Frage von Caudatus, 31

Umzugsdepression oder alles halb so schlimm?

Hey, ich weiß gar nicht wirklich wie ich anfangen soll.. also ich hatte in meiner vergangenheit gewisse schicksalsschläge, es ist kein schlimmer unfall passiert oder so, es war eher mobbing und vertrauensbruch, dinge die (leider) vielen passieren.. auf jeden fall ging es mir die letzten jahre teilweise nicht wirklich gut, ich weiß nicht ob es anflüge von depression waren, oder ob es allgemeine trauer war, die jeder mal verspürt. ich habe mich sehr abgekapselt und viele stunden im bett verbracht. ich habe mich damit auch nur meinem freund anvertraut, bei allen anderen, bei denen ich es versucht habe, habe ich kein verständnis gefunden. in den letzten monaten bin ich da auch wieder ziemlich gut heraus gekommen. ich hatte nicht mehr diese endlosen phasen der erschöpfung und hatte auch nicht mehr diesen mix aus wut und trauer in mir, wenn mal etwas eigentlich unwesentliches passiert ist. jetzt steht allerdings ein umzug bevor und mein erster umzug war für mich ein einschneidender punkt, der mich negativ geprägt hat, denn damit hatte erst all das angefangen. der umzug ist freiwillig und eigetlich freue ich mich ja auch, ich bleibe sogar in der gleichen stadt (wobei mir nichts an dieser stadt liegt). aber ich merke wie dieses gefühl, diese müdigkeit und dieser frust schon wieder schleichend kommen und ich nicht mehr schlafen kann obwohl ich so müde bin. nach meinem 1. umzug habe ich zudem immer träume davon, wie ich durch meine alte wohnung wandle (und ich sehe die räume und weiß im traum, dass ich dahin nie wieder zurück kann und das macht mich echt fertig) und jetzt setzen schon die träume ein, wie ich durch meine (bald ehemalige) wohnung wandle, bevor ich überhaupt richtig ausgezogen bin. eventuell sollte ich ja mal mit einem arzt oä darüber reden, aber zum einen wüsste ich gar nicht wie und wo, ich meine, ich weiß ja nicht mal ob es wirklich was ernstes ist, oder nur einbildung und zum anderen will ich später mal verbeamtet werden und wenn dann der amtsarzt in meiner krankenakte depression sieht, dann klappt das doch nie..

ich weiß nicht was ich machen soll.. vielleicht geht es ja wieder weg, vielleicht aber auch nicht.. vielleicht geht es hier ja irgendwem genauso, und vielleicht hat er/sie sich ja von diesem gefühlen wieder losreißen können.. ich bin dankbar für jeden rat und über jede erfahrung.

Antwort
von rockylady, 19

Ich möchte mir kein Urteil darüber erlauben, was mit dir los ist. Aber zu deiner Frage, an wen du dich wenden kannst: Hausarzt. Das ist immer der 1. Schritt. Ob du dann an einen Neurologen und dann letztlich einen Psychologen/Therapeut weitergeleitet wirst, steht auf einem anderen Blatt.

Es kann nämlich auch eine Krise sein. Ich hatte das mal beruflich und mir haben die Gespräche mit dem Hausarzt schon geholfen. Manchmal braucht man eben einfach nur ein offenes Ohr und Feedback von jemanden, den man eben nicht gut kennt und das ganze unparteiisch reflektiert.

Antwort
von Corvuz, 10

Es lässt sich durchaus einfach beantworten: Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und unser Gehirn klammert sich an dem Fest was wir alltäglich erfahren plötzliche komplette Änderungen können zu Ermahnungen seitens des Gehirns führen aber das geht wieder weg.

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