sonne55 am 30.05.2007 um 15:12 Uhr
ein firmeninhaber, der offenbar körperlich nicht mehr in der lage ist, seine firma zu leiten, nimmt ständig starke beruhigungsmittel, trifft meistens keine oder wenn dann falsche entscheidungen, ist fast nie und wenn dann nur körperlich anwesend, schützt sich indem er seine fehler gegenüber kunden den mitarbeitern anlastet, usw. frage: kann man bei irgendeiner offiziellen stelle erwirken, dass er abgesetzt wird oder ihm jemand (wie ein sachwalter) vorgesetzt wird?
Zum Glück gibt es solche offiziellen Stellen (noch) nicht, bei der man sich über unfähige Chefs beschweren kann. Beste Möglichkeit, kündige und such die einen anderen Job. Wenn es nämlich stimmt, was du schreibst, dann geht dein Laden eh in Kürze den Bach runter.

Hat ER Erben, die nicht leerausgehen wollen, wenn es mal so weit ist? Dann informiere sie - ansonsten verlasse das sinkende Schiff, bevor es zu spät ist.
sonne55 am 30. Mai 2007 15:25 @udo lachnieth: ja, er will die firma seiner tochter übergeben, die auch bereits tageweise mit dabei ist... sie hat von den mitarbeitern bereits alles erfahren, aber glaubt vermutlich nur papas worten...

Ich weiß ja nicht in welcher Beziehung (außer dass er dein Chef ist) du zu ihm stehst, vielleicht kennst du ja Familienangehörige. Versuche es anzusprechen, dass du meinst, dass das eine oder andere nicht so läuft. Vielleicht ist er ja auch ansprechbar? Evt. mit konkreten (deiner Meinung nach Fehlentscheidungen, biete ihm Hilfe an. Das wäre erst mal meine Idee. Lieben Gruß Lotusblume
sonne55 am 30. Mai 2007 15:33 @lotusblume12: er sieht die realität nicht so wie alle anderen. er hat sogar einen betriebsberater ums teure geld beauftragt. der durchleuchtete alles und führte auch mitarbeitergespräche und gab ihm in einem 3stündigen gespräch ratschläge, doch kam seitens chef die antwort, er werde nichts davon umsetzen, denn er sei dazu zu feig.
sonne55 am 30. Mai 2007 15:34 zu den mitarbeitern meinte chef, was der berater mache, sei alles sowieso nur "show"...
Lotusblume12 am 31. Mai 2007 00:50 Ja, denn würde ich den Stellenmarkt mal im Blick behalten. Denn ist es immer noch besser ohne konkrete Not zu handeln und sich umzusehen. Lieben Gruß Lotusblume

Ich muss Regenmacher beipflichten. Über kurz oder lang wird es das Beste sein, du suchst dir eine neu Arbeit. Wie ist die Gesellschaftsform des Unternehmens. Gibt es eine Beteiligungsmöglichkeiten oder andere einflussnehmende Gesellschafter mit denen dich darüber unterhalten kannst?
sonne55 am 30. Mai 2007 15:22 @edgar nikolaus: hatte früher OHG, vor einiger zeit geändert auf GesmbH, ...;-) allerdings ist der zweite gesellschafter bereits wieder ausgestiegen und hat gekündigt, daher GesmbH mit nur einem Inhaber

Bei der heutigen Arbeitsmarklage rate ich dir: Bleib da, schau dich unauffällig nach etwas anderem um, und wenn nix zu machen ist: Rette weiterhin das Schiff, ziehe alle Register, die du ziehen kannst! Mein Seniochef ist krebskrank, der eine Sohn ein unfähiger Größenwahnsinniger und der andere branchenfremd. Im Endeffekt zwar anderer Regen, aber dafür die gleiche Traufe.... ;-)
sonne55 am 30. Mai 2007 17:02 @heike rutkowski: du sagst es, ich sehe, du verstehst sehr gut, wie es mir geht.
@regenmacher: auch nicht so unproblematisch, wenn man jenseits 50 ist und bereits 6 jahre in der firma weilt...
Richtig, aber wenn der Laden pleite bist, gehst du mit unter.
dann hätte ich allerdings bessere karten im sozialnetz als wenn ich selbst kündige.
wir mitarbeiter stützen dieses "kartenhaus" schon jahrelang, damit es nicht zusammenbricht, mit unserem know-how und einem guten team.
@regenmacher: ob das wirklich so ein Glück ist? Habe nun schon oft genug erlebt, dass unsere Nieten in Nadelstreifen die Ratschläge der Mitarbeiter in den Wind schlagen, einsame Entscheidungen treffen und damit eine Firma gegen die Wand fahren. Hätte man die Möglichkeit, sich als Angestellter dieser Firma dagegen zu wehren, gäbe es vielleicht auch nihct so viele Firmenpleiten, hmm?