Frage von nnn020422, 104

Unerklärbare Ängste bei meiner Tochter 3 Jahre normal?

Hey Leute,

Meine Grosse (3 Jahre) hat einfach zum Teil unerklärbare Ängste. Ihr ist bei diesen Sachen noch nie was schlimmes passiert weswegen ich mir ihre Angst vor z.B. Staubsauger nicht erklären kann.

Sie hat Angst vor Staubsaugern, wenn sie den sieht, weint sie schon beinahe drauf los und sie dreht fast durch, weil sie weg will, aber ich mit muss usw.

Sie hat angst vor Aufzügen, was mir schwierigkeiten bereitet weil ich ein kleines Baby hab und die nun mal im Kinderwagen ist und ich den mit hoch nehmen muss.

Sie hat vor Tiere Angst, die sogar kleiner sind als sie selbst. Also z.b. Haben wir selber einen Hund und eine Katze, beim Hund muss ich sie immer tragen wenn ich von draussen rein komme weil er sich halt freut und davor hat sie angst, wenn er ,,ruhiger" ist und wir drinnen sind, kann sie ihn auch manchmal von hand Füttern, aber wehe es ist einmal ,,zu fest" oder so gibt es gleich 2 Monaten kein Leckerlies aus ihrer Hand. Wenn er in ihrer Nähe kommt, rutscht sie weg, geht aufs sofa, läuft davon oder ruft mich.
Bei unserer Katze: die streichelt sie aber steht sie auf oder bewegt sie sich, zuckt sie gleich weg. Und es gab noch nie ein ,,Unfall" mit einem Tier. Weder ein Hund hat sie gebissen noch eine Katze hat sie gekratzt. Sie hat sogar manchmal im Zoo angst vor den Tieren.

Sie hat angst vor Männer, hat angst wenn wir im Auto das Fenster auf machen usw. Sie hat Angst vor jediglichen leicht verkleideten Menschen oder vor Essen das speziell aussieht. Auf der Strasse hat sie leicht Angst und ja.

Manchmal bin ich schon verzweifelt. :/ kennt das jemand auch, das ein Kind Angst vor etwas hat, was man einfach NICHT erklären kann?

Wünsche euch noch einen schönen Letzten Tag vor dem Wochenende.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von o0bellaAnna0o, 24

Ich würde versuchen, sie auf den Arm zu nehmen, um in den Aufzug zu steigen, und mit ihr zusammen einen Spielzeugstaubsauger zu kaufen. Zusätzlich überlegt ihr zusammen eine Lösung, wie du trotz ihrer Angst saugen kannst, vielleicht ist sie bereit, solange in ihrem Zimmer mit ihrem Geschwister zu spielen.

Der Hund darf auf keinen Fall bellen oder an ihr hochspringen, das ist bei keinem Hund in keiner Situation erwünscht und sollte sofort unterbunden werden. Auch deine Kleine soll wissen, wie man dem Hund Befehle geben kann, und soll ihn an der Leine halten beim Gassi gehen. 

Die Katze könnt ihr zusammen streicheln. Sie scheint kein großes Problem darzustellen.

Angst vor Männern: beobachte bitte deine eigenen Gefühle bei Männern. Was könnte von dir selbst auf dein Kind übertragen werden? Wie verhältst du dich ihr gegenüber in der Gegenwart von Männern? Männern gegenüber in ihrer Gegenwart?

Im stehenden Auto Fenster öffnen, Kind von innen und außen schauen und anfassen lassen, mit offenem Fenster losfahren und mit Schrittgeschwindigkeit einmal die Straße auf und ab fahren, beim nächsten mal die erste Minute langsam fahren, dann fragen, ob das Fenster noch einen Moment aufbleiben darf bei schneller Fahrt, und dann auch bald schließen.

Sie braucht eigene Verkleidung. Am besten erstmal Kleidung von dir oder Oma, dann kann sie sich selbst verkleiden und im Spiegel sehen. Später auch Schminke erlauben, oder mal eine Maske kaufen.

Auf der Straße kann sie vielleicht ein Kuscheltier mitnehmen?

Seltsam aussehendes Essen sollte sie nicht essen müssen, serviere immer ansprechendes Essen (Herz aus Soße, lächelndes Gesicht aus Gemüse...)

Gut, dass ihr schon zur Therapie geht.

Alles Gute!

Kommentar von nnn020422 ,

Sorry, aber du hast nicht nur, weil du eine gute antwort gegeben hast ein sternchen verdient, sondern weil du mir nichtmal was unterstellst, sondern ALLES in betracht siehst. Ehrlich gesagt hilft mir so jemand eher, als jemand der nur etwas vor augen sieht und nur etwas behauptet. Mach weiter so und danke für die hilfreiche antwort. Hast du auch kinder? 

Kommentar von o0bellaAnna0o ,

Vielen Dank! 😄

Ja, ich erwarte gerade das dritte. Als Eltern kann man bestimmt viel falsch machen, aber noch falscher wäre es wohl, die Gefühle der Kinder nicht ernst zu  nehmen. Über so manch andere Antwort war ich erschüttert. Wer sich zumindest fragt, wie er seinem Kind helfen kann, der macht schon mal viel richtig!

Liebe Grüße und alles Gute!

Antwort
von kugel, 39

Naja....

Bei diesem Angstpotential bin ich eher der Meinung, dass Deine Tochter begriffen hat, dass Mutti (oder andere Familienmitglieder) sich ausgiebigst um sie kümmern, wenn sie mit ihrem Gebaren loslegt!

Da wird aus dem "Schaden" (die - vermeintliche - Angst) schnell ein sehr großer "Nutzen". Nämlich, dass man sie betüttelt.

Schau mal hier, das nennt sich "Krankheitsgewinn" https://de.wikipedia.org/wiki/Krankheitsgewinn

Ich würde an Deiner Stelle schleunigst die "Strategie" ändern. Beginn mit der Katze oder dem Staubsauger. Die Katze ist wuschelig und schnurrt, wenn sie Streicheleinheiten bekommt. Der Staubsauger macht nur deshalb so viel Lärm, weil er die "Puste" braucht, um den Dreck wegzusaugen.

Erklär ihr das, beachte sie aber nicht weiter! Je mehr Du auf ihren nachfolgenden Zinober eingehst, umso mehr wird sie vor allem "Angst" haben bzw. die Angst vorschieben, nur, damit Du Dich um sie kümmerst.

Ist aber auch ein normales Verhalten bei größeren Kindern. Du hast ja noch ein Kleines, das im Kinderwagen liegt. Sie fühlt sich zurückgesetzt weil Du - weil Du es auch mußt - mehr um das kleinere Geschwisterkind kümmerst. Eifersucht sagt man auch dazu.

Gönne Deiner Großen eine Zeit, die nur ihr gehört! Am besten abends vor dem zu Bett gehen! (diese Zeit ist bei meinen Kindern auch am meisten in Erinnerung geblieben). Lies mit ihr abends kuschelnd im Bett ein Buch, singe, erzähle und sag ihr auch, wie groß sie doch schon ist und wie schön es ist, wenn man - bzw. sie - schon selbst was machen kann ohne das Mutti immer gucken muß.

Alles Liebe!

Kugel

Kommentar von wurstbemmchen ,

Sehe ich auch so! Der Situation nicht so viel Aufmerksamkeit schenken.

Kommentar von o0bellaAnna0o ,

Du kannst nicht mit Gewissheit sagen, dass es nur Marotten sind. Hoffentlich hört die Mutter nicht auf deinen Rat, sondern verlässt sich ausschließlich auf professionelle Hilfe. Sonst kann ein Trauma deutlich verschlimmert werden, das Kind wäre dauerhaft geschädigt.

Kommentar von Goodnight ,

Ein Trauma gibt es laut Fragestellerin nicht.

Antwort
von Ifosil, 47

Wie lange hat sie diese Ängste schon? Ist sie frisch in den Kindergarten gekommen?
Es könnte auch sein, dass sie einfach von ihrem Charakter so ist. Sie ist möglicherweise ein sehr ängstliches Kind. 

Kommentar von nnn020422 ,

Ich kann sie nicht in den Kindergarten bringen, da mal was passiert ist, weswegen sie wirklich grosse verlustängste hat mich zu verlieren. Seid diesen Montag haben wir aber mit der Traumatherapie begonnen. Es hat sich auch schon etwas verbessert aber dennoch ist die angst manchmal extrem gross, dass sie mich verlieren könnte.

Naja eigentlich hat sie diese Ängste schon etwas länger.

Kommentar von Ifosil ,

Ich denke, es kommt daher. Sie ist wohl schon von Natur aus sehr ängstlich und nun das Trauma. Das dürfte der Grund sein. 

Kommentar von kugel ,

Was ist denn so schreckliches im Kindergarten passiert, dass sie nun so derartige Verlustängste hat und sogar schon zur Traumatherapie muß???

Kommentar von Wurzelstock ,

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Du diese Verlustangst mit dem Empfinden deines Kindes wahrnehmen kannst. Es will nämlich dich schützen. Seine Angst beruht darauf, dass es das eventuell nicht kann.

Kommentar von nnn020422 ,

ey bevor ihr da vermutungen auftischt, lässt ihr es erstmal. Ich weiss, was passiert ist und es hat NICHTS mit einem Kindergarten zu tun. Zudem wohne ich in der Schweiz, und in der Schweiz kommt man erst in die Spielgruppe und der Kindergarten ist bei uns ab 4 - 6 Jahren. also wird sie erst wenn überhaupt in einem jahr in den kindergarten kommen.

Und nein, ich weiss nicht wie du das genau meinst, aber ich werde das, was passiert ist nicht wirklihc öffentlich sagen wollen. Ich glaube es reicht auch, wenn ich einfach sage, das sie was erlebt hat. Aber nicht mehr.

Antwort
von Fever, 45

Solltest eventuell mal zum Psychologen

Antwort
von Wurzelstock, 41

Man kann das erklären - wenn auch nicht hier, und vor allem nicht ohne Analyse.

Allgemein möchte ich behaupten, dass eine Störung in der Mutter-Kind Beziehung vorliegt. Die Angst deiner Tochter ist Ausdruck von Unsicherheit bezüglich des Schutzes durch die Mutter. Als Ursache kenne ich die (einmalige) Zurückweisung des Kindes durch die Mutter. Das erzeugt bleibende Verlustangst. Es gibt aber höchstwahrscheinlich auch andere Ursachen.

Wenn Du dich über die wissenschaftlichen Grundlagen etwas genauer informieren willst dann Google mal: [Bindungstheorie]

Kommentar von Wurzelstock ,

P.S.: Meiner Meinung nach musst Du vor allem darauf achten, wenn deine Tochter dir Zuwendung und vor allem Unterstützung zukommen lassen will. 

Kommentar von nnn020422 ,

wow da unterstellt mir jemand gerade, dass ich meine tochter nicht so erzogen habe, weshalb sie nun verlustängste oder sonstige ängste hat? Bevor du einfach mal so was behauptest frag lieber mal einmal mehr nach. Finde das von dir eine absolute frechheit. Und wenn du jetzt kommentiert ,,ich habe nichts behauptet.'' dann lies deinen ersten komentar da sagst du nämlich ,,allgemein möchte ich behaupten.''

Ich gebe meiner Tochter sehr viel zuwendung wir leben in einer glücklichen familie und viele sagen, dass sie selten so ein strahlendes Mädchen sehen. Sie ist auch sehr wahrscheinlich laut arzt hochbegabt. Sie beschäftigt sich selber sehr viel, sie fragt mich viel ich beantworte ihr viel, ich verbringe zeit mit ihr wir verbringen zeit untereinander, also meine 3 Kinder und ich und wir verbringen auch mit meinen geschwistern Zeit.

man kann wirklich nicht davon reden, dass sie von mir irgendwie keine zuwendung oder irgendwas nicht bekommen hat, damit sie angst hat. Ich hatte einmal auch erst das gefühl und seid dem wir beim psychologen sind, sagt er mir das sogar auch, dass es nix mit mir zu tun hat.

Kommentar von Wurzelstock ,

Von der Bindungstheorie habe ich überhaupt erst vor einigen Tagen hier in GF erfahren.

Ich war verblüfft, dass sie das bestätigt, was ich selbst im Rahmen meiner Psychoanalyse nach Jahrzehnten entdeckt habe. Das, was ich behaupte, beruht auf meiner Erinnerung und Beobachtung. Für die Richtigkeit ist jeder Zweifel ausgeschlossen.

Was allerdings fraglich dabei bleibt: Sind diese Ursachen bei mir eine Ausnahme oder die Regel. Solange Du primär mit den Früchten deiner Tüchtigkeit beschäftigt bist, wirst Du das auch nicht herausfinden können, was mir egal ist. Nostra dedimus :-(

Kommentar von nnn020422 ,

Schön wenn du das vielleicht so erlebt hast oder erfahren hast, aber du weisst wirklich NIX aus meinem Leben. Du kannst nicht sagen ,,jo genau so hab ich mich auch gefühlt früher und genau deswegen diese ängste, also ist diese mutter zu ihrem kind genau gleich wie meine mutter zu mir. Punkt." NEIN so ist es nicht und ich rede aus erfahrung. Ich selber habe eine BESCHISSENE Kindheit und nicht nur eine kaputte mutter - kind beziehung sondern wirklich noch vieles mehr, ABER ALL DAS TUH ICH BEI MEINEN KINDERN NICHT weil ich genau weiss was ich nicht von meinee mitter mitnehmen sollte. zumal sie einige ängste seid baby hat und ich sie von anfang an geliebt habe und viel aufmerksamkeit geschenkt habe. 

Zudem weisst du garnicht was sonst ist wie unser leben sonst aussieht was wir alles tun oder nicht tun. 

Und nein du bist nicht die ausnahme aber nur weil meine tocher ähnliche oder gleiche ,,symptome" wie du hat, heisst es gar nicht, das sie auch das gleich hat. Gibt menschen die können das gleicje wie der andere erlebt haben aber die einen haben danach magersucht andere dafür depressionen wiederum anderen NIX. Also vergleiche niemals eine symptom von jemanden mit deinen um dann quasie sagen zu können ,,ey ja genau die hat das selbe wie ich alle gleiche symptome also hat sie auch das selbe erlebt wie ich." 

Kommentar von Wurzelstock ,

Der Vergleich ist das einzige Werkzeug unseres Verstandes. Das benutzen wir alle - Du genauso, wie ich.

Ich vergleiche das Verhalten des einen Kindes mit dem Verhalten eines anderen.

Du vergleichst das Verhalten der einen Mutter mit dem einer anderen.

Tue das ruhig, aber höre auf, mich zu belehren. Nicht ich habe hier eine Frage gestellt, sondern Du. Wenn dir meine Antwort nicht passt, dann ignoriere sie.

Jeder der Rat sucht, nimmt nur den an, der ihm in den Kram passt. Auch da bin ich keine Ausnahme. Aber ich habe dich nicht um Rat gefragt.

Was aber meinen Rat angeht, so sollte dir zu denken geben, dass er in einzigartigem Gegensatz zu steht zu allen anderen 'erfahrenen' Ratgebern.

Vielleicht liegt es ja nur daran, dass ich dein Großvater sein könnte. Vielleicht aber auch daran, was ich in alle der Zeit so getrieben habe...

Kommentar von Goodnight ,

Klingt eher so, als ob dein Kind  dein Thema aufzeigt.

Kommentar von nnn020422 ,

Zum glück bist du nicht mein grossvater. So jemanden würde ich nicht haben wollen 😂

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