Frage von Vannilein123, 53

Umgangsrecht bei Trennung?

Hallo ihr Lieben,

Ich habe mich von meinem Freund getrennt und wir haben eine 9 Wochen alte Tochter. Wie sieht das mit dem umgangsrecht aus? Wie oft darf er sie sehen während sie noch so klein ist? Er will jeden Tag kommen und so sie besuchen aber ich ertrage das nicht ihn kü sehen, da er mich sehr verletzt hat. Ich weiß, das wenn er zahlt, er das Recht hat, sie jedes 2. Wochenende zu sich zu nehmen, aber das ist erst ab einem bestimmten Alter des Kindes der Fall, sagte meine Hebamme. Wie oft und wie lange darf er laut Gesetz sie besuchen? Darf er sie auch alleine zu sich nehmen während sie so klein ist?

Antwort
von hertajess, 16

Das Umgangsrecht ist tatsächlich unabhängig von der Unterhaltsfrage zu betrachten denn hier geht es einzig und allein um eine gesunde Entwicklung des Kindes vor allen Dingen im nichtstofflichen Bereich. Dazu gibt es die eine und die andere Studie welche nachweist dass regelmäßiger Umgang mit beiden Elternteilen für die Entwicklung eines Menschen sehr förderlich ist. Deine Gefühle dem Vater gegenüber spielen hier keine Rolle. Du bist immerhin erwachsen oder willst es zumindest sein. Dann darfst Du für Deine Gefühle auch alleine die Verantwortung tragen. Das Kind da mit einzubeziehen ist wenig erwachsen. Denn es schiebt die Verantwortung für Deine Gefühle zum Kind hin. 

Nein. Muss Dir nicht gefallen. Kann ich auch nachvollziehen. 

Tatsächlich führt regelmäßiges stillen zu Einschränkungen im Umgangsrecht. Von daher kommt so die Annahme bzw. hier und da als pauschale Richtlinie verbreitete Zahl von zwei Jahren die ein Kind nicht zu jeweils 50% bei beiden Eltern sein kann. Wo aber nicht gestillt wird muss auf Ernährungszeiten auch keine Rücksicht genommen werden denn ein Vater kann mindestens ebenso gut ein Fläschchen fertig machen, Windeln wechseln und so fort wie eine Mutter. 

Bitte bedenke: Du bist jetzt in einer besonderen Phase. Der Vater aber durchaus auch. Denn so ein kleines Kind verändert beide Elternteile massiv. 

Zu überlegen wäre ob es nicht möglich ist an einem sogenannten Eheberatungskurs der Caritas teilzunehmen. Keine Bange: die missionieren nicht und es ist auch nicht notwendig überhaupt mit Glauben Was am Hut zu haben. Der Konflikt kann da aufgelöst werden. Die Kurse sollen das Beste sein Was es in unserem Staat gibt in der Richtung. Denn Dein Leid muss ja nicht dauerhaft sein. 

Antwort
von brennspiritus, 29

Du solltest deine Verletzung vom Umgang des Kindes trennen. Lass ihn jeden Tag kommen. Dein Kind wird es dir irgendwann danken. Ist doch eher schön, dass du sehen kannst, wie er mit dem Kind umgeht. Das beruhigt. 

Antwort
von FooBar1, 23

Er sollte das gleichen recht wie du haben sein Kind zu erziehen. Wenn er nur alle 2 Wochen will ok, aber verbieten kannst du es einfach so nicht

Antwort
von KaeteK, 24

Du mußt aufhören dich selbst zu bemitleiden. Du hast gewußt, dass man ohne Verhütung schwanger werden kann. Nun ist ein Kind da und die Beziehung klappt nicht. Scheint heute im Trend zu sein, aber da ist ja nicht das Thema. Wenn du dein Kind liebst, dann sucht ihr gemeinsam um eine Lösung, zum Wohle des Kindes. Natürlich kann er nicht jeden Tag auf der Matte stehen - setz ihm Grenzen, dazu bist du berechtigt. Auch kannst du das mit dem Jugendamt klären, wobei ich persönlich der Ansicht bin, dass man das auch so schaffen kann. Noch ist das Kind sehr klein und dadurch ist das mit dem Besuchsrecht etwas schwieriger zu gestalten. Der junge Mann hat doch bestimmt Familie -vielleicht kannst du über die Familie eine Verbindung aufbauen so, dass das Kind erst mal für ein paar Stunden am Wochenende zu seinen Eltern kommt und er dann den Kontakt halten kann und den Großeltern ist auch geholfen. Wenn es nicht klappt, dann kannst du immer noch das Jugendamt um Hilfe bitten. Später dann, wenn das Kind älter ist, schenk ihm die Freiheit, dass es einen regen Kontakt zu seinem Vater haben darf, denn es hat das Recht auf ihn. Meist ist dann so, dass die Väter das Interesse verlieren, aber es gibt auch Väter, die sich ihrer Verantwortung nicht scheuen. Also, seh zu, dass ihr auf einen gemeinsamen Nenner kommt. Alles Gute, vor allem für den kleinen Wurm. lg

Antwort
von ghasib, 38

Ich finde man sollte dem Vater den Kontakt zu dem Kind nicht verbieten. Viele Mütter stellen sich da quer was unfair für das Kind und den Vater ist. Vielleicht bekommt ihr so ne Chance für einen Neuanfang

Kommentar von xxkaputtxx ,

Sehe ich auch so. Zudem wird es oft so betrachtet, als wäre die Mutter eine viel engere Bezugsperson zum Kind, wobei das gar nicht stimmt. Nur weil die Mutter das Kind geboren hat, ist der Vater trotzdem der Vater und ich finde es allgemein total dumm, dass die Mütter teilweise bestimmen können, wie oft der Vater das Kind zu sehen bekommt, weil ja beide ein Recht darauf haben, da es beider Kind ist!

Antwort
von xxkaputtxx, 28

Hatte etwas ähnliches in der Familie. Es wurde so gehandhabt, dass richterlich beschlossen ist, an welchen Tagen das Kind zur Mutter und wann zum Vater kommt. Das ist jeweils die halbe Woche.

Antwort
von Gummilekka, 26

Es geht zu allerletzt um dich, sondern um das Kind. Und es braucht seinen Vater.

Kommentar von Gummilekka ,

Solche Frauen, die solche Gedanken hegen, verdienen den Begriff “Mutter“ nicht....omg, wie mich das aufregt.

Kommentar von mirolPirol ,

Auch wenn es dir jetzt sehr schwer fällt, ihn zu sehen - es ist euer gemeinsames Kind! Solange die Kleine gestillt wird, ist sie natürlich mehr auf dich angewiesen, aber du musst ja nicht mit ihm am Kinderbett hocken! Wenn sie versorgt ist, spricht doch nichts dagegen, dass er sich für 2-3h alleine um sie kümmert, du kannst sie doch seiner Obhut überlassen?

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