Frage von jlhrs, 189

Unfall mit fremden Motorrad?

Ich hab mit dem Motorrad einer Freundin einen Unfall gebaut und somit einen finanziellen Totalschaden verursacht. Meine Fragen sind nun: -was muss ich zahlen, den neuwertig halte ich für relativ unwahrscheinlich da die Maschine schon 6 Jahre alt ist aber den Zeitwert könnte ich mir vorstellen und müssen Sachen wie sportauspuff etc auch ersetzt werden? -Was steht mir zu, wenn ich den Schaden beziehungsweise den Wert des kaputten Motorrads zahle, kaufe ich es sozusagen doch auf oder nicht? Die Ersatzteile wären interessant für mich steht mir dad Motorrad zu? Das Motorrad ist vollkasko versichert und es wurde mir freiwillig geliehen.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 109

Wenn du dir etwas ausleihst, bist du natürlich verpflichtet, dieses Teil genau so zurück zu geben, wie du es erhalten hast.

Oder Schadensersatz leisten

Den Zeitwert vor dem Unfall kann ein Sachverständiger einschätzen. Das wäre der Wert den du zu erstatten hast. Zahlst du diesen Betrag, gehört der Schrott dir. Aber natürlich erst, NACHDEM du vollständig gezahlt hast.

Dazu kommt natürlich noch der Rabattverlust bei der Vollkasko und der Haftpflichtversicherung des Krad.

Dass dir das Krad freiwillig geliehen wurde, spielt überhaupt keine Rolle. Wie leiht man das denn sonst? Mit vorgehaltener Waffe?

Expertenantwort
von 19Michael69, Community-Experte für Motorrad, 59

Hallo,

als Freund bist du ja eine echte Granate. Erst das Eigentum eines anderen zerstören und dann für sich selbst nach der besten Lösung suchen.

Natürlich muss derjenige, der etwas verleiht, im schlimmsten Fall auch mit einem Schaden rechnen, aber:

Deine Freundin hat dir, in gutem Glauben an einen Freund und an Freundschaft, ihr Motorrad geliehen. Da verlangt schon der Anstand, dass du für sie eine zufriedenstellende Lösung suchst und findest.

Natürlich ist das für dich unangenehm und evtl. mit Kosten verbunden. Aber darüber hättest du dir Gedanken machen müssen, bevor du dir das Eigentum eines anderen ausleihst.

Das mal unabhängig von "bezahlen" und "der Versicherung melden", denn dazu ist in einigen der anderen Antworten fast alles gesagt.

Viele Grüße

Michael

Kommentar von jlhrs ,

Ja natürlich sehe ich es ein das ich es ersetzen muss jedoch funkt die Mutter permanent dazwischen und die Mutter ist der festen Überzeugung ich muss ihr ein Nagel neues Motorrad kaufen. Die Mutter droht des weiteren, falls ich kein Werkneues kaufe mit "rechtlichen wegen" daher informiere ich mich lieber im Vorhinein.

Kommentar von 19Michael69 ,

Ok, das ist natürlich absoluter Blödsinn und eine vollkommen überzogene Forderung - und zwar von der Mutter.

Jetzt verstehe ich dein Anliegen besser ;-)

Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn deine Eltern mal mit ihr reden und sie auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

Wenn du bereit bist, deiner Freundin den ihr tatsächlich entstandenen Schaden zu begleichen - wie auch immer das aussehen mag - dann brauchst du vor rechtlichen Schritten keinerlei Bedenken zu haben.

Viele Grüße

Michael

Antwort
von Apolon, 48

 Das Motorrad ist vollkasko versichert und es wurde mir freiwillig geliehen.

Dann sollte man den Schaden der Vollkasko-Versicherung melden und zuerst einmal die Schadensabwicklung abwarten.

Die Kfz-Versicherung wird dann im Folgejahr, also zum 01.01.2017 hochgestuft - den Beitragsverlust kann dann der Versicherer ausrechnen - und diesen kannst du dann deiner Freundin erstatten.

Dürfte niedriger sein, als wenn du alle verursachten Kosten - Eigen, wie auch Fremdschaden zahlen würdest.

Gruß N.U.

Antwort
von Antitroll1234, 105

Das Motorrad ist vollkasko versichert

Dann zahlst Du den Differenzbetrag der Höherstufung in der Versicherung und wenn vorhanden die Selbstbeteiligung.

und es wurde mir freiwillig geliehen.

Das Du es nicht geklaut hast ist bei einem Freund anzunehmen ;-)

Antwort
von archibaldesel, 87

Wenn es Vollkasko versichert ist, stellt sich die Frage doch gar nicht. Wickelt es doch über die Versicherung ab.

Ansonsten müsstest du auch die Extras bezahlen. Die gehören ja zum Schaden. Du musst sie so stellen, als wenn der Schaden nicht passiert wäre. Das Motorrad dürftest du behalten.

Kommentar von jlhrs ,

Das mit der vollkasko Abwicklung möchten die Eltern nicht sagen aber alle dass das am sinnvollsten wäre

Kommentar von 19Michael69 ,

Klar geht das mit der Vollkaskoversicherung.

Aber was ist mit der Zurückstufung in der Versicherung und der Selbstbeteilung (falls Vertrag mit SB abgeschlossen)?

Für die muss er auf jeden Fall aufkommen.

Gruß Michael

Antwort
von qugart, 84

Bei Haftpflichtschäden gilt immer der Zeitwert.

Ersetzt werden muss der Schaden in voller Höhe, also alles, was beschädigt wurde.

Kommentar von jlhrs ,

jedoch wäre das in meinem Fall doch total Schwachsinnig, es ist ein finanzieller Totalschaden der den neuwert überschreitet und sich um das doppelte des Zeitwerts beläuft. Oder sehe ich da was falsch?

Kommentar von qugart ,

Du musst den finanziellen Schaden bezahlen, den dein Freund erleidet. Das wäre dann die Selbstbeteiligung der Vollkasko und eben auch den Mehrbetrag weil die Versicherungsprämie erhöht wird.

Kommentar von Rockuser ,

Dann musst Du höchstens für den Zeitwert haften.

Antwort
von annokrat, 25

wenn das motorrad vollkasko hat, dann stehen euch 2 grundsätzliche wege offen:

- ihr wickelt den schaden über die vollkaskoversicherung ab. du bezahlst die restlichen kosten, z.b. selbstbeteiligung und den höheren beitrag für die nächsten jahre. zusätzlich kaufst du ihr den schrott zum restwertpreis, den die versicherung verrechnet, ab.

- deine freundin meldet den schaden nicht ihrer versicherung, so dass sie keinen rabatt verliert, und du bezahlst den zeitwert des motorrades. den schrotthaufen übernimmst dann du.

annokrat

Expertenantwort
von blackhaya, Community-Experte für Motorrad, 37

Vollkasko beim Motorrad??????????

Soll es geben, aber unwahrscheinlich das die Vollkaskoversicherung abgeschlossen wurde. Wahrscheinlich hat das Motorad nur Teilkasko

Bei Vollkasko sind die Versicherungsbedingungen meist sehr strikt. Keine fremden Fahrer, keine Fahrer unter 24 JAhren. Selbstbeteilung von 2000 Euro ... ... ... .. .. .. . ...

Kommentar von 19Michael69 ,

Mal abgesehen von den evtl. wirklich straffen Versicherungsbedingungen ist eine Vollkaskoversicherung beim Motorrad gang und gebe.

Wieso soll die unwahrscheinlich sein?

Ich persönlich habe eine und kenne genügend Biker, die ebenfalls eine haben.

Gruß Michael

Kommentar von blackhaya ,

Versicherungsprämien sind da so hoch, da kann man sich alle 3 Jahre eine neue Machine holen.

Beim Motorradfahren knallt es halt nicht selten und jeder Biker hat schon mal dne Asphalt geküsst. Und selbst sowas wie ein harmloser "Umfaller" kann auch mal 2500 Euro kosten, wenn man da wirklich alles wie ein Lackfetishist repariert.

Kommentar von Papassohnnemann ,

19Michael69 hat bedingt recht. Es gibt VK versicherungen spezielle für Harley Davidson die noch ganz moderate Preise haben. Aber für den rest muss man Militär sein so wie blackhaya schreibt.

Kommentar von Papassohnnemann ,

Millioner sollte es heisen. P.S. Ich kenne keinen mit VK nur ein Harley fahrer.

Antwort
von oOHamsterOo, 66

Weshalb willst du den Schaden tragen? Das Motorrad ist über den Halter versichert und die Versicherung übernimmt den Schaden, auch wenn du dir das Motorrad geliehen hast. In diesem Moment kann die Versicherung auch zur Schadensminderung auf Herausgabe zum Verkauf pochen. 

Wenn du, warum auch immer, im Prinzip deinem Kumpel das Geld zum wiederherstellen des ursprünglichen Zustandes zahlst und er dadurch keine Einbußen hat, kannst du auf Herausgabe des Schrotthaufen pochen. 

Kommentar von Antitroll1234 ,

In diesem Moment kann die Versicherung auch zur Schadensminderung auf Herausgabe zum Verkauf pochen.

Nein, es kann lediglich der Restwert gegengerechnet werden, was der Eigentümer mit seinem "Schrotthaufen" macht ist allein seine Sache.

Eine Enteignung gibt es nicht.

im Prinzip deinem Kumpel das Geld zum wiederherstellen des ursprünglichen Zustandes zahlst und er dadurch keine Einbußen hat, kannst du auf Herausgabe des Schrotthaufen pochen. 

Nein da würde das gleiche gelten: Der Verursacher muss den Zeitwert ersetzen abzüglich des Restwertes.

Antwort
von schleudermaxe, 53

Das verstehe ich nicht. Wenn ich meinen Mann verleihe und der kommt kaputt zurück, bekomme ich doch auch nichts, oder?

Der Halter kennt die Folgen und leistet sich eine VK und die regelt/ordnet doch. Wo ist denn da ein Problem?

Antwort
von Rockuser, 87

Du musst eigentlich nichts bezahlen, Du hast den Unfall ja nicht mit Absicht gemacht.Das Motorrad ist ja mindesten Pflichtversichert.

Wenn man ein KFZ verleiht, muss man damit rechnen, das ein Unfall passiert.


Im Höchstfall könnte der Kollege dich verklagen. Aber da hat er wenig Aussicht auf Erfolg.

https://www.haftpflichtversicherung-info24.de/ratgeber/unfall-mit-geliehenem-aut...

Kommentar von DerHans ,

Totaler Quatsch.

Was ich mir ausleihe, muss ich so wieder zurück geben. Ob das mit Absicht zerstört wurde interessiert in diesem Zusammenhang niemanden.

Kommentar von Rockuser ,

Das Motorrad ist doch Vollkasko versichert. Die deckt den Schaden komplett ab.

Kommentar von 19Michael69 ,

Wer dich zum Freund hat, der braucht keine Feinde mehr.

Ich hoffe für deine Freunde, dass sie deine Einstellung kennen. Dann wird dir nie jemand etwas leihen.

Das verlangt schon der Anstand, dass man dafür gerade steht.

Und selbst wenn die Vollkasko eintritt übernimmt die lediglich den Zeitwert. Der Freund wird in der Versicherung hochgestuft und muss ggfls. die Selbstbeteiligung tragen. Und dann hat er noch immer kein Motorrad. Soviel zu "die deckt den Schaden komplett ab".

Also entweder den Zeitwert bezahlen oder die Kosten für die erhöhte Versicherung und die Selbstbeteiligung übernehmen. Und natürlich bei der Suche für gleichwertigen Ersatz uneingeschränkt behilflich sein.

Und was soll der in diesem Zusammenhang sinnlose Link? Da steht ganz dick und fett "Der Fahrer haftet" und "kann Schadensersatz verlangen".

Dass der Fahrzeugeigentümer damit wenig Aussicht auf Erfolg hat, steht nirgends.

Gruß Michael

Kommentar von Apolon ,

 Du musst eigentlich nichts bezahlen, Du hast den Unfall ja nicht mit Absicht gemacht.

Sorry - aber ist nicht immer entscheidend, was vertraglich zwischen den beiden Parteien vereinbart wurde ?

Und ich kann mir nicht vorstellen, dass man jemand sein Fahrzeug aushändigt mit den Worten " wenn du es zu Schrott fährst - musst Du mir meinen Schaden nicht erstatten". 

Normalerweise klingt dies eher so, "wenn du einen Schaden verursachst, musst du mir diesen auch bezahlen".

Antwort
von lemmysbest, 74

die vollkasko eines anderen zahlt für entstandene schäden, die der andere verursacht. bei dir musst du deine privathaftpflicht kontaktieren, die den schaden übernimmt- ganz simpel- du hast das eigentum eines anderen beschädigt- also frag deine private haftplichtversicherung.

Kommentar von Antitroll1234 ,

bei die vollkasko eines anderen zahlt für entstandene schäden, die der andere verursacht.

Eine Vollkasko zahlt für die eigenverursachte Schäden am versicherten Fahrzeug. In diesem Fall greift die Vollkaskoversicherung.

dir musst du deine privathaftpflicht kontaktieren

...und die soll was regulieren ?

Die PHV zahlt keinen Pfennig, Stichwort Benzinklausel.

ganz simpel- du hast das eigentum eines anderen beschädigt- also frag deine private haftplichtversicherung.

Wie erwähnt die Vollkasko des versicherten Fahrzeuges springt ein, die PHV ist nicht der Ansprechpartner und auch nicht für die Regulierung in diesem Fall zuständig.

Kommentar von lemmysbest ,

ja, aber ist ist nicht fahrzeugeigentümer. also private haftplicht

Kommentar von Antitroll1234 ,

ja, aber ist ist nicht fahrzeugeigentümer.

Es ist das Fahrzeug in der Vollkasko versichert, nicht der Fahrer

also private haftplicht

Nein, die PHV reguliert keine Schäden die durch Nutzung eines Kfz entstehen.

Stichwort: Benzinklausel, habe ich aber schon mal erwähnt ;-)

Kommentar von jlhrs ,

Meine Haftpflicht sagt das sie nichts übernehmen da sie es mir freiwillig gegeben hat, hätte ich es so genommen würden sie es übernehmen jedoch würde ich eine Anzeige wegen Diebstahls bekommen....

Kommentar von Antitroll1234 ,

Meine Haftpflicht sagt das sie nichts übernehmen da sie es mir freiwillig gegeben hat

Deine PHV würde so oder so keinen Schaden regulieren welcher durch Nutzung eines Kfz entsteht.

Kommentar von Apolon ,

  hätte ich es so genommen würden sie es übernehmen jedoch würde ich eine Anzeige wegen Diebstahls bekommen

Auch dann würde keine Zahlung über die Privathaftpflicht erfolgen.

Allerdings wird der Versicherer dir dann den Vertrag zum Ablauf kündigen, da man mit Fahrzeugdieben nichts zu tun haben möchte.

Kommentar von archibaldesel ,

Vorsicht: Bei geliehenen Gegenständen ist die Rechtslage komplizierter.https://www.test.de/Private-Haftpflichtversicherung-Leihe-oft-nicht-versichert-4...

Kommentar von DerHans ,

Schau mal unter "Benzinklausel"

Kommentar von DerHans ,

Natürlich tritt die VK ein. Dabei bleibt aber die SB und die SF-Höherstufung.

Selbstverständlich zahlt KEINE private Haftpflichtversicherung hier irgend etwas.

Kommentar von Papassohnnemann ,

Wer glaubt den dadran das ein 6 Jahre altes Motorrad Vollkasko versichert ist. Und wenn ja das sie zahlt wenn man seine Maschine verleiht.

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