Frage von Bambiauge84,

Unbezahlter Urlaub = Freistellung???

Hallo,

ich hoffe hier Hilfe zu finden, da ich momentan wirklich verzweifelt bin.

Ich habe meinen Arbeitsplatz fristgerecht zum 31.08.2010 gekündigt, weil die Arbeitsverhältnisse einfach ernidrigend waren, ich wurde gemobbt und habe es einfach nicht mehr ausgehalten. Nun hat unser Deutschland-Chef mich freigestellt am Telefon, weil ich ihm sagte, dass ich nicht mehr dort arbeiten kann und dadurch auch psychische Probleme bekommen habe. Heute Morgen war nun ein Brief in der Post worin er meine Kündigung bestätigt, aber es von unbezahltem Urlaub die Rede ist.

Ist das rechtens?

Bitte um Hilfe was kann ich machen? Ich weiß, dass ich vom Arbeitsamt eine Sperre bekomme, aber es muss doch momentan bis zur Kündigung mein Gehalt weiter fortgezahlt werden, oder etwa nicht???

Danke!

Antwort von DerHans,

Es muss gar nichts. Wenn du deine Arbeit zur Verfügung stellst und sie dich dann wieder nach Hause schicken, müssen sie dir dein Grundgehalt bis zum Ende der Vertragszeit zahlen. Für die Arbeitagentur solltest du dir ein Attest ausstellen lassen, dass du wegen mobbing die Kündigung eingereicht hast. Hättest du aber besser VORHER gemacht, bevor du kündigst.

Antwort von toedti2000,

Es gibt natürlich einen deutlichen Unterschied zwischen unbezahltem Urlaub und einer Freistellung. Der unbezahlte Urlaub muss natürlich eingereicht werden und dient normalerweise dazu, außerhalb des normalen Urlaubsanspruches (der der Erholung dient) auch die Möglichkeit hat, andere Dinge zu tun. Auf jeden Fall ist dieser immer ohne Bezahlung. Die Freistellung erfolgt auf Kosten des Arbeitgebers, ist also bezahlt. Von daher solltest du dich auf jeden Fall gegen den unbezahlten Urlaub verwehren.

Antwort von britte,

Hallo bambiauge 84 , was Du dort beschreibst mit dem Mobbing, habe ich 4 Jahre ausgehalten. Da ich Single bin, hatte ich Angst um meine Existenz und habe leider nicht von selber gekündigt. Ich habe in all der Zeit fleissig Bewerbungen geschrieben und leider immer Absagen erhalten. So sah ich mich gezwungen, diese menschenunwürdigen Zustände auszuhalten. Bei Eintritt in diesen Job habe ich damals sehr schnell mitbekommen, das eine andere Kollegin massiv gemobbt wurde. Die Frau tat mir sehr leid. Also dachte ich, wer weiss, wie es Dir selber einmal ergeht!! So bin ich ohne Zögern Verdi- Mitglied geworden. Das kam mir sehr zugute! Denn zum 01.06. 2010 erhielt ich ( Gott sei Dank ) die Kündigung von dieser "tollen" Chefin und wurde zwei Tage später auch mündlich freigestellt.Sie gab mir jedoch vorher mein Geld für die restliche Zeit. Zuerst hatte sie jedoch die Kündigung auf 4 Wochen ausgesprochen. Verdi trat mit ihr in Kontakt und sie musste um einen weiteren Monat verlängern. Mein Geld habe ich erhalten, weil sie wohl nicht wagte, mir etwas vorzuenthalten. Meiner Bitte um ein qualifiziertes Zeugnis kam sie zuerst jedoch nicht nach. Alle gemobbten Kollegen vor mir erhielten kein Zeugnis. Alle sind nicht in der Gerwerkschaft gewesen und die Arbeitgeber machen dann wirklich, was sie wollen. Verdi hat mein qualifiziertes Zeugnis mit 3 Briefwechsel und Belehrungen über die Rechtslage erhalten und an mich weiter geleitet.ich weiss, das die Chefin vor Wut geschäumt hat. Für mich eine tolle Genugtuung für all das Leid, was ich ertragen musste!! Wenn Du zu Verdi gehst, helfen sie Dir sofort und Du zahlst nur 1% vom Brutto( später ALG). Leider wirst Du wirklich eine Sperre erhalten. Such Dir dringend für den Übergang einen 400 Euro Job.Ich hoffe, das Du noch Rücklagen auf der " hohen Kante" hast. So kommst Du besser über die Sperrzeit! Das Arbeitsamt sieht leider nur, das Du selber gekündigt hast, ohne einen neuen Job zu haben. Der Hintergrund interessiert die leider nicht! >Ich rate Dir dringend, zu Verdi zu gehen. Hier erhälst Du nur unzureichenden Rat in solchen Fällen. Ich wünsche Dir ganz viel Glück bei der Arbeitssuche und in dieser Situation. Alles Gute britte

Kommentar von DerHans,

Mit "wichtigem Grund" kann man selbstohne Folgen. verständlich auch selbst kündigen, Natürlich muss ein "mobbing"mit psychischen Folgen wenigstens von einem Arzt dokumentiert werden. Behaupten kann man viel.

Antwort von Bambiauge84,

Danke für die Antworten, das Problem ist eben, dass ich bereits Schlüssel und alles abgegeben habe. Aufgrund des Mobbings (durch meine Vorgesetzten in der Niederlassung) wurde ich ja freigestellt. Resturlaub habe ich noch, aber nur 10 Tage und ich wurde bereits am 19.07. freigestellt. Ich kann aber beim Arbeitsamt keine Unterstützung beantragen, ich lebe alleine, habe also keinen, der mich unterstützt. Ich habe einige Bewerbungen laufen, aber ja dann erst zum 01.09., das heißt ich würde Gehalt erst wieder Ende September bekommen, Bis dahin schaffe ich das aber nicht. Ich hoffe ihr versteht meine Situation.

Antwort von bibi8888,

unbezahlter Urlaub kann nicht einfach so "verhängt" werden, wenn du gar nicht willst. Vielleicht hat dein Chef deine gesundheitlichen Probleme als so akut angesehen und wollte dir eine Möglichkeit aufzeigen, bis August nicht mehr arbeiten zu müssen. Rede nochmal mit ihm.

Kommentar von britte,

Na, ich glaube nicht, das dieser Chef aus solch humanitären Gedanken heraus die Freistellung ausgesprochen hat. Mobbing ging voran!!Das sagt schon alles....

Kommentar von bibi8888,

ich glaube zu oft an das Gute in den Menschen...du hast wahrscheinlich recht.

Antwort von MaxMustaMann,

Das Problem an der Geschichte ist, dass der Chef natürlich denken wird "Mitarbeiter hat gekündigt - hat keinen Grund mehr sich voll für die Firma einzusetzen". Er betrachtet dich denk leider nicht mehr als VOLLE Arbeitskraft. Ich denke schon, dass eine Freistellung rechtens ist - jedoch nur wenn du zustimmst. Desweiteren ist die Frage - hast du noch offene Urlaubstage? Wenn ja sag deinem Chef dass du erst nehmen willst - die müssen dann nämlich auch bezahlt werden.

Antwort von francis1505,

Ich behaupte jetzt einfach mal, dass du nicht einfach so in unbezahlten Urlaub geschickt werden kannst. Andersrum ja, aber durch den Chef? Eher ungewöhnlich.

Lass dich doch ein paar Wochen krank schreiben und in den letzten zwei erledigst du noch das, was du vor deinem Aufhören machen musst.

Antwort von user1439,

Du schuldest Deine Arbeitsleistung und dafür schuldet der Betrieb Dir den Lohn. Alles klar ?

Antwort von nattyman,

Das hängt davon ab: Wenn du nicht arbeiten gehst, dann muss dir dein Chef auch kein Gehalt zahlen. Ausnahme: Du bist durch ein ärztliches Attest entschuldigt. Wenn du noch Urlaubsanspruch oder Überstunden hast, dann müssen diese finanziel abgeglichen werden. Wenn das nicht der Fall ist und du einfach nicht arbeiten gehst, dann spar dir das Geld für den Anwalt, der wird dir da nicht helfen können.

Antwort von chicaBlue,

Geh am Montag zum Anwalt für Arbeitsrecht, oder wenn du in der Gewerkschaft bist, hole dir dort Hilfe. Meinem Gefühl nach, muß das Gehalt weiterbezahlt werden.

Antwort von sarrex,

wenn du noch resturlaub und überstunden hast muss er mal zahlen,bis das aufgebraucht ist,und wenn dann immer noch zeit über ist und du nix mehr hast muss er wohl nicht zahlen...keine leistung von dir=keine leistung deiner firma....dann geh zum arzt und lass dich bis zur kündigung krankschreiben,wegen seelischer depression oder so ähnlich,schilder dem arzt dein problem...gibt für alles ne lösung

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