Frage von markdeni, 33

Uneingeleiteter Nebensatz von Präteritum eingeleitet?

Guten Mittag, es gibt ja Verben, die keine indirekte Rede, aber uneingeleitete Nebensätze einleiten. Das sind z.B Verben des Hoffens, des Wahrnehmens und des Wünschens. Wenn sie im Präsens stehen, muss der uneingeleitete Nebensatz, den sie einleiten, im Indikativ stehen. Hier Beispiele für die drei Arten(hoffen, wahrnehmen, wünschen): hoffen: "Ich hoffe, du bist gesund." wünschen: "Ich wünsche, du bist nicht hier." wahrnehmen: "Es scheint ihm, es wird immer dunkler." Wenn sie jetzt aber in der Vergangenheit stehen, z.B im Präteritum, muss bei diesen Verben der uneingeleitete Nebensatz im Konjunktiv stehen, da der uneingeleitete Nebensatz hier eine Möglichkeit beschreibt. Beispiele wieder für alle drei: hoffen: "Ich hoffte, du seist/wärest gesund." wünschen: "Ich wünschte, du seist/wärest nicht hier." wahrnehmen: "Es schien ihm, es werde/würde immer dunkler." Hier sind Konjunktiv 1 sowohl Konjunktiv 2 richtig. Im uneingeleiteten Nebensatz kann im Präteritum von diesen Verben nicht der Indikativ gewählt werden. Ist das, was ich geschrieben habe, korrekt? Und noch eine Sache: Das, was ich oben geschrieben habe, ist nicht auf Wörter des Sagens, Denkens und Meinens anzuwenden, oder? Bei Ihnen steht sowohl das Präsens als auch die Vergangenheit im Konjunktiv.(Im Präsens steht der Konjunktiv 1, weil sie dort eine indirekte Rede eingeleiten, oder?) Präsens: "Er meint, er habe/hätte sie nicht gesehen." Vergangenheit(Präteritum): "Er meinte, er habe/hätte sie nicht gesehen. Ist es möglich, den Konjunktiv 2 anzuwenden? (Habe den Konjunktiv 2 als zweite Form danebengeschrieben)

Expertenantwort
von Volens, Community-Experte für Grammatik & deutsch, 20

Bist du wieder mit dem Thema unterwegs?
Ich habe dir sämtliche Fragen schon einmal beantwortet.
Deshalb sage ich dir nur, dass folgende Beispielsätze im Einklang mit bereits Diskutiertem hier wieder falsch sind und folgendermaßen aussehen müssten:

Ich wünsche, du seist nicht hier.
Es scheint ihm, es werde immer dunkler.

Stilistisch gefallen sie mir auch nicht sonderlich.

Kommentar von markdeni ,

Warum ist denn ich hoffe+Indikativ richtig, aber das andere nicht?

Kommentar von Volens ,

Ich hatte dir meiner Erinnerung nach schon einmal auseinandergesetzt, dass es einen sinngemäßen Unterschied zwischen "hoffen" und "wünschen" gibt.

Für mich ist hoffen ein Verb, dass einen Realitätsüberhang hat, im Gegensatz zu wünschen, wo die Möglichkeit überwiegt.

Das magst du nun so nachvollziehen oder auch nicht. Aber da kannst du hier gar kein abschließendes Urteil bekommen, denn wie sich Linguisten gerade über diese Sache streiten, kannst du gut nachvollziehen, wenn du via Google die Argumente eingibst:
hoffen wünschen mit konjunktiv becher

Dann ist es (bei mir) der zweite Eintrag auf der Liste.
Wenn nicht, such in der Liste nach:
Der Konjunktiv der indirekten Redewiedergabe - Marlis Becher

Ich schreibe den Link nicht hierhin. Er ist so lang, dass er das GF-Format vermutlich platzen ließe.

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