Frage von CLA2ooAMG, 105

Umgangsrecht Besuchsrecht oder lieber verweigern Kleinkind?

Hey ich brauch mal einen Rat von euch für eine Freundin von mir.

Es geht um ein Kleinkind, 1 Jahr und 5 Monate. Der Papa hat sich nach seiner Geburt erst blicken lassen als er 4 Monate alt war. Da dann auch unregelmäßig für 2-3 Tage, im Sommer mal paar Wochen weil er bei ihr in der Nähe gearbeitet hat.

Seit August hat er sich dann immer seltener blicken lassen, Ende November dann das letzte mal und seit dem nicht wieder. Also schon so 7 Wochen und wird wohl auch in naher Zukunft nicht auftauchen.

Die haben jetzt Schluss gemacht. Er wohnt so 45 km weit weg von ihr. Hat kein eigenes Auto und als die noch zusammen waren sagte er, er hätte ja kein Geld um zu denen zu fahren.

Jetzt zu den Fragen:

1.Ab wann muss sie ein so kleines Kind mit geben wobei überhaupt keine große Bindung zum Papa da ist ( eben weil er noch so klein ist und der Vater schon so lange nicht da war)

2.Muss sie ihm den kleinen hinterher fahren oder muss der Umgangsberechtigte sehen wie er das regelt?

3.Sie meint, es wäre das beste für alle wenn der Kontakt abbricht, für den kleinen weil
er dann nicht hin und her gezerrt werden würde, für den und seine Family, die müssten
nicht so weit fahren und ihren Sprit opfern. Würde sie das durch bekommen?

Zu 3. Der Vater hat schon 2 größere Kids, zu den beiden ist er richtig streng, egal was die anstellen, die Strafe ist immer die gleiche. Bett! Er trinkt viel, hat auch oft Gras, das raucht er, macht sich nen Tee oder vertickt es. Würde am liebsten den ganzen Tag nur pennen, die Kids würden wenn es nach ihm ginge bis Mittags im Bett bleiben.

Er ist zwar nicht Gewalttätig, aber sie macht sich halt nen Kopf wegen dem Bier und wenn er sich z.B. nen Gras Tee macht, trinkt den ned leer und der kleine würde durch einen dummen Zufall davon trinken. Er hat es ständig kalt in der Bude, die Kids wären die meiste Zeit bei seinen Eltern.

Der kleine hat auch wie schon gesagt kaum nen Bezug zum Vater, geschweige denn zu den Eltern von ihm. Er fremdelt jetzt, damals an einem Geburtstag hat der kleine bei jeden nur geheult.

Wie ist deine Meinung zu dem ganzen?

Ach ja. Sie hat das alleinige Sorgerecht.

Antwort
von DFgen, 66

Wenn der Vater das Kind nicht sehen will, kann die Mutter nichts oder nur wenig dagegen ausrichten - sie könnte den Umgang allerdings nicht selbst untersagen, denn:

Das Umgangsrecht ist kein Recht der Eltern, sondern das Recht des Kindes auf Umgang mit beiden Eltern (BGB §1684), wenn es nicht mit ihnen beiden zusammen lebt (http://dejure.org/gesetze/BGB/1684.html). 

Es ist unabhängig vom Sorgerecht oder Unterhaltszahlungen.

Denn nur durch den Umgang/ die Besuche kann das Kind eine Beziehung/ Bindung zum anderen Elternteil aufbauen.

In diesem Rahmen hat der "betreuende Elternteil" - hier die Kindsmutter - eine "Wohlverhaltenspflicht: sie ist gehalten, auf den Umgang des Kindes mit seinem Vater positiv einzuwirken....(BGB §1684, Abs. 2)

Der umgangsberechtigte Elternteil - hier der Vater - hat die Kosten des Umgangs (Transport, Verpflegung, Unterkunft, Ausflüge) in der Regel allein zu tragen. (Nur, wenn die Mutter selbst mit dem Kind so weit weggezogen wäre, dass dadurch der Umgang für den Vater erschwert würde..., könnte sie ggf. an den Kosten beteiligt werden...)

Die Mutter ist lediglich verpflichtet, das Kind für die Besuche mit ausreichend Kleidung, Wechselwäsche...etc. auszustatten...

Über die Art und die Anzahl der Besuche müssen die Eltern sich selbst einigen und dabei auf die Belange des Kindes (Alter, Entwicklungsstand) und auch die des jeweils anderen Elternteils Rücksicht nehmen.

Wie, wo, bei oder mit wem... der Vater die Besuche dann gestaltet, bleibt allein ihm überlassen. Die Mutter hat diesbezüglich kein Mitspracherecht und der Vater ist ihr auch nicht Rechenschaft pflichtig - solange das Wohl des Kindes nicht in Gefahr ist.

Wäre das Kindswohl allerdings gefährdet, sollte/ könnte sich die Mutter an das Jugendamt wenden, dann könnte durch Empfehlung/ Gutachten o.ä. eine gerichtliche Entscheidung herbeigeführt werden, z.B. den Umgang unter Aufsicht zu stellen oder auszusetzen....

Antwort
von adianthum, 59

Eigentlich muss sie nur das mit den Betäubungsmitteln angeben und dann ist der Umgang Geschichte!

Deine Freundin soll sich nen anständigen Kerl suchen, der das Kind lieb hat und gerne die Vaterrolle übernimmt, und dann lieber mit dem zusammen einen auf Familie machen.

Schädlich wird es allerdings bei ständig wechselnden Partnern, weil das Kind feste Bezugspersonen braucht an denen es sich orientieren kann.

Zu 1.: Wenn sie das alleinige Sorgerecht hat, überhaupt nicht.

Zu 2.: Er muss sich selber kümmern, wenn er das Kind sehen will.

Zu 3.: Sprit und Aufwand sind keine Argumente, und sie soll sich nicht den Kopf des Erzeugers zerbrechen.

Der Mann ist der Beschreibung nach ein verantwortungsloser und gleichgültiger Mensch und sollte besser ganz außen vor gelassen werden um das Kindeswohl nicht zu gefährden.

Da sie das alleinige Sorgerecht hat kann sie wohl alleine entscheiden, auch wo sich das Kind aufhalten darf/soll (Aufenthaltsbestimmungsrecht).

Kommentar von hertajess ,

Eigentlich muss sie nur das mit den Betäubungsmitteln angeben und dann ist der Umgang Geschichte!

Träum mal schön weiter diesbezüglich. Denn eine Kindeswohlgefährdung ist in jedem Fall erst mal nachzuweisen. 

Naja, nach Deiner Auffassung trägt Dämchen selbstverständlich absolut keine Verantwortung bezüglich der Frage welches Männchen als zukünftiger Vater ausgewählt wird und welcher nicht. Unser Grundgesetz hat ja erst seit Mai 1949 Gültigkeit. 

Kommentar von adianthum ,

Sorry, aber ich finde deinen Kommentar recht kryptisch- soll heißen, ich verstehe den letzten Absatz überhaupt nicht, und wie du dahin gekommen bist.

Ich habe nirgends unterstellt, die Dame habe ständig wechselnde Partner. Ich habe lediglich festgestellt, dass ständig wechselnde Partner schädlich für das Kind sind.

Antwort
von Turbomann, 46

@ CLA2ooAMG

Vielleicht sollte sie sich mal von einem Anwalt für Familienrecht beraten lassen, wei das in ihrem Fall mit dem Umgangsrecht geregelt ist oder wird..

Sie hat das alleinige Sorgerecht wie du schreibst, warum lässt sie die Sache dann nicht auf sich beruhen, wenn er sich eh nicht sehen lässt?

Aber sie sollte trotzdem das Kind mit ihrer persönlichen Meinung über seinen Vater nicht beeinflussen. Irgendwann wird das Kind den Wunsch mal haben, seinen Vater zu sehen, wenn es selber entscheiden kann. Dann sollte der Weg für das Kind frei sein, ob es seinen Vater sehen will oder nicht.

Kommentar von maja11111 ,

aha und du zahlst den anwalt? noch hat sie asr, dem vater steht gsr zu, das kann er verlangen oder auf ihre kosten gerichtlich beantragten.

Kommentar von Turbomann ,

@ maja11111

Wieso sollte ich den Anwalt bezahlen, es gibt heute Möglichkeiten, wo man einen Anwalt über gerichtliche Hilfe organisieren kann. Einem Anwalt ist es egal, woher er sein Geld bekommt, übers Gericht oder von der Person die klagt. Zudem bekommt man sicher auch übers Jugendamt aussagekräftige Antworten.

Richtig der Vater kann es verlangen, wenn du meinen Kommentar richtig gelesen hast, dann habe ich geschrieben:

"warum man es nicht im Moment so belässt, wenn er sich schon nicht darum bemüht, sein Kind zu sehen und sich nicht sehen lässt".

Der Papa hat sich nach seiner Geburt erst blicken lassen als er 4 Monate alt war.

Da hat er doch schon gezeigt, wieviel Interesse er an seinem Kind hat, da sollten ein paar Kilometer keine Rolle spielen.

Sollte man ihn zwingen? Wenn er wollte, würde er alle Hebel in Bewegung setzen und noch ist das Kind zu klein für eigene Entscheidungen.

Wer weis, vielleicht ändert dieser Papa ja noch seine Meinung, das weis man nie. Man sollte immer dem Kind zuliebe den Weg offen gestalten, dass das Kind immer seinen Papa sehen kann und der Vater sein Kind ebenso.

Hier sollten sich die Emotionen der Eltern in Grenzen halten und nicht auf die Kinder übertragen werden. Ebenso was das Besuchsrecht betrifft, denn Vater und Kind haben ein Recht sich zu sehen und das darf niemals zulasten eines Kindes ausgetragen werden. Das nur weil persönlichen Aversionen dem anderen Partner gegenüben eine Rolle spielen sollten.

Es sei denn es gibt gravierende Gründe, wo gerichtlich beschlossen wird zum Wohl eines Kindes, dass das Umgangsrecht verweigert wird.

Antwort
von rasperling1, 35

Der Vater hat ein Umgangsrecht, dass man ihm von Gesetzes wegen nur in engen Ausnahmefällen völlig entziehen kann. Was die Mutter denkt, wünscht oder sich vorstellt ist in diesem Zusammenhang nicht entscheidend. Vielmehr kommt es einzig und allein darauf an, dwas das Beste für das Kind wäre. Es lässt sich keineswegs so pauschal sagen, dass es wegen der Unregelmäßigkeiten für das Kind besser wäre, den Vater gar nicht mehr zu sehen. So denkt vielleicht ein Erwachsener, aber so fühlt kein Kind. Auch ein seltener und/oder unregelmäßiger Umgang ist meist besser, als gar kein Umgang. Die Mutter muss hier sicherlich einige Opfer bringen. Aber sie hat nun mal ein Kind mit diesem Mann, und deshalb muss sie dessen Eigenarten eben auch bis zu einem gewissen Grad hinnehmen. Das ist nun mal das Schicksal, das einen treffen kann, wenn man sich mit einem Partner einlässt. Das soll nicht bedeuten, dass der Vater nicht verpflichtet wäre, sein Verhalten zu ändern und mehr Verlässlichkeit zu zeigen. Allerdings kann man ihn nicht dazu zwingen, und Umerziehung ist oft schwierig. Solange durch sein Verhalten nicht das Kindeswohl gefährdet wird, muss man sich letztlich wohl leider doch damit abfinden. Etwas anderes ist es natürlich, wenn der Vater z.B. wegen Drogenkonsum das Kind gefährden würde. Allerdings muss ihm das nachgewiesen werden. In diesem Fall käme ein begleiteter Umgang in Betracht, z.B. in Anwesenheit eines Jugendamt-Mitarbeiters. Die Kosten des Umgangs, insbesondere also die Fahrtkosten, muss der Vater tragen.

Antwort
von maja11111, 32

in deisem falle wäre umgangsvereinbarung ganz wichtig.

in der regel gehen kinder ab einem halben jahr oder spätestens nach abstillen zu ihrem vater mit übernachtung.

eine umgangsvereinbarung sähe dann etwa so aus:

1. 2-3 nachmittage mit 1-2 übernachtungen, jedes zweite we von fr-so, hälftige ferien u. feiertage, drei wochen sommerurlaub

- hinweisen solltet ihr kv, dass er die kosten des umgangs beantragen kann beim jobcenter. die fahrtkosten, die kduanteile und regelsatz, werden dem vater dann für die zeit der umgänge gezahlt.

2. eigentlich wäre es vernünftig die kosten zu teilen. so handeln es erwachsene. oder sie teilt ihm mit das er doch die kosten beantragen sollen für den umgang.

3. äußerungen wie diese sagen eltern ohne verantwortung und solche äußerungen schädigen das kindeswohl. die km ist angehalten den umgang zu fördern und zu fordern. durchkommen würde sie damit nie, denn kv kann jetzt zwei jahre umgang aussetzen und in zwei jahren fordert er umgang und sie müsste ihn gewähren.

4. was er mit den anderen kindern tut, was er trinkt oder angeblich raucht ist seine sache. es geht die km nichts an.

ob das kind bezug hat oder nicht, es ist der vater des kindes und die mutter hat die pflicht den umgang zu fördern. als erwachsene würde sie sich mit kv hinsetzen und eine lösung für die situation finden.

Antwort
von JanRuRhe, 40

Der letzte Satz sagt doch alles :-) wenn er das Kind nicht sehen will- sein Problem. Hauptsache Unterhalt ist geregelt. Wie kann ein Mann so dumm sein?.....

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