute,

Ich hatte vor einem Jahr einen Sportunfall, wobei ich einen Knorpelschaden bzw. gerissene Bänder am rechten Knie hatte. Nun ein Jahr später, habe ich immer noch Schmerzen beim Laufen usw. und wenn ich eine längere Zeit am Tag stehen muss, schmerzt das Knie abends auch immer ziemlich.

Da ich mich nun wahrscheinlich untersuchen lasse, wollte ich fragen, ob sich bei euch jemand ein wenig genauer mit der Unfallversicherung auskennt?

Ich bin auf eine Versicherungssumme von 50.000€ versichert und wollte fragen, ob von euch jemand abschätzen kann, mit wie viel Prozent Invalität bzw. welcher Abfindungssumme ich ca. rechnen kann, da sich sonst eine Nachuntersuchung nicht auszahlen würde?

LG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von siola55, 63

Ich hatte vor einem Jahr einen Sportunfall, wobei ich einen Knorpelschaden bzw. gerissene Bänder am rechten Knie hatte.

Hallo Pattafixkleber,

viel wichtiger als deine evtl. Invaliditätsfeststellung ist die Einhaltung der Fristen!!! In der Regel kann eine Invalidität frühestens nach 12 Monaten vom Unfalltag durch einen Arzt festgestellt werden und muß der Gesellschaft spätestens nach 15 Monaten vom Unfalltag gemeldet werden.

Sollte sich allerdings eine Verschlechterung für dich einstellen (vom Versicherer dementsprechend auch eine Verbesseung des Dauerschaden), dann gilt eine gesetzlich vorgeschriebene Frist von 3 Jahren für evtl. Nachuntersuchungen, unabhängig von einem bereits festgestellten Dauerschaden!

Gruß siola55

Kommentar von siola55 ,

Danke für deinen Stern ;-)

Antwort
von kim294, 82

Ich habe jetzt mal in unsere Gliedertaxe geschaut.

Bei Verlust oder völliger Funktionsunfähigkeit würden folgende Prozentsätze gelten.

Bein bis Mitte des Oberschenkels: 60% (=30.000 Euro)

Bein bis unterhalb des Knie: 50% (=25.000 Euro)

Es liegt bei dir jedoch keine vollständige Funktionsunfähigkeit vor, so dass dieser Satz auch entsprechend gemindert wird.. falls überhaupt eine Invalidität anerkannt werden würde.

Weiter wäre noch die Frage, ob deinem Vertrag eine Progression zugrunde liegt. Das würde die Leistung noch etwas erhöhen.

Ist der Schaden denn bereits bei der Unfallversicherung gemeldet? Setz dich auf jedem Fall mit deiner Versicherung in Verbindung, um das weitere Vorgehen abzusprechen.

Kommentar von Pattafixkleber ,

Bei dauernder Invalidität ist eine Progession von 300% enthalten, der Unfall wird demnächst gemeldet, da man erst ein Jahr danach Anspruch auf eine Abfindung hat. Aber wenn mir z.B. 5% Invalidität zugesprochen werden würden dann würde ich ja trotzdem eine Abfindung erhalten oder?

Kommentar von kim294 ,

der Unfall wird demnächst gemeldet,

Das ist zu spät. Du hast zwar erst nach einem Jahr Anspruch auf eine entsprechende Leistung, aber hättest ihn damals gleich melden müssen. So sehe ich schwarz.

Kommentar von Pattafixkleber ,

Eine Unfallmeldung wurde schon zeitnah gemacht, jedoch meinte ich, dass ich mich wegen der Invaliditätsuntersuchung demnächst bei der Versicherung melde

Kommentar von kim294 ,

OK, das ist was anderes.

Kommentar von siola55 ,

Da bist du leider auf dem Holzweg - ein Unfall muß immer unverzüglich dem Unfallversicherer gemeldet werden! Willst du zusätzlich eine Invaliditätsleistung beanspruchen, dann gelten hier in der Regel die 12 Monate frühestens zur Feststellung einer Inval. ab Unfalltag und spätestens 15 Monate zur Meldung der Inval. beim Versicherer - Gültigkeit haben jedoch deine Fristen in deinen AUB ;-)

Antwort
von Gnubbl, 82

Die Unfallversicherung wird dir wohl nichts zahlen. Mir ging es ähnlich wie dir. Durch einen häuslichen Unfall hatte ich einen Meniskusriss und einen Knorpelschaden im Knie. Nach zweimaliger OP bei der sämtlicher Knopel sowohl im Gelenk als auch hinter der Kniescheibe entfernt wurde bin ich inzwischen 70% Schwerbehindert und auch in Erwerbsunfähigkeitsrente.

Der Gutachter zu dem mich die Unfallversicherung geschickt hat, ist allerdings der Meinung, dass mein Problem nicht vom Unfall kommten kann und ich einfach nur abnehmen müßte und dann wieder 100% in Ordnung wäre. Diese Gutachtermeinung konnte auch nicht angefochten werden. 

Kommentar von Pattafixkleber ,

Bei mir war es ein Sportunfall da mir beim Fußball einer mir dem Fuß ins Knie gesprungen ist. Danach wurde mir der abgespaltene Knorpel herausoperiert bzw. die gerissenen Bänder gerafft. Nun habe ich ein Jahr später immer noch Probleme beim Treppensteigen und Laufen

Kommentar von Gnubbl ,

Dann gehe zum Orthopäden und lass nachsehen woran es genau liegt. Melde es deiner Unfallversicherung. Die schicken dich auf jeden Fall zu einem Gutachter, der dann feststellt ob die Versicherung dir etwas zahlen muss.

Grundvoraussätzung ist natürlich, dass du den Unfall damals deiner Versicherung gemeldet hast und die diesen Unfall auch anerkannt haben.

Antwort
von Biberchen, 88

du hast eine private Unfallversicherung? Es kommt auf die Gesellschaft an bei der du versichert bist, meisten mußt du dein Recht vor Gericht einklagen, aber wie ich es sehe wirst du nichts bekommen und der Grad der Behinderung wird bei höchstens 5% liegen, also bei Nichts.

Kommentar von Pattafixkleber ,

Aber bei 5% Invalidität würde man ja auch schon etwas erhalten oder?

Kommentar von Biberchen ,

glaube ich nicht! 

Kommentar von siola55 ,

Glauben heißt nicht wissen... Dies ist keine Glaubenssache, sondern da gelten immer nur die AUB (Allg. Unfallbedingungen) des Versicherten!

Kommentar von siola55 ,

Bei einem guten Unfallversicherer/Unfalltarif sogar ab 1% Invalidität  wird geleistet ;-)

Kommentar von siola55 ,

Dies mußt du in deinen AUB nachlesen unter Leistungen ;-)

Antwort
von HalloRossi, 58

Das ergibt 20-25%. Viele Versicherungen zahlen aber erst ab 50!

Kommentar von Pattafixkleber ,

Im Vertrag steht Lineare Leistung ab jedem Invaliditätsgrad

Kommentar von HalloRossi ,

Ja das ist doch super!

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