Eine Nachbarin empfängt Hartz IV, geht aber nebenbei Kellnern, hat stundenweise einen Verkäuferinnen-Job und macht noch Heimarbeit. Einerseits bewundere ich ihren Fleiß, aber seit ich weiß, dass sie für sich und ihre Tochter staatliches Geld aus Hartz IV bekommt, und zwar nicht schlecht (hat sich gerade ein neues Auto leisten können), frage ich mich und euch: wegsehen oder "petzen"? Ich gönne ihr einen Erlös für ihren Fleiß, aber auf Kosten der Gemeinschaft Geld bekommen ... ich weiß nicht ... Um Miete muss sie sich gar nicht kümmern. Ich bin mir nicht mal sicher, ob es purer Neid ist bei mir. Ich muss für mei

wenn du sie meldest, hat das nix mit petzen zu tun.
diese frau kassiert den staat (also auch uns) unberechtigterweise ab, macht nebenher schön schwarzarbeit und lacht sich kaputt, während der ehrliche der dumme ist!
melde sie!
Ich kann dich da gut verstehen. Es sind gerade die "Sozialschmarotzer", denen wir es verdanken, dass die Kassen leer und die Leistungen gekürzt sind. Die Allgemeinheit hat jetzt das Nachsehen. Sicher kommt man mit Hartz 4 heute nicht mehr weit und ist vielleicht geneigt, zu betrügen.
Was soll man dir da raten? Mir persönlich widerstrebt es mindestens ebenso sehr, jemanden zu denunzieren wie es mich anwidert, wenn Leute auf Kosten anderer betrügen. Kannst du ihr nicht erst einmal ins gewissen reden? du scheinst sie ja gut zu kennen.
Wieselchen1 am 22. Januar 2008 15:46 DH, so sehe ich das auch.
Erst mal versuchen, mit ihr zu reden. Wenn sie nicht einsichtig ist oder nicht zumindest gute Gründe hat - könnte ich es auch nicht so schlucken. Mit der guten Bekanntschaft wäre es dann zumindest vorbei.
Vielleicht hilft ja das Gemeinschaftsmittel "Ausgrenzung" was...
Tippse am 22. Januar 2008 15:56 DH! genau durch solche leute hat es überhaupt erst zu hartz IV kommen müssen...
Es gibt doch nicht durch solche Leute Harz IV,das hat andere Gründe...das problem ist,das durch solche eute die Harz IV Empfänger ins schlechte Licht gerückt werden.Und zwar die es wirklich bitter nötig haben. Ich glaube nicht das reden viel bringen wird...
Ja klar, diese Situation bestärkt das Urteil, das dann für alle gilt.
die kassen sind nicht leer. nur die die die kassen verwalten haben keine ahnung wie man das macht

Der größte Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant. ^^
Wieselchen1 am 22. Januar 2008 15:44 "Wer ewig schluckt, der stirbt von innen"
(Herbert Grönemeyer, "Jetzt oder nie")
Kabark am 22. Januar 2008 16:05 Was hat das damit zu tun? ^^
Wieselchen1 am 22. Januar 2008 16:13 Ganz einfach, wenn wir immer nur wegsehen und uns ärgern, dann werden sich solche Menschen nie ändern. Wir können doch nicht grundsätzlich allen, die der Gemeinschaft schaden, dabei tatenlos zusehen und uns dann wundern, dass unser Sozialstaat immer unsozialer wird. Diese ganzen Auflagen und Hartz IV sind doch nur dadurch zustande gekommen, dass es immer noch Menschen gibt, die nicht oder nur schwarz arbeiten wollen und von der Gemeinschaft leben, aber selbst nichts dafür tun wollen. Diese Leute haben die Punkte für Hartz IV geliefert. Und die oben beschriebene Person wird die Punkte für Hartz V und VI liefern... Auf Kosten der Gemeinschaft, zum Schaden derer, die jahrzehntelang Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben und nun unter rigiden Auflagen nur einen Bruchteil von dem zurückbekommen, was sie zwangsweise von ihrem Salär zum Zwecke der Absicherung bei Arbeitslosigkeit abgeben mussten.
Ich kann tigeroli voll verstehen. Mir täts auch in den Fingern jucken. Und nachdem ich mit der Person gesprochen habe und das Gespräch fruchtlos verlaufen ist, würd ich mich auch kratzen.
@Tanzwiesel, so ist es. Wegschauen ist genauso schlecht wie petzen, ohne Gespraech, das die wahren Verhaeltnisse offenlegt fuer beide Seiten, und, wenn es ein Verstoss, kann man auf Konsequenzen hinweisen.
Kabark am 22. Januar 2008 17:04 Ah. Okay. Ich nehme sowas höchstens zur Kenntnis, aber ich ärgere mich nicht darüber, sondern akzeptiere, dass es immer einen Mißbrauch gegeben hat und auch immer geben wird.
bartymann am 23. Januar 2008 06:22 Hallo - alle, die hier von Verrat und von Petzen reden, sind nach meiner Meinung auf dem Holzwege. Hier geht es um eine Solidargemeinschaft, die von allen getragen wird. Es ist unser gemeinsames Haus und es ist ja wohl kein Fehler, wenn man die Stelle an der es reinregnet, mit den geeigneten Mitteln stopft. Das ist ja unser Problem, dass schon unsere Jugend nicht gelernt hat, was unsere Gemeinschaft zusammenhält und von wem auch sie "die Jugend" getragen wird. - -Spielregeln sind nun eben mal Spielregeln und wer am Spieltisch bescheißt, wird gemaßregelt. So einfach ist das! Manfred

Ich bin für verpetzen, wegen solchen Luten sind die Kassen leer und für die die es Wirklich benötigen bleibt nix mehr über.
Ich kann verstehen, dass du darüber "sauer" bist. Du gehst "offizell" arbeiten und kannst daher natürlich nicht auch noch Hartz IV erhalten. Schließlich kommen die Bezüge der Dame ja von der arbeitenden Bevölkerung. Wenn Du Sie gut kennst rede mit Ihr! Vielleicht hilft Dir das bei Deiner Entscheidung wie Du weiter vorgehen solltest! Ich finde Ihr Verhalten (aus meiner jetzigen Sicht) auf keinen Fall in Ordnung!!!!! Rede mit ihr! Petzen kannst Du immer noch!

Wenn Dir jemand auf der Straße das Geld aus der Tasche klaut, würdest Du dann keine Anzeige machen? Indirekt vergreift sie sich an Deinem Geld und dem aller Steuerzahler.

nach den Tönen die hier gestern jemand gespuckt hat: petzen
Wieselchen1 am 22. Januar 2008 15:45 vampire, gib mich ma link büdde....
vampire am 22. Januar 2008 16:19 Ist eine Gewissensfrage. Wenn Du auch schon mal tief in der Sch... gessen hast, wärst Du wahrscheinlich froh in Ruhe gelassen zu werden. Aber ein neues Auto, dass geht mir auch nicht runter!
Ich glaube, der Alte Fritz sagte: "Ich liebe den Verrat und hasse den Verräter !"
Es gibt aber Leute, die von ihrer Arbeit nicht leben können. Die brauchen Harz.
Gute Frage, ich bin da auch etwas hin- und hergerissen. Neige aber eher zu nicht denunzieren. Das erinnert mich so an DDR-Zeiten. Mit der Frau reden ist keine schlechte Idee, aber egeal wie sie reagiert, ich würde mein Wissen nicht weitergeben. Eine gute Nachbarschaft wär mir wertvoller, als dem Staat mit ein paar Euro, die er eh nicht spürt bei dem Milliardenloch, auszuhelfen. Ich bezweifle auch, dass der Steuerzahler etwas davon hätte, wenn mehr Leute ihre Nachbarn anschwärzen. Eher würden weitere soziale Leistungen gekürzt, als weniger Steuern erhoben.
Dieses Verhalten ist schlicht illegal. Man nennt das Betrug. Es ist zudem ein Schlag ins Gesicht aller, die ehrlich sind und mit ihren Steuern die finanzieren, die Hilfe beziehen. Ich bin sehr gerne bereit, für diejenigen aufzukommen, die sich selbst nicht helfen können, das ist der Sinn des Solidarprinzips. Wir haben es hier aber mit jemand zu tun, der dieses Solidarprinzip mißbraucht. Die Haltung ist eigennützig, ich leiste mir "das" auf Kosten aller. Die investieren nämlich einen ganzen Teil ihres FLEISSES in die Allgemeinheit.
Was hat das mit Denunziation zu tun, eine bewußt begangene Ungesetzlichkeit anzuzeigen?
Ich sage allen ein dickes Dankeschön. Der Tenor ist der Antworten ist: ich muss etwas tun. Wegsehen ist keine Lösung. Das werde ich nun auch machen. Und ich werde ihr überlassen, ob sie etwas unternimmt, oder ob ich das mache. Auch auf die Gefahr, dass sie mit mir dann nicht mehr spricht. - Ist mir eigentlich auch egal. Mehr als ein Kopfnicken war's bisher auch nicht.