Frage von Mellsen, 71

Umsatzsteuer bei Leistung eines in Deutschland ansässigem Dienstleisters und in Deutschland ansässigem Auftraggeber für das Ausland?

Eine deutsche Firma A erbringt für eine ebenfalls in Deutschland ansässige Firma B eine Dienstleistung (Regalbau) in Österreich und Slowenien für wieder eine 3. Firma C (international tätig).

A schreibt eine Rechnung an B, er ist ein Subunternehmer. Es liegt keine Freistellungsbescheinigung vom Finanzamt vor.

Wie ist das umsatzsteuerlich zu beurteilen? Der Ort der Leistung liegt doch im Ausland, oder?

Danke!

Antwort
von wfwbinder, 42

Ist es eine Dienstleistung (Regalbau), oder eine Lieferung (Regale liefern udn einbauen)?

Wenn wir von Deinem Szenario (Dienstleistung) ausgehen, ist Leistungsort Inland. 

§ 3 a Abs. 2 UStG:

Eine sonstige Leistung, die an einen Unternehmer für dessen Unternehmen ausgeführt wird, wird vorbehaltlich der Absätze 3 bis 8 und der §§ 3b, 3e und 3f an dem Ort ausgeführt, von dem aus der Empfänger sein Unternehmen betreibt.

Also Berechnung mit Umsatzsteuer.

B würde dann an C ohne Steuer berechnen.

Kommentar von Mellsen ,

Es handelt sich um eine Dienstleistung.

Ich war auch der Meinung das A an B mit Umsatzsteuer berechnen muss, allerdings hatte B eine Betriebsprüfung und hat A mitgeteilt, das er ihm die Umsatzsteuer zurückzahlen muss, da der Vorsteuerabzug versagt wurde.

Wir warten jetzt noch auf Antwort von B auf welcher gesetzlichen Grundlage das beruht, denn ich kann es mir wirklich nicht erklären.

Kommentar von wfwbinder ,

Was hat denn B für eine Betriebsstruktur?

Kann es sein, dass der Prüfer zum Schluss gekommen ist, dass an eine ausländische Betriebsstätte geleistet wurde? Das wäre bei der Sachlage das erste, was mir einfallen würde.

Antwort
von MenschMitPlan, 35

Wie kommst du darauf, dass der Ort der Leistung im Ausland liegt?

Kommentar von Mellsen ,

Ich war eigentlich der Meinung das der Leistungsort im Inland liegt, aber weil B eine Betriebsprüfung hatte und der Firma A mitgeteilt hat, das A ihm die Umsatzsteuer zurückzahlen muss, da der Vorsteuerabzug versagt wurde, habe ich angenommen das ich wohl falsch lag und das hier mal so in den Raum geworfen.

Wir warten jetzt noch auf Antwort von B auf welcher
gesetzlichen Grundlage das beruht, denn ich kann es mir wirklich nicht erklären.

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