Frage von RoyalWarrior, 121

Umgang mit depressivem Kind im Schülerhort?

Guten Abend liebe Community. :)

  • Depressives Kind im Schülerhort. Diagnose wurde vom Kinderarzt gestellt.

  • Alter zwischen 6- und 12 Jahren. Ursachen grundsätzlich unbekannt.

Wie geht man damit als pädagogische Fachkraft um?

Wie läuft die Elternarbeit? Gibt es spezielle Aktivitäten für das Kind / die Gruppe?

Es geht mir weniger um die Zusammenarbeit mit externen Stellen, sondern eher um den konkreten pädagogischen Umgang am Kind. Hat jemand Erfahrungen oder Vorschläge?

Danke. :)

Antwort
von emojenny100, 67

Da ich selber einmal unter depressionen litt, kann ich nur aus erfahrung sprechen.

Man sollte das Kind ganz normal behandeln wie alle anderen Kinder eben auch, Sie sollten jedoch darauf achten, dass es nicht zu auskrenzungen kommt.

Wenn etwas bei dem kind nicht klappt setzen sie sich zu ihm und helfen ihm oder erklären es nocheinmal, sie sollten auf keinen fall die Gedult verlieren oder ihn gar schimpfen. wenn er etwas falsch gemacht hat reden sie ruhig mit ihm und  erklären warum dies keine gute aktion von ihm war, aber auf keinen fall laut werden.

Es ist sehr schwer aber es ist wichtig, das sich das kind beschützt fühlt, sie könnten ihm helfen, indem sie ihm die schönen seiten der welt zeigen. Gehen sie in die natur mit der gruppe oder machen etwas mit der gruppe was dem kind gefällt, aber sprechen sie das kind nicht auf seine depressionen an.

hoffe das ich ihnen etwas helfen konnte. wenn sie noch etwas wissen möchten stehe ich ihnen immer bereit diese zu beantworten.

lg

Kommentar von RoyalWarrior ,

Danke für die Antwort. :)

Aber ich denke, dass man immer darauf achten sollte, dass kein Kind ausgegrenzt wird. Und Geduld ist eigentlich eine Grunddisziplin ...

Kommentar von emojenny100 ,

Ja das stimmt. Jedoch passiert dies bei Kindern die an Depressionen leiden viel öfter 

Ja das stimmt, jedoch konnte man dies von meinen Betreuern früher nicht behaupten

Kommentar von Interessierter7 ,

ja leider sind manche im leben gleicher als andere... es ist ungerecht, daß nicht jeder gleich behandelt wird ! Obwohl es so wichtig wäre !

Kommentar von RoyalWarrior ,
Antwort
von Lalala1718, 64

Ablenkung und Motivation sind sicher das beste was du machen kannst. Wenn es Zeit hat nachzudenken kommen die Depressionen. Nicht aber wenn es herzlich lacht und Spaß hat :)

Kommentar von RoyalWarrior ,

Hm, aber Ablenkung löst das Problem nicht. Andererseits bin ich fachlich gar nicht in der Lage das Problem zu lösen. Aber wiederrum andererseits muss ich mein Referat mit irgendetwas füllen. Was mache ich nun? :)

Kommentar von Lalala1718 ,

Du bist kein Therapeut und keine Psychiaterin. Es ist nicht deine Aufgabe das Kind zu therapieren und zu "heilen". Deine Aufgabe im Hort ist es auf die Kinder aufzupassen und ihnen eine schöne Zeit zu bieten. Das Sie Spaß haben und glücklich sind. Wenn du auf das depressive Kind eingehen willst dann Sorg am besten dafür das es abgelenkt wird. Negative Gedanken Kann es zu Hause haben und in einer Therapie aufarbeiten. Lenk es ab Sorg dafür das es akzeptiert wird und schau das es nicht viel Zeit alleine verbringen muss.

Kommentar von RoyalWarrior ,

Und wie gehe ich damit um, wenn es sich nicht ablenken lässt? Wenn es beispielsweise über seine Gedanken und Gefühle, Sorgen und Ängste sprechen möchte? Wenn es sich gerade in einem psychischen Tief befindet? Was mache ich in so einem Fall?

Kommentar von meripag ,

Ihm zuhören, wenn er mit Ihnen reden möchte

Kommentar von RoyalWarrior ,

Selbstverständlich. :)

Kommentar von Lalala1718 ,

Reden. Zuhören. Ich nehme mal an das Kind ist jünger da es ja noch in einem hort ist. Gerade depressive Schübe kommen und gehen meistens relativ schnell wieder. Hör zu Versuch es aufzubauen aber lass dich nicht reinziehen. Wenn es über das "blöde" leben heult dann lass es heulen nimm es Vllt in den Arm und warte ab. Wenn es fertig ist kannst du ja weiter versuchen es abzulenken. Doch lass dich da nicht mit reinziehen. Wenn du von der Arbeit gehst solltest du dir nicht noch zu große Sorgen um das Kind machen. Das belastet nur und würde dich am nächsten Tag auch eher hindern das gleiche wieder zu machen

Kommentar von RoyalWarrior ,

Alles klar, danke. :)

Kommentar von Lalala1718 ,

Viel Glück :)

Kommentar von Lalala1718 ,

Gerne :)

Antwort
von meripag, 54

Also ich leider auch unter depressionen und mich motiviert es, wenn man etwas macht, was mich interessiert. Fragen sie ihn oder seine Eltern, was ihm gefällt.

Kommentar von RoyalWarrior ,

Sollte man das nicht bei jedem Kind machen? :)

Kommentar von meripag ,

Natürlich! Aber bei Kindern mit Depressionen merkt man dann so richtig die Motivation. Es ist dann so, als würde da ein ganz anderer mensch sitzen.

Kommentar von RoyalWarrior ,

Du meinst, ein Kind das sich sonst eher zurückzieht, sich für nichts begeistern lässt, lust- und antriebslos ist und Desinteresse zeigt, ist dann plötzlich hochmotiviert? Klingt plausibel, aber Du hättest da nicht zufällig 'n fachlichen Nachweis zu? :)

Kommentar von meripag ,

Leider nein, ich kann Ihnen nur sagen, was ich und andere an mir selber in den jahren beobachtet haben. Fachlich Nachweisen kann ich es nicht, tut mir leid...

Kommentar von RoyalWarrior ,

Alles klar, dennoch vielen Dank für Deinen Impuls. :)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community