Frage von takeonemillion, 67

Unfall an T-Kreuzung beim rückwärtsfahren. Aus gegenüberliegender Straße ist jemand beim Abbiegen uns reingefahren. Schuldfrage?

Mein Mann hatte gerade einen Unfall. Er stand auf der Hauptstraße und wollte rückwärts auf ein Grundstück einparken. Das Grundstück befindet sich an einer T-Kreuzung. Beim rückwärtsfahren ist ihm aus der gegenüberliegenden Straße jemand reingefahren, die Frau wollte links in die Hauptstraße abbiegen. Sie behauptet nun, er wäre ihr reingefahren, was aber vom Schaden her schon mal überhaupt nicht möglich ist, da sie ihm hinten links reingefahren ist. Wäre er ihr reingefahren beim rückwärtsfahren hätte der Schaden vorne links sein müssen. Das lässt sich auf jeden Fall ja belegen. Es war eine Polizistin da, die sich aber nicht zur Schuldfragen äusserte. Aber jetzt bekommt mein Mann ein Bußgeld, pauschal einfach nur aus dem Grund, dass er rückwärts gefahren ist.

Jetzt mal die Frage, vielleicht kennt jemand ja einen solchen Fall. Er fährt auf der Hauptstraße rückwärts und ihm fährt aus der gegenüberliegenden Straße (also nicht von hinten) jemand rein, den kann er ja nun definitiv nicht sehen. Ist hier a) das Bußgeld überhaupt berechtigt? b) wer hat Schuld? Beide? Wobei ich das nicht ganz verstehen würde, weil die Frau die links abbiegen wollte doch schauen muss, ob sie auf die Hauptstraße abbiegen kann? Also ob es die Verkehrslage erlaubt? Mann kann doch erst in eine Straße einbiegen, wenn die frei ist?

Dank schon mal für Eure Meinungen.

Antwort
von DerHans, 43

Generell hat man beim rückwärts fahren eine besondere Sorgfalt zu beachten. 

Sind die Sichtverhältnisse schlecht, muss man entweder auf das rückwärts fahren verzichten, oder sich einweisen lassen.

Dass die Polizistin sich hier mit eine m Urteil zurück gehalten hat. ist also folgerichtig Diesen speziellen Fall wird dann wohl ein Gericht beurteilen müssen.

Da nützen auch keine Vergleichsfälle

Antwort
von Halli79, 36

Das lässt sich nicht so einfach beantworten. Aber wenn er rückwärts auf der linken (Fahrtrichtung beachten!) Fahrspur fuhr und als Geisterfahrer unterwegs war würde mich nicht wundern wenn er die volle Schuld trägt. Rückwärtsfahren setzt das Rechtsfahrgebot nicht außer Kraft.

Kommentar von takeonemillion ,

 Er stand auf der rechten Seite an der Hauptstraße, also am Kantstein und nicht irgendwo mitten auf der Kreuzung und hat sogar den Blinker gesetzt, allerdings nach rechts da er ja rechts auf das Grundstück rechts wollte, was die aus der Straße ja nicht sehen konnte und wollte rückwärts auf das Grundstück rauffahren. Die Frau ist aus der gegenüberliegenden Straße links rausgefahren und ihm so in die Seite gefahren. Selbst wenn er gestanden hätte, wäre sie ihm reingefahren. Die hat einfach geschlafen. Aber da kann doch mein Mann nicht dran Schuld sein? 

Kommentar von Halli79 ,

So wie du es beschreibst ist er auf der falschen Seite gefahren, also mindestens Teilschuld.

Antwort
von diroda, 32

Dein Mann kann gegen das Bußgeld Widerspruch erheben. Er muß den Unfall seiner Versicherung melden und die Umstände beschreiben. Wer wem reingefahren ist läßt sich manchmal an den Unfallspuren erkennen. Gibt es unabhängige Zeugen wie Nachbarn? Es wird auf eine Schuld- und Schadenteilung hinaus laufen. Das ist den Versicherungen am liebsten.

Kommentar von takeonemillion ,

Ja bin echt gespannt was da kommt. Meines Erachtens hätte sie aber auch ein Bußgeld bekommen müssen. Zumindest nach dem Bußgeldkatalog. Ja wir haben einen Zeugen, wie gesagt, anhand des Schadens ist das ganz klar ersichtlich. Aber irgendwie heisst es ja so nach dem Motto wer rückwärts fährt bekommt immer schuld. Habe aber diesen Fall nicht ergoogeln können. Immer nur das klassische rückwärts fahren und dann irgendwo rauffahren. Aber sie ist ihm ja seitlich reingefahren, als sie in die Straße einbiegen wollte.

Kommentar von diroda ,

Polizisten können am Unfallort nur nach ihrem ersten Eindruck Bußgelder anbieten, irgendwie muß der Einsatz ja bezahlt werden. Wer entgegen der Fahrtrichtung rückwärts fährt hat immer eine besondere Sorgfaltspflicht. Deshalb war dein Mann ihr Kanditat für das Bußgeld. Die Tagebuchnummer bei der Polizei zu erfragen, falls er sie noch nicht hat, beschleunigt das Verfahren.

Antwort
von tommy40629, 33

Die Polizei schaut auch, ob die Verkehrsteilnehmer  etwas gemacht haben, das mit Bußgeld belegt werden kann.

Auf dem Bescheid steht immer, was man denn getan hat.

Ohne Skizze ist auch unklar, was denn passiert ist.

Kommentar von takeonemillion ,

Die hat sich das Auto von meinem Mann überhaupt nicht angeschaut und wo sich der Schaden befindet. das hat sie nicht interessiert. Sie hat nur rückwärtsfahren gehört und der  Rest war ihr egal.

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