Frage von dkilli, 32

Umstellung der eigenen Währung auf Dollar oder Euro?

Hallo Community, Geldexperten,

Viele Länder, deren Währung nichts mehr taugt stellen auf Dollar oder Euro um. Dadurch ist ihre eigene Währung nichts mehr wert. Jetzt müssen Dollar Noten Münzen oder Euro Scheine Münzen gedruckt und geprägt werden. Wer bestimmt wie viel Geld gedruckt werden kann? Womit ist dieses Geld gedeckt? Wenn ein Staat endgültig Pleite geht, wer trägt dann den Verlust? Die Scheine, Münzen sind ja nicht weg. Wenn ein Staat (USA, Eurozone) zuviel Geld druckt, so droht doch eine Inflation. Wer bestimmt also wie viel Geld ein anderer Staat drucken darf? Selbst in Europa haben Staaten, die nicht zur Eurozone gehören auf Euro oder Dollar umgestellt oder als Zweitwährung eingeführt.

Aktuelles Beispiel Simbabwe

Antwort
von Rolf42, 15

Solche Staaten dürfen selbstverständlich nicht einfach selbst Euro- oder Dollar-Banknoten drucken oder Münzen prägen (das wäre Falschgeld!) sondern müssen diese z.B. durch Verkauf eigener Produkte o.ä. im Handel mit anderen Ländern erwirtschaften.

Ähnliche Situation z.B. in Kosovo oder Montenegro: Verwendung des Euro ohne Mitgliedschaft in der EWU oder eine entsprechende offizielle Vereinbarung.

Kommentar von dkilli ,

wenn diese Länder einen Exportüberschuss hätten, so wären die nicht Pleite. Selbst wenn es so sein würde wie du schreibst, wie soll mehr oder weniger schnell die Landeswährung umgestellt werden? Geben die Firmen die Dollar Euro erwirtschaftet haben das Geld an das Volk?

Natürlich wäre das Geld Falschgeld wenn diese Staaten es selber drucken würde. Nur wo kommen die Schein Münzen den her? Keiner kann Scheine  Münzen bei z. B.  der Bundesdruckerei, Prägeanstalt bestellen! 

Kommentar von FrageSchlumpf ,

Geld ist immer eine Sache der Zentralbank. Und selbst bei Simbabwe dürfte es so sein, dass die Zentralbank kleine Mengen an "Währungsreserven" hatte, auch wenn das Land keinen Handelsüberschuss hatte. Den kann man natürlich auch in Bargeld "umwandeln", das ist das kleinste Problem. Ich denke aber, dass auch das nicht lange halten wird ( ich laß glaube ich , dass die Tage das Abhebevolumen schon beschränkt wurde ).

Generell gilt, dass jede Situation von Ersatz- oder Paralellwärhung individuell verschieden ist. So verschieden, dass man keine generelle Aussage treffen kann.

Und nur weil es z.B. in Simbabwe u.U. schon in drei Monaten scheitert ( aufgrund der ganz individuellen Ausgestaltung und Situation in dem Land ) muss das nicht heißen, dass ähnliche Verhältnisse in anderen Länden ebenfalls zum Scheiter verurteilt sind.

Kommentar von Rolf42 ,

Außer durch Export können z.B. auch Arbeiter im Ausland Geld in der entsprechenden Währung verdient und nach Hause geschickt oder mitgebracht haben. Im Fall Simbabwe waren die Fremdwährungen längst in der Bevölkerung verbreitet und wurden als Zahlungsmittel verwendet, bevor die offizielle Entscheidung dazu getroffen wurde.

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