Frage von Bobel3, 51

Umgangsrecht, neue Freundin mit Kindern?

Ich und meine Ex haben uns vor einem Jahr getrennt, bin mit ihrer besten Freundin in eine neue Beziehung, Trennungsgrund war ihre ständige Eifersucht und das Sie ständig Geld ausgegeben haben, was wir nicht mal hatten, im Endeffekt hat sie jetzt 6000 Euro Schulden und hat auf meinen Namen 2000 Schulden gemacht

So mir geht es jetzt darum, meine Freundin hat selber 2 Kinder mit ihrem Ex. Diese Kinder wohnen bei uns, meine Tochter wohnt bei meiner Ex. Ich gehe bis zu 12 Stunden täglich arbeiten, nehme mir dann wenn ich mal Kraft getankt habe Zeit für meine Tochter, versuche Regelmäßigen Kontakt zu ihr zu haben.

Entweder unternehme ich etwas mit ihr komplett alleine, oder Sie kommt zu uns. Meine Ex möchte nicht das die Kinder meiner Freundin dann da sind weil mich mein Kind alleine haben soll. Sowas kann sie doch gar nicht verlangen oder? Desweiteren will meine Ex das ich mit ihrem anderen Kind das aus einer voherigen Beziehung von Ihr stammt auch Kontakt habe. Ich bin weder der leibliche Vater dieses Kindes noch habe ich sie adoptiert oder sonst irgendetwas. Weiß langsam nicht mehr was ich sonst noch alles machen soll...

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Antwort
von Menuett, 10

Geh mal zum Jugendamt und bitte um Vermittlung.

Der Umgang soll dem Kind ermöglichen, die Welt des Vaters kennenzulernen.

Da gehört die neue Frau mit ihren Kindern dazu. Da hat Deine Ex kein Mitsprachrecht.

Mit dem anderen Kind mußt Du keinen Kontakt pflegen.

Folgendes gut durchlesen!

§ 1687a
Entscheidungsbefugnisse des nicht sorgeberechtigten Elternteils

Für jeden Elternteil, der nicht Inhaber der elterlichen Sorge ist
und bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder
eines sonstigen Inhabers der Sorge oder auf Grund einer gerichtlichen
Entscheidung aufhält, gilt § 1687 Abs. 1 Satz 4 und 5 und Abs. 2 entsprechend.

§ 1687
Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht,
nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in
Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung
ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich. Der Elternteil, bei
dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf
Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die
Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen
Lebens. Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in
der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer
abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben. Solange
sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer
gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat
dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der
tatsächlichen Betreuung. § 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.

(2) Das Familiengericht kann die Befugnisse nach Absatz 1 Satz 2 und 4
einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes
erforderlich ist.

Antwort
von BellaBoo, 29

Puh, also erstmal: ausgerechnet mit der besten Freundin ist natürlich echt so ein Ding, das mies ist...aber das müsst ihr selbst wissen.

An sich kann sie nicht verlangen, das die Kinder deiner Freundin das Haus verlassen, weil ihre Tochter kommt. Schließlich bilden du, deine neue Freundin und deren Kinder eine Familie und es ist nur richtig, das deine Tochter in diese neue Familie mit integriert wird. Das ihr Dinge gemeinsam macht.

Das andere Kind : Ich kann verstehen, das sie sich das wünscht. Du musst es so sehen: du warst ja nun zumindest ein-zwei Jahre ihr Partner und hast mit ihr zusammengelebt...für das andere Kind warst du in dem Moment auch der Ansprechpartner, der Ersatzpapa...vielleicht vermisst das Kind dich ja sogar und sitzt heulend zu Hause, wenn du was mit der Tochter machst. Mir tut das Kind total leid...ich habe bis heute Kontakt zu meiner Stieftochter (lebt bei ihrem Vater), obwohl ihr Vater und ich seit 8 Jahren getrennt sind. Ich hab sie schließlich 4 Jahre mit großgezogen, ich hab sie lieb und sie wird immer ein Teil meines Lebens sein. Sie kann ja nun mal auch garnichts dafür, das ihr Vater und ich uns getrennt haben. und das kann das andere Kind auch nicht...die arme Kinderseele

Kommentar von Menuett ,

Mies?

Die haben sich in böser Absicht verliebt?

Kommentar von BellaBoo ,

Nein, wenn ich ihnen eine Absicht unterstellen würde, dann hätte ich mich dazu anders ausgedrückt und es nicht nur als mies bezeichnet.

Und jaja ich weiß, wo die Liebe nun mal hinfällt *romantischesTränchenverdrück* und die Liebe ist nun mal immer stärker als Hass *schnulz*, aber für mich persönlich ist sowas ein absolutes No-Go...und das von beiden Seiten. Der Mann meiner besten Freundin ist für mich tabu, selbst wenn ich ihn verliebt wäre, würde ich da nichts machen, das widerspricht meinen Prinzipien.

Antwort
von DFgen, 20

Die Mutter deiner Tochter hat kein Mitspracherecht bezüglich deines Umgangs mit dem Kind; weder kann sie dir vorschreiben, wie du diese gemeinsame Zeit gestaltest noch wer dabei ist oder mit wem ihr sie verbringt, solange das Wohlergehen der Tochter nicht gefährdet ist.

Du bist der Mutter auch keine Rechenschaft pflichtig über die Besuche.

Als nicht leiblicher Vater des anderen Kindes hast du für dieses weder ein Umgangsrecht noch bist du gesetzlich zum Umgang mit ihm verpflichtet. 

(Wenn durch euer Zusammenleben aber eine emotionale Bindung aufgebaut wurde, solltest du es nochmal überdenken, dieses Kind nun "fallen zu lassen" - es kann sicher nichts für die Trennung zwischen seiner Mutter und dir....)

Antwort
von Nightwing99, 20

Frag doch mal deine Tochter was sie möchte um die geht es ja schließlich. Was deine Ex will und verlangt ist egal das mit dem Kund aus vorheriger Beziehung ist es totaler Quatsch (die hat schon nen kleinen Dachschaden hmm?) Und ihre anderen Forderungen sind auch egal solange es ihre Forserungen und nicht die deiner Tochter sind denn nur denen würde ich Gehör schenken.
Solange du deine Tochter gut behandelst und auch sonst keine krummen dinger wie Alkoholmissbrauch oder dergleichen abziehst kann dir deine ex das umgangsrecht auch nicht vorenthalten da ist das jugendamt inzwischen sehr hinterher das Väter Kontakt zu ihren kindern haben können daher würde ich deiner ex nochmal klipp und klar sagen das sie mit diesem belanglosem blödsinnigen mist aufhören soll und sie ihre kämpfe nicht auf kosten der Tochter führen soll oder diese als vorwand missbraucht

Antwort
von maja11111, 15

du hast das recht auf umgang und in der zeit des umgangs bestimmst du was du machst, mit wem das kind kontakt hat, wer es betreut und was sonst so anliegt. deine ex geht das nichts an. ob du kontakt zu dem anderen kind haben möchtest, bestimmst du allein. wenn du das nicht willst, dann muss deine ex das akzeptieren u. damit auch leben.

warum sollst du dich auch um ihr anderes kind kümmern müssen. das ist ihre aufgabe.

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