Frage von Buechler, 37

Umstellung einer FEW als privater Vermieter vom Kleinunternehmer zur Umsatzsteuer, macht das Sinn und was muss man in der Übergangszeit berücksichtigen?

Umstellung einer FEW als privater Vermieter vom Kleinunternehmer zur Umsatzsteuer, macht das Sinn und was muss man in der Übergangszeit berücksichtigen? Wie hoch ist die Bettensteuer und wieviel wird beim Frühstück berechnet? Vielen Dank für Eure Antworten!!!

Antwort
von Bakaroo1976, 19

Ihre Frage, ob es "Sinn macht", sprich sinnvoll ist, verstehe ich dahingehend, als dass Sie wissen möchten, ob es für Sie finanziell von Vorteil ist, zur Regelbesteuerung zu wechseln.

Dazu sollten Sie sich Ihre Vorjahreszahlen anschauen, die Vorsteuer aus Ihren Eingangsrechnungen zusammenrechen, aus Ihren Mieteinnahmen die (kalkulatorische) Umsatzsteuer zusammenrechnen, Vorsteuer und Umsatzsteuer saldieren und überlegen, ob der Vorsteuerüberhang, sofern vorhanden, den Zeit- und Energieaufwand für Voranmeldungen und Umsatzsteuerjahreserklärung wert ist.

Eine Übergangszeit gibt es nicht. Entweder Sie sind (im Kalenderjahr) Kleinunternehmer oder nicht.

Ich empfehle Ihnen, § 19 UStG zu studieren und hierbei genaues Augenmerk auf Absatz 2 Satz 2 (Nach Eintritt der Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung bindet die Erklärung den Unternehmer mindestens für fünf Kalenderjahre) zu richten.

Die Bettensteuer wird von der Gemeinde festgesetzt - hat mit der Umsatzsteuer nichts zu tun. Diese ist unabhängig davon, ob Kleinunternehmer oder nicht, zu entrichten, sofern es denn eine solche gibt.

Der Umsatzsteuersatz für die Bewirtungsleistung (Frühstück) beträgt 19%.

Bitte schön!

Antwort
von Genesis82, 20

Eine Übergangszeit gibt es denke ich nicht, du optierst zum Umsatzsteuerausweis und von dem Zeitpunkt an musst du die Steuer ausweisen und kannst im Gegenzug die Vorsteuer in Abzug bringen. Da das Frühstück ein Service ist, wird es mit der vollen Umsatzsteuer in Höhe von 19% an den Gast berechnet.

Wie hoch die Bettensteuer/Übernachtungssteuer ist, müsstest du die Kommune vor Ort befragen, denn die wird nicht überall erhoben. Dazu gibt es dann eine entsprechende Satzung, in der die jeweilige Höhe und wer überhaupt zahlen muss geregelt ist.

Ob das Optieren Sinn macht besprichst du am besten mit deinem Steuerberater.

Antwort
von MenschMitPlan, 27

Welche Übergangszeit? Kleinunternehmer: kein Umsatzsteuerausweis, kein Vorsteuerabzug; Regelbesteuerung: Umsatzsteuerausweis und Vorsteuerabzug. Entweder das eine oder das andere.

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