Frage von Starkillerbase, 55

Unfall Radfahrer Fußgänger - Rechtens?

Zu meiner Frage: Vor ca. 3 Wochen bin ich einem Fahrradfahrer beim überqueren einer Straße aus Unachtsamkeit im betrunkenen Zustand reingelaufen, wobei beide zu Sturz kamen. Ich entschuldigte mich sofort bei dem Fahrradfahrer und gestand auch sofort meine Schuld ein ihn übersehen zu haben. Äußerlich war an dem Fahrrad, beim Fahrer und mir kein Schaden/ Verletzung zu sehen. Für diesen Unfallhergang habe ich 2 Zeugen. Der Fahrradfahrer rief die Polizei. Die fragten mich nach dem Personalausweis und wie das passiert sei. Das dauerte 5 Minuten und mein Freund fuhr mich nachhause. Jetzt bekam ich einen Brief von der Polizei, eine Vorladung in der steht, dass ich Beschuldigter einer vorsätzlichen Körperverletzung im besagten Fall bin, denn der Radfahrer hat allen ernstes behauptet ich wäre ihm absichtlich reingelaufen. Ich hatte ca. 1 Promille Alkohol im Blut. Ich war auch davon ausgegangen, dass die Polizei einen Unfall aufgenommen hat, da sie auch nichts weiter dazu sagten (Von wegen vorsätzlicher Körperverletzung) Ich bin nicht schlecht empört darüber, Was soll ich nun tun/ Wie reagieren?

Antwort
von GuenterLeipzig, 22

Gemach Gemach, die Polizei ist ausschließlich gehalten, zu ermitteln.

Das muss diese natürlich in alle Richtungen.

Sie wird nicht in letzter Instanz darüber befinden, ob es ein vorsätzliche Körperverletzung ist, das obliegt der Jusitz.

Der Text mit der Körperverletzung ist wohl Standard.

Ich war auch schon mal in einem Unfall verwickelt, bei dem augenscheinlich nichts weiter passiert war als materieller Schaden.

Ich habe meine Version des Hergangs dargelegt und die Polizei gebeten zu ermitteln ob eine Körperverletzung vorliegt.

Irgendwann wurde das Verfahren eingestellt.

Bei mir war allerdings kein Alkohol im Spiel.

Wie auch immer, bleibe besonnen. Ein Schuldeingeständnis hinsichtlich der Unfallverursachung hattest Du ja bereits am Unfalltag gemacht.

Jetzt ist überhaupt die Frage, ob eine und wenn ja, welche ärztlich attestierte Körperverletzung mit welcher Schwere vorliegt.

Günter

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Recht, 14

Der Vorwurf wird dann wohl in fahrlässige Körperverletzung umgewandelt werden.

An einer evtl. Schadensersatzforderung ändert das aber nichts. Beschädigung am Fahrrad und die ärztliche Untersuchung wirst du wohl bezahlen müssen.

Die Krankenkasse wird sich sicher mit ihrem Regressanspruch bei dir melden.

Antwort
von peterobm, 18

logisch dass die Polizei das als Unfall aufgenommen hat. Mit einem Promille kann man nicht so besoffen gewesen sein. Ohne Anwalt kommst da nicht raus. Vorsatz; ob man das direkt unterstellen kann? Ein Anwalt kann Akteneinsicht verlangen. 

Antwort
von Dissapear1519, 8

So du warst trunken im Strassenverkehr unterwegs. Ja auch als Fußgänger bist du ein Verkehrsteilnehmer allerdings müssen alle anderen auf den Fußgänger achten ABER wenn er beabsichtigt dich beschuldigt ann das für ihn hart enden. Falsche Beschuldigung. Im großen und ganzen muss dir erstmal die absicht dazu nachgewiesen werden. Ermitteln muss die Polizei sowieso.

Antwort
von michi57319, 26

Aus der Nummer kommst du ohne Anwalt nicht raus.

Vorsatz bei Trunkenheit? Eher mal nicht. Aber dennoch solltest du ab sofort nix mehr bei der Polizei äußern, schon gar nicht schriftlich und alles weitere deinen Anwalt machen lassen.

Antwort
von Matermace, 23

Bloß nichts eingestehen, am besten schweigen. Die müssen dir immer noch beweisen dass das Absicht war. Im Zweifel holst du dir nen Anwalt :)

Kommentar von Starkillerbase ,

Der Beweis kann ja schon die aussage des fahrers sein oder?

Kommentar von Matermace ,

Nein, das ist eine Aussage. Die ist erstmal genausoviel wert wie deine dass es keine Absicht war. Aber im Ernst, hol dir nen Anwalt.

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