Frage von M4RCJO, 55

Umzugsfinanzierung über JobCenter - JobCenter will die konkrete Benennung der Umzugshelfer - Datenschutz?

Hallo Leutz,

ich habe bei meinem JobCenter die kostenübernahme für meinen "Zwangsumzug" beantragt und auch soweit genehmigt bekommen ... jetzt wollen die aber die konkrete Nennung der Umzugshelfer und wollen zudem wissen, wie Lange denn der Umzug geht ... ???

Meine Frage ist daher, ob die überhaupt Anrecht auf diese Informationen haben (sprich Name & Adresse der jeweiligen Personen) oder ob es reicht das wenn ich hier nur schreibe, das ein Herr XYZ usw. für geplante 10 Stunden @ 5 EUR Stundenlohn an dem Tage für mich Arbeitet bzw. mich dabei unterstützt - ggf. mit dem hinweiß auf das Datenschutzgesetz und das es dem JobCenter zum einen EGAL sein kann wer denn Hilft (da die eh nicht mehr als 50 EUR pro Helfer zahlen werden) und zum anderen ich vorher eh nicht genau sagen kann wie lange denn der Umzug nun dauert ...

... währe hier über Tipps und Erfahrungsberichte sehr Dankbar ...

LG M4RCJO

Antwort
von beangato, 22

Das hab ich noch nie gehört.

Als mein Kind umzog, bekam es einen Transporter einer Umzugsfirma mit Fahrer bezahlt. Kein Mensch wollte wissen, wer auf- und ablädt.

Frag mal bei einer ALG-II-Beratungsstelle nach.

Oder lass Dir vom JC den Paragraphen nennen, auf den es sich bezieht. Da gibts bestimmt keinen.

Kommentar von ErsterSchnee ,

Üblicherweise bezahlt man doch auch seine privaten Umzugshelfer nicht, da sie eh aus dem Freundeskreis stammen. Von daher kann ich gut verstehen, wenn das Jobcenter das überprüfen möchte.

Kommentar von Nashota ,

Wenn das Jobcenter bei privaten Umzugshelfern das Umzugsauto finanziert, ist deren Pflicht zur Übernahme der Umzugskosten getan. Die sind sogar froh, wenn es privat gemacht wird und nicht über teure Firma.

Wer da mithilft, ist denen doch egal. Ich hab auch noch nicht gehört oder erlebt, dass da die Umzugshelfer benannt werden sollten.

Kommentar von M4RCJO ,

Rechtlich gesehen ist das JobCenter dazu verpflichtet in erster Linie die Obdachlosigkeit seiner Leistungsempfänger zu verhindern - vor allem dann, wenn diese Möglichkeit dank des JobCenters erst entstanden ist. 

Es hat somit alles nötige zu unternehmen um genau dass zu verhindern, wozu dann auch die übernahme ALLER damit verbundenen Kosten zählt !!!

Sicherlich sieht es das JobCenter lieber, wenn man den Umzug wenn möglich "Privat" durchführt und sich hierzu keine Umzugsfirma "Anmietet" ... allerdings gibt es auch hierfür Ausnahmen und Richtlinien, welche Kosten zu übernehmen sind ... 

... dazu zählen u.a. ...

- die Kosten für die Anmietung eines Umzugsfahrzeugs zuzüglich Benzinkosten 

- ggf. die Kosten für die Anmietung des Fahrzeugführers / Fahrers 

- die Kosten für Umzugskartons und sonstiges Verpackungsmaterial

- die Kosten für vier private Umzugshelfer (ca. 50 € pro Person)

- die Kosten für die Renovierung der neuen (und alten) Wohnung 

- sowie weitere Kosten für bislang nicht eingeplantes - kurz ein gewisser finanzieller Puffer

Betreffend der Umzugskartons, so kann man sich merken, das man ca. aller zwei quadratmeter Wohnfläche einen Umzugskarton einplanen kann - wobei ein Karton dann auch mit meist so 4,00 EUR Kosten zu bewerten ist ( Klebeband gehört da ja auch mit dazu )

Insgesammt kommt man somit auch mal ganz schnell auf Kosten an die 1.000 EUR oder mehr ... wohlgemerkt steht es mir auch offen hierfür eine Firma zu Beauftragen, die im Übrigen gegenüber einem Privatumzug eine Haftpflichtversicherung haben muss ... denn sollte bei einem Privaten Umzug etwas zu Bruch gehen hat man dann oft keinerlei Schadenserstatzansprüche die man geltend machen könnte ;)

Antwort
von Nashota, 36

Ich kenne es bei privaten Umzügen nur so, dass die Kosten vom gemieteten Umzugsauto übernommen werden. Wer da mithilft oder wieviele Umzugshelfer vor Ort sind, war nicht interessant.

Vielleicht will dein zuständiges Amt sehen, ob deine Helfer auch im bei ihnen geführten Leistungsbezug stehen?

Frage nach, für was diese Angaben notwendig sein sollen.

Kommentar von M4RCJO ,

Werde es wohl erstmal so machen wie immer ... so viel Infos wie nötig und so wenig wie möglich ;)

... also gibts erstmal die Info dass es ein Herr XYZ ist usw ... wenn die dann immer noch mehr wissen wollen, können die mir dann ja erstmal deren Informationswut ausreichend und verständlich begründen ... 

fakt ist jedoch - und das sollte auch das JobCenter wissen - das wenn mir einer der Helfer es verbieten sollte, seine Adresse preiszugeben (warum auch immer) sind selbst mir die Hände gebunden, da diese Daten nun einmal dem Datenschutz unterliegen und ich mich sicherlich nicht wegen deren automatischen Generalverdacht jeder wäre ein "Krimineller" und müsse genauestens beobachtet werden mit denen herum streiten werde oder schlimmeres ;)

Kommentar von Nashota ,

Ich kenne es wie gesagt nicht so.

Da aber jedes Amt seine eigenen Gesetze macht, frage nach bzw. lasse es dir schwarz auf weiß zeigen, wo es in deren Vorgaben steht, dass du Namen und Adressen benennen sollst oder musst.

Antwort
von Schnoofy, 32

Da Dein Umzug offensichtlich aus Steuermitteln finanziert wird habe auch ich als Steuerzahler ein Recht darauf, dass die Mittel nicht verschwendet werden.

Da ich das nicht selbst überprüfen kann nimmt stellvertretend das Jobcenter die gesetzlich verankerte Pflicht zum sparsamen Umgang mit Haushaltsmitteln wahr.

Demzufolge hat es zu prüfen, ob Du für Deinen Umzug z.B. Verwandte beschäftigst, denen Du keinen Lohn zahlst sondern als "Dankeschön" lediglich einen Kasten Bier spendierst.

Kommentar von M4RCJO ,

Sorry, aber es gibt etliches anderes was aus Steuermitteln finanziert wird, wo DIR wohl eher die Hutschnur platzen sollte (zum Bsp. die Gehälter und "Diätenerhöhungen" diverser Krimineller und Betrügerischer sogenannter Politiker und dergleichen) als wegen einem - wohl gemerkt von meiner Seite aus völlig SINNOSEN und ungewollten - Wohnzngswechsel innerhalb einer Stadt ...

Ich kann schon gut nachvollziehen, das es dir darum geht das keine "Sozialschmarotzer wie ich und meine Familie" (WINK) dein schwer erarbeitetes Geld verschwenden ... im Übrigen bin auch ich als nachwievor schwer vermittelbarer alleinerziehender Vater eines Grundschulkindes beim JobCenter als ARBEITSSUCHEND gemeldet und versuche weiterhin endlich von diesem sch... Amt los zu kommen ... leider aber ist es in diesem Lande mittlerweile so, das der Mensch benutzt wird und die Gegenstände geliebt ... somit bin ich nur eine NUMMER von VIELEN die nur dann genutzt wird, wenn deren Wert gewinnbringend ist ... gibt ja schließlich genügend alleinstehende junge, kräftige und arbeitswillige Menschen in diesem Lande ...

... nun aber genug von diesem eh sinnentlehrten Streitthema ;)

Vielleicht kommst DU ja auch mal in den genuss ganz unten an der Wirtschaftsschlange zu hängen und mit den letzten tropfen des Wirtschaftswunders leben zu müssen - auch besser als Hartz IV bekannt ;)

... in diesem Sinne wünsche ich Dir noch einen schönen Tag :D

Kommentar von Nashota ,

Das Jobcenter will immer mindestens 3 Kostenvoranschläge haben. Und das billigste wird bezahlt. Wer da einen privaten Umzug anmeldet, sind die heilfroh, denn das spart die Kosten.

Aber auch da wird es eine Obergrenze geben. Wer jetzt 10 Freunde hat, die mithelfen, wären das bei den angegebenen 50 Euro alleine schon 500 Euro. Da kann man auch gleich mit Umzugsunternehmen fahren, wenn noch das Umzugsauto bezahlt werden muss.

Meinen Familienmitglied wurde das Umzugsauto bezahlt und für jeden Umzugshelfer das Spritgeld, um zum Umzugsort zu kommen. Da hat das Amt kein Name oder Adresse interessiert. Nur die Tankquittungen und der Vertrag vom Leihtransporter.

Antwort
von ErsterSchnee, 32

Ja, wenn sie zahlen sollen, haben sie auch Anrecht auf die Daten. (Das ist sogar durch das Datenschutzgesetz so vorgesehen.)

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