Frage von vivien252, 102

Umgang und Vorbeugung von Depressionen?

Hallo ihr Lieben,

Ich bin 17 Jahre alt und leide laut meinem Arzt unter mittelschweren bis schweren Depressionen. Da es noch dauert, bis ich einen Termin beim Psychologen bekomme, würde ich mich freuen, wenn ihr Tipps für mich hättet:

  • Was kann ich tun um die Depressionen vorzubeugen?
  • Gibt es frei verkäufliche Medikamente dagegen? Und vorallem für Einschlaf-, Durchschlaf- und Aufwachprobleme?
  • Schule ist momentan unmöglich zu schaffen, soll ich jemandem Bescheid geben? Kann mich der Arzt länger krank schreiben?
  • Mein Vater versteht nicht, dass Depressionen eine Krankheit ist und ist wütend, wenn ich nicht zur Schule gehe .. Habt ihr Tipps wie Angehörige besser damit umgehen können?

Ich freue mich über jede Antwort.. 😊

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Etain77, 56

Also wenn dein Arzt Depressionen festgestellt hat,sollte er dir auch Antidepressiva verschreiben. Angefangen von natürlichen wie Johanniskraut, kann es unter Umständen auch sein, dass er dir vorübergehend chemische verschreiben sollte. Generell ist mit Depressionen nicht zu spaßen. Du solltest deinen Arzt mal drauf ansprechen, was er gedenkt, dagegen zutun.Auch im Hinblick darauf, dass du deinen Alltag wieder meistern kannst.

Kommentar von vivien252 ,

Leider will mein Hausarzt mir keine Antidepressiva verschreiben, er überlässt das dem Psychiater.. Doch bis zum Termin dauert es noch etwas..

Kommentar von Etain77 ,

Hmmm. Dann solltest du dir eventuell eine Zweitmeinung einholen. Vorübergehend kannst dur dir freiverkäufliche Präparate aus Johanniskraut oder Baldrian oder Hopfen kaufen. Und was deinen Vater angeht, der sollte dich mal bei einem Arztbesuch begleiten und sich vom Doktor anhören, was eine Depression ist und was sie mit einem macht.

Kommentar von Etain77 ,

Was mir übrigens erade noch einfällt. Ist es nicht seit Januar so, dass man nicht länger als 4 Wochen auf einen Facharzttermin warten muß?

Kommentar von Furzer ,

Ja, aber man muss sich an eine bestimmte Servicestelle wenden und braucht einen Schein vom Hausarzt dafür. Dann kann man den Facharzt aber nicht selbst auswählen und die Stelle kann weiter weg sein.

Kommentar von vivien252 ,

Dankeschön, ich werde es mal mit Johanniskraut versuchen.

Ja, schön wär's.. In meinem Umkreis gibt es 4 Psychologen, eine davon behandelt nur überintelligente Jugendliche, die anderen 3 haben bis April keine Termine frei. Mir wurde angeboten ab Februar ambulant behandelt zu werden, allerdings müsste ich dafür einmal die Woche 60 km hin und zurück fahren. Eine Frechheit.

Kommentar von Etain77 ,

Ein Psychologe darf dir aber keine Medikamente ausstellen. Der normale Werdegang wäre Hausarzt, Psychiater, Psychologe. Akut muß dir dein Hausarzt auch die entsprechenden Medikamente verschreiben, wenn er schon eine so schwerwiegende Diagnose stellt.

Kommentar von Furzer ,

Im Akutfall wird der Hausarzt jemanden ambulant zur Klärung freiwillig einweisen lassen. Bei ganz klaren Suizidabsichten über die Polizei. Zum eigenen Schutze wohlgemerkt!

Kommentar von vivien252 ,

Ich habe mich falsch ausgedrückt. Der Hausarzt hatte die Vermutung, dass ich unter Depressionen leide und gab mir eine Überweisung für einen Psychiater, der mit mir ein Gespräch führte und die Diagnose stellte.. Ich müsste nun jede Woche 1-2 mal insgesamt 120-240 km fahren, das ist mir definitiv zu weit.. Deshalb würde ich lieber zu einem in meiner Nähe, doch die haben in nächster Zeit keine freien Plätze.. Und ohne begleitende Therapie gibt es auch keine Medikamente.

Kommentar von Furzer ,

Wenn das zu weit ist, was es auch eigentlich ist, muss der Hausarzt oder Psychiater eine bessere Lösung deines Akutfalls geben. Notfalls vorerst in die Tagesklinik, dort kann man auch übernachten. Man bekommt keine Zwangsjacke, wie das in Hollywoodfilmen gerne altertümlich dargestellt wird.

Die Psychatrien sind heute sehr anders im Umgang mit Patienten.

Kommentar von vivien252 ,

Das wurde mir leider nicht angeboten. Ich hatte nur die Möglichkeit in die geschlossene zu gehen, so gefährdet und extrem krank fühle ich mich aber nicht.. 

Kommentar von Etain77 ,

Also ich habe selber immer wieder mit depressiven Verstimmungen zu kämpfen. Mein Hausarzt hat mit anfänglich Laif900 verschrieben, später Mirtazapin. Es gab auch jahrelang keine Probleme damit. Erst seit 2 Monaten ist er auf dem Trip, dass ich zum Facharzt soll und er mir keine neuen Rezepte ausstellen mag. Weiß nicht. wende dich vielleicht mal an diese Servicestelle. Alternativ solltest du ganz klar beim nächsten Besuch ansprechen, dass du Medikamente wünschst. Natürlich nur, wenn du das Gefühl hast, dass es ohne gar nicht mehr geht.

Kommentar von Furzer ,

Er wird seine Gründe haben, wenn er vorerst keine Medis verschreibt. Die kann man nicht allzulange einnehmen.

Kommentar von Etain77 ,

Weiß nicht. Wenn jemand seinen Alltag nicht mehr meistern kann, sprich, nicht mehr zur Schule geht, dann ist das akut behandlungsbedürftig. Das Problem an psychischen Erkrankungen ist, dass der Arzt die icht körperlich festmachen kann, wie eine Erkältung zum Beispiel. Er muß auf das vertrauen, was der Patient sagt. Und wenn man sich dann hinsetzt und sagt: Ach, ich bin ein bißchen traurig, dann sagt der Arzt: Das vergeht schon wieder. Wenn man aber sagt, dass man es nicht mehr schafft, einen geregelten Tagesablauf hinzubekommen, dann muß er auch was dagegen tun.Ich bin wirklich kein Freund von Medkamenten, aber akut müssen sie ebenmanchmal sein.

Kommentar von vivien252 ,

Danke, das sehe ich genauso.. Und mich sofort in eine geschlossene stecken zu wollen, weil ein Mangel an Psychologen bzw Psychiatern vorherrscht, obwohl ich nicht so extrem betroffen bin, wie manch andere, ist meiner Meinung nach eine Frechheit. Das würde mich bestimmt nur noch mehr runter ziehen mit Menschen zusammen zu sein, die sich selbst verletzen und sterben wollen.. 

Kommentar von Etain77 ,

Hmmm. Probiers erstmal mit pflanzlichen Medikamenten. Rede nochmal mit deinem Arzt drüber. Und vor allem, nimm mal deinen Vater mit dahin. Alles Gute weiterhin.

Kommentar von vivien252 ,

Vielen Dank. 

Antwort
von zahlenguide, 52

melatonin ist das schlafhormon. dieses gibt es auch in apotheken. es soll besser helfen beim einschlafen. wichtig ist aber, dass du dich vorm einschlafen nicht lichtern aussetzt, die heller sind als der halbmond. 

lege dich entspannt hin, lege deine hand auf dein herz und konzentriere dich nur auf dein herzschlag oder alternativ auf deinen atem. 

wenn du willst: dann kannst du dir dabei einen trickfilm vorstellen (z.B. Goofy). gestalte dein eigenes abenteuer bei dem du dabei bist. 

Antwort
von Furzer, 46

Mit sowas kommst Du wahrscheinlich in eine offene Tagesklinik.

Mit Selbstmordabsichten in die geschlossene Abteilung.

Naja, ich habe eine leichte bis mittelgradige.

Man kann sich schon länger krankschreiben lassen, aber dann muss Du auch alles schön brav an Therapien durchziehen.

Dein Vater ist überhaupt nicht im Bilde, Depris sind eine sehr ernstzunehmende Krankheit. Sie gehört bei schweren Erscheinungen in die Hände des Psychiaters. Der verschreibt Dir Medis zum Einschlafen und auch gegen diese leeren Gedanken.

Dein Vater sollte sich mal vom Hausarzt aufklären lassen. Das ist nicht nur eine Erkältung oder sowas.

Vorbeugen kann man nur wenig.

Sport ist die beste Medizin bei Depri-Phasen.

Aber auch Sportler bekommen dies.

Keiner ist so richtig davor gefeit.

Jeder kann es bekommen, egal wie angespannt er vorher schon war oder wie entspannt.

Kommentar von vivien252 ,

Mir wurde angeboten sofort in eine geschlossene Klinik gehen zu können, doch das war mir zu extrem.. Ich würde viel lieber ambulant behandelt werden.

Kommentar von Furzer ,

Wenn Du nicht an Selbstmord denkst, gehe in eine Tagesklinik oder Psychotherapie zwei mal die Woche.

Obwohl die Tagesklinik nicht geschlossen ist, kann man dort auch übernachten wenn man will.

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