Frage von Lolania, 458

Umzug schon im September 2015... Ummelden erst jetzt - muss ich Vermieterbestätigung vorlegen?

Hallo liebe Community,

ich hoffe, jemand weiß genaueres zu meiner Frage und kann mir helfen...

Ich bin im September 2015 umgezogen und habe mich noch nicht umgemeldet... (hatte und habe sehr große private Probleme seit dem Umzug und habe das Ummelden irgendwie vergessen/verdrängt). Das Ummelden will ich diese Woche aber endlich machen (ich weiß, viiiiel zu spät) - muss ich dazu auch die Vermieterbestätigung vorlegen? Wie ich gelesen habe, gibt es seit November 2015 ein neues Meldegesetz, wonach der Vermieter eine Einzugsbestätigung ausfüllen muss und diese Bestätigung muss man dann beim Ummelden vorlegen. Da ich aber schon im September eingezogen bin, hat mir mein Vermieter eine solche auch nicht ausgehändigt. Was mache ich jetzt :(? Wird eine solche Vermieterbestätigung jetzt prinzipiell immer verlangt bei der Ummeldung, egal ob man noch vor dem 1.11 umgezogen ist?

Falls ich Strafe zahlen muss, würde mir das der Sachbearbeiter dann gleich sagen bei der Ummeldung und würde er sagen, wieviel ich zahlen muss? Oder bekomme ich dann im Nachgang eine Rechnung zugeschickt, ohne dass mich der Sachbearbeiter vorgewarnt hat?

Vielen, vielen Dank für hilfreiche Antworten!!!!

Liebe Grüße, Lolania

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GengarStyle0815, 370

Gemäß § 17 Absatz 1 des Bundesmeldegesetzes (BMG) hast du eine Frist von 2 Wochen die an/- umzumelden.

Für die notwendige Wohnungsgeberbescheinigung nach § 19 Absatz 1 BMG spielt es keine Rolle wann du eingezogen bist. Die Bescheinigung ist IMMER notwendig.

Also eben auch für deinen Einzug im September letzten Jahres.

So eine verspätete An/- Ummeldung kann unter Umständen teuer werden. 1.000 EUR können in den schwersten Fällen gemäß § 54 Absatz 2 Nr. 1 BMG fällig werden.

Aber nicht jede Gemeinde stellt dafür Bußgelder aus. Wenn dies deine Gemeinde aber tut, wird sie die Höhe des Bußgeldes nach der Dauer der Fristüberschreitung staffeln.

So sind bei einer 8 Monate zu späten An/- Ummeldung Starfgelder zwischen 25 und 75 EUR durchaus denkbar.

Für ein Verwarngeld bis 35 EUR muss keine Anhörung durchgeführt werden. Dennoch wird dich der Sachbearbeiter darauf hinweisen.

Kommentar von Lolania ,

Danke für diese hilfreiche und ausführliche Antwort! So war es heute auch - ich muss die Wohnungsgeberbescheinigung jetzt nachreichen. Der Sachbearbeiter hat meine Begründung notiert und mich auf ein mögliches Verwarngeld hingewiesen und aufgeklärt. Meine Begründung hat er zwar akzeptiert, aber das muss noch auf höherer Ebene akzeptiert werden. Er klang relativ optimistisch, aber ich muss jetzt erstmal abwarten und hoffe einfach mal das Beste.... Danke nochmal!

Kommentar von GengarStyle0815 ,

Kein Problem. Immer wieder gerne. ;D

Und danke für die Auszeichnung als hilfreichste Antwort.

Antwort
von ChristianLE, 343

Da ich aber schon im September eingezogen bin, hat mir mein Vermieter eine solche auch nicht ausgehändigt.

Die benötigst Du aber trotzdem. Es geht hier in erster Linie nicht darum, wann Du eingezogen bist, sondern wann Du dich ummeldest.

Da dies nach dem 01.11.15 erfolgt, benötigst Du diese Bescheinigung.

Falls ich Strafe zahlen muss, würde mir das der Sachbearbeiter dann gleich sagen bei der Ummeldung und würde er sagen, wieviel ich zahlen muss?

In der Regel erfährst Du das vor Ort. Es kann auch sein, dass der Sachbearbeiter ein Auge zudrückt.

Antwort
von albatros, 298

Du musst dich an- nicht ummelden. Das Meldegesetz sieht eine Frist von 14 Tagen ab Bezug der Wohnung vor, ansonsten könntest du mit Ordnungsgeld in nicht geringer Höhe belegt werden. Da du dich nunmehr erst nach Inkrafttreten des neuen Meldegesetzes (bzw. seiner Novellierung) anmelden wirst, musst du auch die vom Vermieter ausgefüllte Wohnungsgeberbescheinigung vorlegen.

Kommentar von GengarStyle0815 ,

Kommt drauf an... Wenn er innerhalb seines jetziges Wohnortes umzieht, spricht man in der Praxis von einer Ummeldung, und nicht von einer Anmeldung.

Antwort
von InternetJunge, 310

Bei uns war es so dass man diese dann nicht brauchte, da man vorher umgezogen ist. Glaube aber dass macht jede Kommune unterschiedlich. Mit diesem Bußgeld für zu spätes ummelden ist das auch so ne sache. Ich kenne welche die haben sich nach 2 Jahren ungemeldet, da hieß "das nächste mal aber ein wenig schneller". Ich schätze da kommt es auf die Laune der Angestellten an.

Kommentar von Lolania ,

Danke für die Antwort! Das macht mir Hoffnung! Wann seit Ihr umgezogen und wann genau habt Ihr euch umgemeldet? Also Umzug vor November 2016 (wann genau?) und Ummeldung wann? Danke schonmal!!!

Kommentar von InternetJunge ,

Wir sind gar nich umgezogen. sondern mache ich eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten und habe da auch das Bürgerbüro kennengelernt. Und so war das da fast immer

Kommentar von Lolania ,

Ach so! Danke für die hilfreiche Antwort! Dann versuche ich morgen mal mein Glück im Bürgerbüro :)

Kommentar von GengarStyle0815 ,

Mach nicht den Fehler und verlass dich auf diese Antwort. In unserer Gemeinde müsstest du diese Bescheinigung zwingend vorlegen und müsstest ein Verwarngeld von 25 EUR zahlen.

Wie sie schon sagt, dass macht jede Gemeinde anders. Wobei die Vorlage der Bescheinigung in jedem Fall pflicht ist und das Verwarngeld optional.

Kommentar von Lolania ,

Ja, so war es heute auch! Ich muss die Vermieterbescheinigung jetzt noch nachreichen... Der Sachbearbeiter hat meine Erklärung akzeptiert, aber das muss erst noch auf höherer Ebene abgenickt werden... Der Sachbearbeiter heute klang aber recht positiv und ich hoffe jetzt mal, dass ich kein Verwarngeld zahlen muss... Danke für die Antworten!

Antwort
von SiViHa72, 278

Du meldest Dich jetzt um, also gelten auch jetzige Regeln.

Antwort
von Arina555, 280

denke mal es reicht auch wenn du denen den mietvertrag vorlegst.

Kommentar von anitari ,

Mietvertrag reicht nicht. Es wird die Wohnungsgeberbestätigung benötigt.

Kommentar von GengarStyle0815 ,

Seit dem 01.11.2015 können bundesweit keine Mietverträge mehr als Unterlagen für eine Anmeldung/Ummeldung akzeptiert werden.

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