Frage von Bubbler, 46

Umrüsten von E-Heizung auf Gas?

Hallo, ich habe da ein Einfamilienhaus mit ca. 100 m2 und Fußbodenheizung. Alles ebenerdig und das objekt ist etwa 35 - 40 Jahre alt. Problem: Warmwasser und Heizung werden elektrisch "befeuert". Das will ich demnächst ändern und auf Gas umstellen. Problem zwei: keine lokale Gasversorgung vorhanden, es muss also ein Tank (ober oder unterirdisch) her. Die Frage ist, womit kann ich hier preislich rechnen (Gastherme für Warmwasser+Heizung) für 2 Personenhauhalt 100 m2 plus Gastank und das ganze mit Installation...?

Hier ist doch sicherlich ein findiger Heizungsbauer, der dazu einen Pi mal Daumen Preis hat :-)

Antwort
von KirBigsoft, 12

Zur bestehenden Heizungsanlage gibt es sicher noch Fragen zum Verständnis - Elektrofußbodenheizung heißt wahrscheinlich heizdrähte im Boden? Wenn das schon mit Zentral Wassererhitzung und Wasserohren gemacht wird muss viel weniger installiert und gestemmt werden. Dann ebenfalls - die Warmwasserversorgung - wenn über Durchlauferhitzer ist das nicht uneffizient, nur bei großem Haushalt mit viel Warmwasserbedarf kann ein Gasbefeuerter Boiler Sinn machen. Wenn Durchlauferhitzer - moderne mit Elektronischer Regelung? Sonst lohnt auch da ein Austausch hin zu gut geregelten geräten.

Kommentar von Bubbler ,

Hallo und Danke!

Ja es gibt bereits eine Zentrale Wasserheizung und entsprechend Wasserrohre im Boden - also nix mit Heizdrähte im Boden ^^ Sorry wenn ich das nicht gleich geschrieben habe.

Aber Durchlauferhitzer gibt es leider auch nicht, sondern hat einen warm-Wasser-Boiler der elektrisch betrieben wird.

Antwort
von KirBigsoft, 6

Hallo Bubbler, also den Boiler gegen einen starken (27 KW) Durchlaufehitzer tauschen, wäre mein Vorschlag. Wenn ggf. Durchlauferhitzer dezentral verteilt werden können - auch nicht schlecht. Für eine Amortisationsabschätzung Heizungsanlage braucht es noch die Heizstromsumme, €/Jahr, gerne zusätzlich auch kWh/Jahr. Wir hatten die Tage jemanden von der Verbraucherzentrale zur Energieberatung (zwar schnell und oberflächlich) er hat neue Fensterscheiben empfohlen was wir auch schon auf dem Schirm hatten. Die alten Isolierglasscheiben mit ca. 3 W/m²K (ca von 1990) lassen sich relativ einfach gegen ca. 1,3W/m²K Wärmeschutzglas tauschen. Bei unserem Reihenhaus mit gut 100 m² kostet der Fenstertausch vom Glaser (nicht Fensterbauer) unter 2000€. Dabei viel eine Balkontüre auf, die schon dickere und bessere Gläser hat und deshalb nicht modernisiert wird. Eine neue Haustüre haben wir uns auch gegönnt, das war eine Empfehlung aus dem Energiepaß. Nicht billig, aber der Flur ist jetzt viel angenehmer, die Türe nicht mehr so kalt wie früher (mit Glasbausteinen an den Rändern)

Antwort
von realistir, 13

Deine Frage ist natürlich durchaus berechtigt.

Nur wird dabei oft so gerne die Rechnung ohne den Wirt gemacht;-)

Nehmen wir mal an, du müsstest nur für die Anlagenerrichtung runde 20.000 Euro ausgeben. Dann bist du 20000 Euro los und kannst mit der neuen Anlage heizen. Die Betriebskosten der neuen Anlage stellen sich dann erst heraus.

Nehmen wir mal hypothetisch an, die neuen Betriebskosten sind 30 Prozent billiger als deine vorherigen Betriebskosten. Wenn du unter diesen Gescihtspunkten mal vernünftiger zu rechnen anfangen würdest, ob sich 20000 Euro überhaupt lohnen und ab wievielen zig Jahren du betriebswirtschaftlich in die Gewinnzone kämest, würde sich manches Projekt -für Privathaushalte- erübrigen.

Meist fängt eine neue Anlage erst nach 15 oder 20 Jahren betriebswirtschaftlich an günstiger zu sein. Dann hast du aber schon wieder eine alte Anlage, musst mit Reparaturen oder bald wieder mit einer neuen Anlage rechnen.

Wir leben in einem kapitalistischen System, bei dem eine Seite bevorzugt, die andere Seite benachteiligt wird. ;-)

Rechne mal pauschal hoch, wieviele Jahre du für rund 20000 Euro mit deinen bisherigen Betriebskosten heizen kannst. Es dürften garantiert mehr als 5 Jahre sein, oder? Betriebskosten hast du danach auch und so viel niedriger werden die auch nicht sein, kaum unter 30 Prozent.

Heizungsbauer fragen ist kontraproduktiv. Die wollen verdienen und hatten immer schon sinngemäß Murks gemacht, zu groß dimensionierte Anlagen verkauft, nur voreingestellt, sich nie um wirtschaftlicheres arbeiten ihrer verkauften Anlagen gekümmert und nie vorher einen hydraulischen Abgleich gemacht. Ob die verkaufte Anlage gut arbeitet, ist denen doch egal, die müssen die Betriebskosten ja nicht tragen.

Du willst sicher eine neue Anlage nur, um von deinen derzeit hohen Betriebskosten runter zu kommen, oder?

Also 300 Prozent investieren, um 30 Prozent Verbesserung erwirken zu können? Habe ich nun was falsch gemacht, dich frustiert? Wenn du schimpfen möchtest, schimpfe ;-) Ich kann es einstecken, vertragen.

Kommentar von Bubbler ,

Also erstmal danke für deine ausführliche Meinung.

Dass es eine Weile dauern wird, bis sich so eine Investition rechnet ist mal klar. Im Bereich Haus rechnet man ja auch eher im Bereich 10Jahre+X

20.000 hätte ich allerdings auch nicht erwartet ^^

Kommentar von realistir ,

Eben, die meisten erwarten solch einen Wucher nicht.

Überlege mal, wieso soll eine Heizungsanlage so viel kosten wie ein Mittelklassewagen. Die meisten sind schon sehr überteuert.

Und viele rechnen nicht mal mehr vernünftig. Ein 20000 Euro teueres Auto wären umgerechnet 40000 DM für ein Auto!

Von wegen Euro wäre besser, billiger. Alles Lug und Trug, wir sind schon seit etlichen Jahren beim Faktor 1:1, eine DM gleich 1 Euro.

Apropos Auto. Was genau ist denn ein Auto? Na?
Ich sage es dir, ein Auto ist ein fahrbares Blockheizkraftwerk! Nur so sieht das niemand, solcherlei Gedanken hat sich noch niemand gemacht.

Wieso hinterfragt bei einem Auot nie jemand welche Wärmeverluste das Blech hat, wieviel man außen dämmen müsste? Dämmerts langsam? Alles nur geschäftemacherei und geschminkte Werbung oder absichtliches verschweigen von allem was halt kein Thema sein sollte.

Frieren muss niemand im Auto, trotz schlechter Dämmung usw nicht. Wieviel Wärme da aber in die Gegend verschwendet wird, hinterfragt niemand. Aber bei Haus usw wird super genau hin geguckt und die Leute manipuliert.

Betrug ist es ja auch mit der Floskel Brennwert! Die Wärme die noch ungenutzt im Abgas vorhanden war, macht angeblich 30 Prozent aus. So kann man den Leuten dann ja erzählen die Heizung hatte vorher ja schon einen guten Wirkungsgrad von 80 Prozent plus 30 ergibt dann über 100 Prozent, also eine Verbesserung.

Tja, die 80 Prozent erreichen die Anlagen immer nur im Testlabor unter gewissen Bedinungen die aber nichts mehr mit dem üblichen Heizbetrieb zu tun haben. Meist liegen die tatsächlichen Wirkungsgrade bei um die 60 Prozent und 30 Prozent sind nicht aus dem Abgas zu gewinnen.

Das Argument Brennwert wäre was gutes wird zu gerne benutzt um was zu erreichen? Es wird nach Zustimmung zu Brennwert natürlich noch nicht gesagt, dass das teuerer werden muss, weil Kamin nun angepasst werden muss, da ein teueres Rohr rein muss usw.

Antwort
von ProfMemo, 21

Ca. 23.000,00 Euro. Hatten mal einen ähnlichen Fall bei uns in der Firma, da hat der Kunde eine Flüssiggasanlage bekommen mit sogar solarunterstützung fürs Warmwasser, falls ich mich richtig erinnern sollte.

Kommentar von Bubbler ,

Hallo,

23.000 für Therme, Tank, solargestütztes Warmwasser + Installation, richtig? Oder war da noch mehr drin?

Falls ich das nicht deutlich ausgedrückt hatte; die Fußbodenheizung ist schon vorhanden. Nur dass halt Zentral das Warmwasser elektrisch aufbereitet wird und ich das in Zukunft mit Gas machen möchte.

Kommentar von ProfMemo ,

Hallo Bubbler, leider kann ich dir keine genaue Antwort geben, den Kunden den wir damals hatten, hat Heizkörper bekommen.

Ich denke du kannst dir unverbindlich Angebote von den Firmen in deinem Umkreis holen.

Antwort
von harmersbachtal, 16

verläuft Gasleitung bereits in Straße ??? Peletts oder Öl-Brennwert mit Solar ist Besser

Kommentar von DietmarBakel ,

Warum soll die Leitung vom Gastank erst in die Straße und dann zurück in das Haus?

Sind doch unnötige Zusatzkosten.

Antwort
von DietmarBakel, 24

25.000 € Pi x Daumen alles inkl. ohne neue Tapeten und Fliesen, etc.

(rein nur Technik)

Gruß Dietmar

Kommentar von DietmarBakel ,

Habe jetzt in den Kommentaren gelesen:

Heizflächen (Fußbodenheizung) ist mit Verrohrung bereits vorhanden.

Warmwasserverrohrung ist auch bereits vorhanden und muss (nur) angepasst werden.

Hättest 'mal besser gleich erzählt.

Dann ist mein o.g. Preis  selbstredend nicht korrekt.

Rechne mit ca. 12.000 bis 15.000 €.

Preiswerter wird es, wenn Du den Gastank mietest oder least. Das Gas wird dadurch in der Regel aber etwas teurer (Knebelverträge). Kurze Distanz vor die Gasverrohrung spart natürlich auch.

Gruß Dietmar Bakel

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