Frage von Kruemel97, 60

Ist die Umlage der Warmwasserkosten so richtig?

Guten Tag, ich habe eine Frage zu der Berechnung der Warmwasserkosten. In meiner Abrechnung für 2014/2015 wurden die Wasserkosten mit 100 % Umlage berechnet. Dies habe ich nach einer Prüfung der Nebenkostenabrechnung durch die Firma Mineko beim Vermieter beantstandet und der Nebenkostenabrechnung widersprochen. Die gesamte Rechnung habe ich jedoch unter Vorbehalt überwiesen um nicht in Verzug zu kommen. DIe Antwort laut unserer Hausverwaltung lautet folgendermaßen: (zur Info, die Wohung ist EIgentum meiner Vermieterin, sie besitzt in diesem haus (9 Wohnungen) nur diese eine).

"Die Warmwasserkosten in der Liegenschaft wurden seit Beginn der WEG mit 100% Verbrauch berechnet. Das Mietrecht und das WEG Recht gehen hier nicht konform. Wir haben für Sie bei der FIrma Is** extra eine Abrechnung für Sie beauftragt, die die 30%/70% Regelung berücksichtigt. Hierbei kommt in IHrem Fall tatsächlich eine relativ hohe Different von 72,75€ heraus. Das liegt daran, dass die Mieter den höchsten Wasserverbauch der ganzen WEG haben".

Ehrlich gesagt kommt ich da nicht mit. Entweder man rechnet nach 30/70 % ab oder nicht. Und in unserem Haus hat jeder seinen eignenen Warm- und Kaltwasserzähler. Warum wird dann doch noch die Differenz bei mir draufgerechnet?

Zusätzlich noch das Thema Rauchmelder. In unserem Mietvertrag ist von Rauchmeldern noch keine Rede da dieser bereits seit einigen Jahren läuft. Die Vermieterin hat nun die Miete für den Rauchmelder in den Nebenkosten aufgeführt. Nach meinen Recherchen zufolge darf Sie das jedoch nur, wenn Sie den Rauchmelder selbst gekauft hat oder wenn dieser zumindest in den Nebenkosten aufgeführt ist.

Danke vorab für eure Hilfe :)

Antwort
von schleudermaxe, 28

Also, bei einer Eigentumswohnung wird ja nichts verteilt bzw. gibt es nichts zu verteilen, so aktuell der BGH zu einigen Kostenstellen und Blank u.a. Kommentatoren.

Der Wohnungseigentümer gibt seine Kosten und Lasten an den Mieter weiter und wenn der eben fehlenbehaftete Mietverträge aushandelt, ist ein Mieter eben fein raus. Alles also ganz einfach und somit viel Glück.

Der Vermieter hat jedoch die gesetzlichen Vorgaben der HKVO zwingend einzuhalten und somit ist Deine Rüge begründet, sie wird Erfolg haben.

Ob die neue Verteilung allerdings gerecht ist, vermag ich nicht zu entdecken, ob wird es ein Schuß ins >Knie. Aber danach wird ja nicht gefragt. Zudem wird es um die Herstellung gehen, nicht um den Verbrauch.

Neu eingeführe Kosten und Lasten wie für die Legionellenprüfung und Wartung der Rauchwarnmelder (gibt es noch nicht in allen Ländern) können einem Mieter aufgebrummt werden. Schaue ggf. in die Vorgaben der Länder.

Kommentar von schleudermaxe ,

...oft    wird es

Antwort
von anitari, 24

Der Vermieter ist, egal wie die WEG abrechnet, verpflichtet dem Mieter gegenüber gemäß Heizkostenverordnung abzurechnen.

Und die besagt das ein Teil, meist 30 %, nach der Wohnfläche und der Rest nach tatsächlichem Verbrauch abzurechnen ist.

Warum wird dann doch noch die Differenz bei mir draufgerechnet?

Weil Du Dir vermutlich mit Deinem Widerspruch (beharren auf Abrechnung nach HKV?) ein Eigentor geschossen hast.

Genaueres kann man ohne die Abrechnung zu sehen nicht dazu sagen.

"Die Vermieterin hat nun die Miete für den Rauchmelder in den Nebenkosten aufgeführt. Nach meinen Recherchen zufolge darf Sie das jedoch nur, wenn Sie den Rauchmelder selbst gekauft hat"

Irrtum. Gerätemiete darf der Vermieter nur umlegen wenn er die Geräte selbst gemietet hat. Vorausgesetzt die Umlage ist vertraglich vereinbart.

Antwort
von bwhoch2, 20

Grundsätzlich gilt: Die 30/70-Regelung gilt nur für die Erwärmung des Warmwassers, also den Energieverbrauch dafür. Die Wassermenge selbst, die  durch den Warmwasserzähler ermittelt wird, wird zu 100 % umgelegt. Leider geht aus Deiner Frage und dem Text dazu nicht eindeutig hervor, wie es bei Dir abgerechnet wurde.

Für die Rauchmelderpflicht gelten in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Gesetze. Was die Umlage der Miete für die Geräte anbelangt, so darf diese normalerweise nicht umgelegt werden, weil es Pflicht des Vermieters ist, diese zu anzuschaffen. Wohl aber darf die Wartung umgelegt werden. Schau auch diese Position nochmal nach. Vielleicht ist Wartung gemeint.

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