Frage von JohannaNepomuk,

Umgangsrecht bei gemeinsamen Sorgerecht

Ich hatte sieben Jahre das alleinige Sorgerecht. Als meine Tochter vor drei Jahren überhaupt keinen Kontakt mehr zum Vater wollte (ein halbes Jahr lang), suchte ich eine Familenberatungsstelle auf, die den Kontakt mit dem Vater und seiner neuen Familie ( er ist inzwischen verheiratet und hat noch einen Sohn) wieder herstellte. Ich war damals froh darüber, da ich der Ansicht bin, dass en Kind zu beiden Elternteilen Kontakt haben sollte. Der Vater hatte sich damals von sich aus nicht mehr gemeldet. In den Gesprächen wurde ich von dieser Familienberatungsstelle allerdings von Anfang an dazu genötigt, dass gemeinsame Sorgerecht einzurichten. Obwohl ich große Bedenken hatte (der Vater zahlte über Jahre hinweg keinen oder nur geringen Unterhalt ) richtete ich trotz großer Bedenken das gemeinsame Sorgerecht ein. Nun hat es der Vater geschafft, ohne besondere Vorkommnisse meine Tochter auf seine Seite zu ziehen. Sie lebt seit drei Monaten beim Vater und lehnt den Kontakt zu mir ab. Sie wird hochgradig manipuliert und ihre Ablehnung gegen mich nimmt stetig zu. Der Kontakt wird mir verwehrt und als ich mir nun rechtlichen Beistand nahm ( das hat mich 220,-€ gekostet) musste ich erfahren, dass ich nchts machen kann, da das Kind nicht will. Meine Tochter hat sich unter mener Obhut super entwickelt, während die Familie des Vaters sogar schon dem Jugendamt gemeldet wurde. Das alles, so sagt man mir, spielt keine rolle. Das Schlimmste für mich ist allerdings, dass der Vater die Erziehung wie gehabt an seine Frau abgibt und diese nun auch mit meiner Tochter zum Arzt geht. Ich selbst habe sehr schlechte Erfahrungen mit der Schulmedizin gemacht (meine große Tochter ist dank der Schulmedizin heute zu 80 % behindert) und befürworte einen anderen Umgang mit Krankheiten. Wie steht es da mit meinen Rechten? Kann ich zumindestens verlangen, dass der Vater die Arztbesuche übernimmt?

Antwort von PrinzessinBrain,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Das dein Ex die Arztbesuche übernimmt kannst du nicht verlangen, da das Kind in seiner Obhut ist und somit er entscheidet wem er es anvertraut. Warum du kein Umgangsrecht haben solltest ist mir allerdings ein Rätsel. Du hast das volle Umgangsrecht und wenn dein Ex dir den Kontakt verwehrt kannst du dein Recht einklagen. Wer sagt das dein Kind keinen Kontakt zu dir will? Sie selbst? oder der Vater? Stell einen Antrag auf Umgangsregelung beim Familiengericht, das geht mit oder ohne Anwalt. So wie er sich momentan verhält hat er die Kosten des Verfahrens zu tragen. Warum helfen dir eigentlich diese Leute nicht die dich dazu überredet haben das geteilte Sorgerecht einzurichten? Genauso wie sie damals den Kontakt mit dem Vater wieder hergestellt haben könnten die das doch jetzt auch für dich tun oder? Was sagt das Jugendamt? Warst du da schon? Die könnten im Vorfeld einer Klage auch schon mal versuchen zu helfen und es ist immer gut wenn der Fall dort schon mal bekannt ist, denn bei einer möglichen Gerichtsverhandlung wird auch ein Mitarbeiter des Jugendamts anwesend sein.

Antwort von Lissy832,

nein das kannst du nicht! warum auch... wenn du deinen neuen partner mit dem kind zum arzt schicken würdest (warum auch immer), dann würdest du dir da auch nicht reinquatschen lassen! kotzt es dich vielleicht einfach nur an, dass diese frau aufgaben übernimmt, die das kind mit dir nicht mehr erledigen will? dann lass die frau in ruhe... sie übernimmt aufgaben, die zu ihrem alltag gehören und anscheinend für sie auch selbstverständlich sind!

Antwort von timbatal,

deine tochter hätte so oder so zum vater ziehen können. das hat nichts mit gemeinsamen sorgerecht zu tun. auch ist es nicht schuld der familienberatungsstelle, das kv gsr hat sondern eigentlich selbstverständlich. dein umgangsrecht solltest du gerichtlich durchsetzen. den rechtsbeistand würde ich an deiner stelle wechseln. fordere ihn auf umgang umzusetzen: alle 14 tage von fr-so, hälftige ferien und feiertage, drei wochen sommerurlaub. sollte er dies nicht tun, dann klage auf umgang im eilverfahren. es gibt auch überhaupt kein problem das die neue mit dem kind zum arzt geht. sie kann halt nur keine entscheidungen treffen. aber das kind begleiten kann sie sehr wohl. die bemerkung das deine tochter durch schulmedizin behindert wurde ist dagegen schwachsinn und tut mit der situation des anderen kindes nix zur sache.

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