Frage von Dario76, 41

Umzug in Nachbarkreis mit Kind aus 1. Ehe ohne Einverständnis des Kindesvaters möglich? Aufenthaltsbestimmungsrecht wurde in der Scheidung nicht extra geregelt.

Wir wohnen derzeit in Düsseldorf. Wir, dass sind meine Ehefrau mit einem 9jährigen Sohn aus erster Ehe und ich. Der Kindesvater wohnt einen Stadtteil von uns entfernt und ist derzeit mit dem Auto etwa 5-7 Minuten von uns entfernt.

Wir haben uns dazu entschlossen, da ich als Hauptverdiener in Neuss arbeite, in den Rheinkreis Neuss zu ziehen. Erstens möchten wir aus der Grossstadt heraus, etwas ländlicher wohnen. Zweitens möchten wir unseren Lebensstandard mit einem gemieteten Einfamilienhaus etwas heben. Derzeit bewohnen wir eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus.

Das Haus wurde von uns besichtigt, der Sohn ist auch soweit einverstanden. Sein Vater hat starken Einfluss auf die Meinungsbildung des Jungen. Wir haben den Sohn gestern zur Besichtigung mitgenommen. Er war sehr begeistert von dem Objekt, sagt aber auch, dass die gut 20 Minuten Autofahrt bis nach Düsseldorf, weit wären. Wir haben den Eindruck, dass da die Meinung des Vaters ausschlaggebend ist. Das Verhältnis zwischen meiner Ehefrau und mir zu dem Kindesvater ist eher auf das nötigste beschränkt.

Wir würden gerne wissen, ob wir das Einfamilienhaus mieten können. Daher müsste geklärt werden, ob es auch ohne Zustimmung des Kindesvater möglich ist, wegzuziehen. Der Ort liegt je nach Weg zwischen 30 und 35 km entfernt von dem jetzigen Wohnsitz des Vaters.

Erwähnenswert wäre vielleicht noch, dass der Sohn derzeit die Grundschule besucht. Bis zum Wechsel der Schule würden wir den Sohn morgens nach Düsseldorf bringen, damit er keinen Schulwechsel in der 4. Klasse vollziehen muss (Dieser steht in der 5. Klasse automatisch an).

Antwort
von irgendeineF, 32

Hat der Vater das Sorgerecht? Dann braucht ihr seine Einwilligung, da es keine alltägliche Entscheidung ist.

Kommentar von Dario76 ,

In dem Scheidungsurteil wurde weder das Sorgerecht und somit auch nicht das Aufenthaltsbestimmungsrecht gesondert geregelt. Wir gehen also jetzt davon aus, dass dies auf beiden Seiten liegt.

Antwort
von dielauraweber, 4

da ein umzug von beiden sorgeberechtigten eltern entschieden werden muss, ist die einwilligung des vaters hier ausschlaggebend. die frage wäre ob kv das kind dann zu sich holt um soziales umfeld und schule weiter zu gewährleisten.

denn auch für die weiterführende schule wird die einwilligung von kv benötigt. hier wäre es vernünftig, dass die mutter des kindes sich mit kv zusammensetzt und mit ihm spricht. 30 -35km sind nicht die welt, können aber problematisch werden, wenn kv übergangen wird. bevor ihr also irgendwas anmietet, muss der vater des kindes erstmal dazu befragt werden. wenn er seine zustimmung nicht gibt, wird ein richter im notfall entscheiden ob das kind bei der mutter verbleibt und mit umzieht oder ob der junge beim vater verbleibt.

da im urteil der scheidung nichts entschieden wurde, haben beide eltern gemeinsames sorgerecht und auch gemeinsames abr.

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