Frage von FistMeth, 88

Umzug in eine neue Unterkunft vom JC abgelehnt, was tun?

Hallo, ich frage hier nicht für mich, sondern für meine 17 Jährige Freundin. Es geht darum, dass sie einen oben genannten Antrag für einen Auszug/Umzug beim JC gestellt hat und dieser abgelehnt wurde. Warum hat sie diesen beantragt? Ihr Mutter tyrannisiert sie regelrecht zu Hause. Sie hat diesen Monat ihre Ausbildung begonnen und wird diese, wenn sie zu Hause wohnen bleibt nicht vollenden können da der psychische Druck viel zu enorm ist. Ihre Mutter gibt ihr keinerlei Unterstützung. Sie soll alles selbst bezahlen (Fahrkarte, Handyrechnung, was zur Miete und Essen dazuzahlen etc.) obwohl ihre Mutter Kindergeld + Unterhalt vom Vater bekommt. Taschengeld bekommt sie auch nicht. Wie ich finde wird sie total ausgenutzt daheim. Sie muss bei ihrer Mutter seit dem sie mittlerweile 12 Jahre in Deutschland leben immer noch den Übersetzer spielen weil die Mutter keinen bock hat sich anzustrengen und mal selbst was zu übersetzen. Sie übernimmt mit unter die Mütterlichen Pflichten ihrer Mutter für ihren Bruder, was sich mir als äußerst dreist erschließt. Kommt mir so vor als wenn ihre Mutter nur an ihrer Tochter Geld verdienen möchte und ihr scheiß egal ist was mit ihrem Kind ist. Nur damit ihr in etwa wisst, was da abgeht. Beim Jugendamt war sie bereits und diese meinten, sie solle sich einfach eine eigene Wohnung über das JC holen und wenn die sich wehren sollten dann das Jugendamt anrufen sollen. Ja, Problem ist dass meine Freundin das Kärtchen der netten Dame vom Jugendamt verloren hat und somit wieder keinen Ansprechpartner beim Jugendamt hat. Jedenfalls hat meine Freundin extrem psychisch damit zu kämpfen und fällt momentan in kritische Phasen. Soll sie nochmals zum Jugendamt gehen und den Bescheid vom JC zeigen? Oder bringt das überhaupt was? Bis zu ihrem 18. hält sie es nicht mehr aus^^

PS.: sorry dass ich gerade so unsortiert schreibe, aber ich bin grad so in Rage :D (gerade den Bescheid gesehen)

Antwort
von DFgen, 30

Die Freundin ist noch nicht volljährig, könnte noch gar keinen Mietvertrag abschließen, das könnte nur ihre Mutter für sie tun.

Der "Ansprechpartner" für die Freundin ist hier das Jugendamt. 

  • Es wird ihr zwar vermutlich keine eigene Wohnung zur Verfügung stellen, könnte sie aber in einer Einrichtung/ Wohngruppe etc... unterbringen. 
  • Am Telefon lässt sich so etwas aber nicht regeln, die Freundin müsste schon zum Jugendamt hingehen.

Ab ihrem 18. Geburtstag ist die Freundin dann in erster Linie selbst für ihren Lebensunterhalt verantwortlich, kann sich also auch eine eigene Wohnung suchen - wenn sie diese dann auch selbst finanzieren kann, also wenn ihr eigenes Azubi-Einkommen + Kindergeld + möglicher Unterhalt von den Eltern ihren "Bedarf" decken.

  • Wenn das nicht der Fall wäre, sie aber nachweisen könnte, dass ein Zusammenleben mit der Mutter nicht mehr zumutbar ist (Gutachten o.ä....), könnte sie ggf. BAB beziehen und so eigenen Wohnraum (Wohnung/ WG/ Untermiete...) finanzieren. 
  • Ihr stünden ingesamt (Einkommen + Kindergeld + möglicher Unterhalt + mögliches BAB) 735 Euro zu, von denen sie alle ihre Lebenshaltungskosten finanzieren müsste (Verpflegung, Miete, Strom, Telefon, Kleidung, Freizeit...)

Ihren möglichen Unterhalt muss die Freundin dann selbst von den Eltern einfordern (auch die Mutter ist dann barunterhaltspflichtig).

Die Mutter hat dann keinen Anspruch mehr auf den Unterhalt vom Vater für sie (und der braucht dann nur noch zahlen, wenn die Tochter selbst ihren Anspruch geltend gemacht hat....). 

Kommentar von FistMeth ,

Danke für deine Antwort. Ich bin mir nicht sicher ob du alles richtig gelesen hast, aber ich habe schon erwähnt dass das Jugendamt gemeint hat, sie solle sich über das Jobcenter eine Wohnung holen, da die Zustände bei ihr zu Hause für sie nicht vertretbar sind. Das Jugendamt findet dass sich eine WG in ihrem Alter nicht mehr lohnt & das mit ihrer Mutter auch so nicht klappen würde (wegen Absprachen einhalten etc.). Ihr hat wie gesagt nur der Nachweis gefehlt vom Jugendamt, dass sie auch da war und die es genau so für nötig halten dass sie auszieht..nur hab ich nun keine Ahnung, ob es noch was bringt das ganze weiter anzufechten, da ja der Ablehnungsbescheid schon da ist. Ich meine..versuchen kann man es. Finde es nur traurig, dass man eine 17 Jährige mit dieser sehr problematischen Situation so alleine lässt. 

Kommentar von DFgen ,

Das Jobcenter selbst kann nicht "über die Mutter hinweg" entscheiden, solange diese noch das Sorgerecht hat. Es finanziert auch keine Wohnungen für Minderjährige.

Wenn die Freundin tatsächlich nicht mehr bis zum 18. Geburtstag bei der Mutter leben kann, müsste sie mit Hilfe des Jugendamtes durchsetzen, dass die Mutter "bestimmte Gelder" (Unterhalt, Kindergeld) zur Verfügung stellt und einen Mietvertrag für die Tochter abschließt....

Und wenn diese Beträge zusammen mit dem eigenen Einkommen der Freundin noch unter den besagten 735 Euro liegen, müsste die Freundin BAB beantragen....

Eine Wohnung aber müsste die Freundin selbst - ggf. mit Unterstützung des Jugendamtes - suchen..., allerdings könnte weder Jugendamt noch Jobcenter einen Mietvertrag für die Freundin schließen....

Kommentar von FistMeth ,

Das mit dem Mietvertrag ist denke mal eher weniger das Problem, da ihre Mutter ihr sowieso die ganze Zeit droht und sagt sie solle sich eine eigene Wohnung suchen. Darum geht es auch gar nicht. Es geht nur um die Zusicherung vom Jobcenter. Außerdem soll sie auch gar nicht vom JC komplett finanziert werden, sie soll lediglich Unterstützt werden wenn sie dann auszieht. Das Jugendamt hat halt nur gemeint, sie solle auf keinen Fall bevor das JC sein "Okay" dazu gibt, nicht ausziehen. Keine Ahnung warum. Es wird schon irgendwie möglich sein..wenn selbst das Jugendamt sagt dass die Zustände nicht tragbar sind..ich hoffe wir bekommen es durch.

Kommentar von FistMeth ,

Es ist mittlerweile soweit dass sie ihr verboten hat zu mir zu fahren und ihr das Lan-Kabel raus zieht + Handykarte wegnehmen will. Sobald sie einen Fuß vor die Tür setzt würde sie die Polizei anrufen..-ich bin langsam auch ratlos. Vor allem weiß ich nicht was ich damit zu tun habe..nur weil sie denkt ich würde es meiner Freundin einreden. Mir geht das langsam nur noch aufn Sack. Und meine Nerven leiden da auch drunter. 

Antwort
von herakles3000, 36

1 Sie soll schnellstens zum Jugendamt gehen und die Verhältnisse Zuhause wahrheitsgemäß schildern den nur mit Hilfe des Jugendamtes kann sie Ausziehen den das Jobcenter kommt immer erst mit der u25 Reglung  da aber hier eine Andere Situation vorliegt die sie krankmacht Mus sie zb nur den Einachweis zb von ihren Arzt haben das es besser ist da auszuziehen oder vom Jugendamt die 1 Dame hatte keine Ahnung was Sache ist..Das Kindergeld kann sie selber kassieren wen sie ausgezogen ist und auch den unter halt vom Vater den der ist für ihre kosten gedacht.also mus sie dort auch keine miete zahlen.

Antwort
von beangato, 59

Geht persönlich nochmal zum Jugendamt mit dem Bescheid des JC.

Sowas erledigt man nicht am Telefon.

Antwort
von ichweisnix, 1

Soll sie nochmals zum Jugendamt gehen und den Bescheid vom JC zeigen?

Ja.

Ja, Problem ist dass meine Freundin das Kärtchen der netten Dame vom Jugendamt verloren hat

Irrelevant. Das JA sollte das schon zuordnen können.

Oder bringt das überhaupt was?

Vermutlich schon.

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