Umgang mit der Trauer?

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7 Antworten

Ich habe nach dem Tod naher Angehöriger mit Menschen, die das auch wollten, viele Erinnerungen ausgetauscht. Auch aufgeschrieben (vor allem auch Zitate, Lieblingssprüche, Erinnerungen etc.).

Dann habe ich abends sehr oft Fotos und Videos der Verstorbenen angesehen. Trotzdem gab es auch zwei Jahre nach dem Tod immer wieder Situationen, in denen die Tränen kamen, weil jemand typische Lieblingssprüche benutze, oder ich an etwas vorbei kam, das der Verstorbene gern gehabt hätte oder jemand ein Wort so aussprach, wie er es getan hätte. Ich bin der Zeit abends oft alleine spazieren gegangen und dann kamen mir oft Gedanken an ihn und auch mal die Tränen. Das war dann egal, weil fast keiner in der Nähe war. Auch fiel mir auf, dass ich einige Lieder aus dem Radio direkt auf ihn oder den Tod allg. bezog und dann natürlich anfing zu heulen. Da mein Radio im Badezimmer steht, war das nie ein Problem.


Bereite Dich darauf vor, dass Dir an unmöglichen Orten die Tränen kommen werden. Bei mir war das z.B. als ich Weihnachtssüßigkeiten im Supermarktregal sah (die ich sonst für ihn gekauft hatte), oder als ich zufällig jemanden sah, der ihm ähnlich sah oder ähnliche Kleidung anhatte. Da war das offene Weinen natürlich eher nicht angebracht und ich habe mich zusammengerissen.

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ich finde es wichtig, der Trauer Raum zu geben und mit Menschen, denen man vertraut und die einem gewogen sind, darüber zu sprechen

Ich finde es ebenfalls wichtig, sich schöne Erlebnisse in Erinnerung zu rufen, die man mit dem Verstorbenen hatte und Erinnerungsstücke sind eine gute Sache - aber mit mir herumtragen würde ich sie nicht, sondern an eine Stelle in der Wohnung legen, die mir wichtig ist und wo sie mir nahe sind.

Trauern ist ein Prozess, der bei dem einen länger, bei dem anderen kürzer dauert. Am Ende steht die dankbare Erinnerung und ein moderater Schmerz. Bei einer geliebten Person wird der Schmerz über den Verlust immer da sein, aber nicht mehr so scharf, wenn du verstehst, wie ich das meine.

Es ist ein langer Weg - alles Gute dir

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Das tut mir sehr leid:( Solche Verluste zu verarbeiten ist immer sehe sehr schwer und kann lange dauern. Ich denke es ist sehr wichtig nichts zu verdrängen und wenn es für einen möglich ist sehr offen damit zu sein. Jemanden zu haben der Zuhört kann sehr Hilfreich sein, auch wenn diese Person nicht direkt helfen kann. Umso länger man den Schmerz verdrängt, desto länger dauert die Verarbeitung und die Möglichkeit ohne viele Schmerzen trauern zu können .
Ich wünsche dir viel
Kraft!❤️❤️

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Mit Trauer lässt sich auch nur schwer umgehen. Ich für meinen Teil habe angefangen Gemälde von den Verstorbenen zu malen oder habe versucht die Trauer bildlich zu gestalte...
und dann bin ich meist noch spazieren gegangen... und eine Art "Schrei-Therapie" gemacht (oft auch während des Spazierens >_>'').

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Erstmal musst du deine Trauer akzeptieren, sie ist nicht s schlimmes und gehört zum Leben dazu. Jeder trauert anders. Fa gibt es keine Regeln. Trauer kann auch immer bleiben, wieso sollte sie auch vergehen, einen geliebten Menschen vermisst man ein lebenslang. Wie du deine Trauer auslebst kannst nur du entscheiden. Ich für meinen Teil denke jeden Tag an meine verstorbenen Lieben. An schöne Momente die man hatte und stell mir ihre Gesichter nochmal vor. 

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Reinfressen bringt auch nix... Da hilft nur es zu akzeptieren und mit den beiden menschen abzuschließen. Wir wissen alle dass jeder zeit menschen die wir mögen, sterben können.. Ohne den tod gibts eben kein leben... Ich weis ja nicht wie gläubig du bist aber nach dem tod wirst du sie im himmel wieder sehen!

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Kommentar von bonniedaniels
14.06.2016, 00:57

Mein größtes Problem ist einfach, dass diese Menschen viel zu plötzlich aus dem Leben gerissen wurden. Ich für meinen Teil kann nicht akzeptieren, dass meine Schwester mit 30 sterben musste und auch nicht, dass mein Kind sterben musste, bevor es richtig gelebt hat. Das macht es mir einfach schwerer, als mit einer zb 83-jährigen Omi abzuschließen.

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Kommentar von DJFlashD
14.06.2016, 01:16

oh man das is schon echt hart.. solange du noch an sie denkst werden sie nie wirklich gestorben sein, sie leben in deinen gedanken weiter, genauso wie die familienmitglieder die mir bereits fehlen...

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Mit dem Tod kam ich sehr früh gut klar. Wir hatten viele Tiere in meiner kindheit und ja man hat als kind freundschaften mit den Tieren geschlossen.

Mein Stiefvater zwang mich als kind irgendwann ein Huhn zu schlachten das ich quasi selbst schlüpfen sah. So lernte ich damals mit dem Tod umzugehen.

Irgendwann ist dann mein leiblicher Vater gestorben und ich habe es einfach akzeptiert.

Womit ich aber nie klargekommen bin bis heute ist das meine exfrau mit meiner tochter im bauch ging. ALso nicht gestorben sondern einfach auszog und mir den kontakt erschwert hat wo es nur geht.

Das macht mich bis heute noch fertig weil meine Familie nicht bei mir ist. Aber hat ja nichts mit deiner frage zu tun.

Wenn man mich fragt gehört der Tod LEIDER zu unseren leben dazu. Wenn man ihn akzeptiert kann man relativ gut damit umgehen.

Und ja, auch ich als mann bin schon das ein oder andere mal zusammengebrochen und habe rotz und wasser geheult. Sowas kommt vor und man sollte es zulassen wenn es soweit ist

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