Eine liebe Freundin von mir leidet seit Jahren an Borderline. Hat wer Erfahrung in Umgang mit diesen Personen? Zur Zeit fühle ich mich sehr ratlos.

Diese Erkrankung zieht nicht nur die Patienten runter, auch alle Menschen aus der ihrer Umgebung haben darunter zu leiden. Eine kontinuierliche psychologische oder sogar psychiatrische Behandlung ist zwingend notwendig, in die auch immer wieder das Umfeld mit einbezogen werden muß.
Liebe Regina, wer stellte denn die Diagnose? Wenn sie jemand professionell gestellt haben sollte, ist deine Freundin hoffentlich auch in Behandlung? Wobei ich dazu sagen muss, dass Borderliner der Schreck der meisten Psychiater sind...sehr schwierig zu therapieren. Als Normalmensch ist es natürlich noch schwerer, sich abzugrenzen. Sich auf eine enge Beziehung mit BLs einzulassen ist sehr schwierig und kräftezehrend, man muss selbst äußerst stabil sein. Habe leider diese Erfahrung gemacht und extrem unter dieser Beziehung gelitten, weil ich emotional sehr drin steckte. Ich kann dir nur raten, deine Grenzen zu wahren und auf die 'Spiele' nicht einzugehen. Therapieren kannst du als Normalmensch einen Borderliner nicht, du kannst höchstens akzeptieren, was ist und schauen, dass du selbst damit klar kommst. Liebe Grüße.
Ja sie ist in psychiatrischer Behandlung und war schon mehrmals in der Klinik stationär. Anscheinend nimmt sie Ihre Medikamente regelmäßig ein.

Borderliner können nicht anders,- sie machen immer alle anderen verantwortlich. Ich würde den Kontakt einschlafen lassen. Du gehst sonst vor die Hunde. LG Katze
Ich stimme dir zu dass es nicht leicht mit Borderlinern ist und es einen Menschen kaputt machen kann, aber deswegen einen guten Freund hängen lassen? Wenn es mal gar nicht geht, eine Auszeit nehmen, okay, aber nicht ganz im Stich lassen. Es ist eine Krankheit, dafür kann man niemanden verantwortlich machen.

Schau doch mal da rein: http://kuerzer.de/hY5oZTZNZ - da findest du bestimmt gute Tipps!

Die Tochter einer Bekannten ist Ende 20 und leidet seit der Teenagerzeit an Borderline. Der Umgang ist wahnsinnig schwierig, es gibt immer wieder Höhen und Tiefen. Sie war schon mehrfach stationär in Behandlung, aber ohne nachhaltigen Erfolg. In einer guten Phase hat sie geheiratet und sogar ein Kind bekommen. Die Ehe ist kaputt, das Kind mehr oder weniger immer bei der Oma... Ziemlich traurig, das Ganze. Und dazu kommt: die Leute gehen einem (bei allem Mitleid) tierisch auf die Nerven mit der Zeit, weil sie mit ihrem Benehmen nach und nach auch Familie und Freundschaften kaputt machen können. Ich hoffe, dass Deine Freundin bessere Aussichten hat.
Danke, mittlerweile bin nur mehr ich Ihre Ansprechperson. Wohne aber auch ca. 1000 km von Ihr entfernt. Welches sicher einiges erleichtert. Aber nichts desto trotz nehme ich an, dass sie nicht unbedingt rosige Aussichten hat.

Regina, behandele sie ganz normal. Denn das wünscht sich deine Freundin mit Sicherheit: Normalität. Ihre Krankheit wird von ihrem Psychiater behandelt, du kannst ihr dabei nicht helfen. Wenn sie von Problemen reden will, höre ihr zu. Ganz klar. Aber fang nicht an, sie wie ein rohes Ei zu behandeln, denn das macht ihr ihre Unnormalität erst recht klar. Rede mit ihr über Gott und die Welt, über dein Leben, über gemeinsame Lieblingsstars, deine / ihre Pläne, eben über alles. Und wenn sie über sich und ihre Probleme reden will, dann sei da und hör ihr zu. Aktiv und interessiert. Das hilft ihr mehr, als alles andere.
Bitte, ziehe dich nicht zurück. Wenn es eben geht, dann nicht.
LG
Wieselchen

Ich selber leide an der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Das bedeutet aber nicht zwingend, daß ich mich in den Arm ritzen muß. Es gibt auch andere selbstverletzende Eigenschaften: Unkontrollierter Konsum von Alkohol, ungeplante Geldausgaben in nicht mehr bezahlbaren Dimenseionen, sich bei Wutanfällen mit dem Kopf gegen die Wand schmeißen etc. Außer der selbstverletzenden Verhaltensweisen kann ich die Balace zwischen Nähe und Distanz zu Freunden und helfenden Teherapeuten und Ärzten nicht steuern. Auf der einen Seite kann ich nicht alleine sein oder leben, hasse meine Wohnung, würde sie am liebsten abfackeln. Und auf der anderen Seite darf ich nicht zu lange mit jemandem zusammen sein. Dann werde ich schnell unausstehlich. Es ist nicht einfach, mit mir befreundet zu sein. Die ständigen Depresiionen, unerwarteten Gefühlsschwankungen von euphorisch bis depressiv traurig mit eingeschlossen. Eine ständige Behandlung durch Psychologen, Psychotherapeuten, Soziaprädagogen und Ärzte ist ebenso dringend erforderlich wie die Eindämmung der Symptome durch Neuroleptica und Antidepressiva. Wie ich gefühlsmäßig als Bordi so ticke steht in meinem eigenen Blog http://www.myblog.de/derbueffel
auf keinen fall solltest du deine freundin mitleidig behandeln! BPS entsteht aus einem trauma in der kindheit, das kann auf misshandlung oderschlechte behandlung und nichtbeachtung zurückzuführen sein. Ich selber hab BPS und ADHDS und komm eigentlich recht gut im altag zurecht. Sei für sie da und ermutige sie ne therapie zu machen. BPSler sind nicht weniger wert oder schlechter als normale menschen. sie haben schlechte sowie gute seiten und sind sicher etwas schwieriger. eine therapie währe sehr wichtig, bevorzugt währe zwar eine therapie bei einem bps specialisierten psychotherapeut, aber wenn sie den schritt nicht wagt, ist ne traumabehandlung bei einem guten therapeuten auch eine möglichkeit, aber auch nur wenn sie der person vertrauen kann. Ich hab die letzte variante, da ich zur schule geh und ein ziel hab, das ich erreichen will. das hat mir bissher viel geholfen (ist keine garantie das es bei anderen genauso wirkt)
nie aufgeben ist ganz wichtig! ich habe mal medikamente bekommen als ich noch minderjährig war, habe die aber abgesetzt weil ich ohne medikamente kämpfen will.
bei schwerwiegenden fällen sind sie aber nötig aber das kann nur ein fachman bzw guter psychologe entscheiden.
was zum lesen für dich ^^ : http://de.wikipedia.org/wiki/Borderline-Persönlichkeitsstörung
Ich habe selbst einen Sohn, der (angeblich) an Borderline leidet. Zwischenzeitlich bin ich der Meinung, daß es sich um eine aus Bequemlichkeit ausgedachte angebliche "Krankheit" handelt, die lediglich verdecken soll, daß man unter keinen Umständen bereit ist, Verantwortung für das zu übernehmen, was man tut oder nicht tut. Es ist nichts anderes als gagenfreie Schauspielerei mit dem Ziel andere zu benutzen, um seinen Willen durchzusetzen. Wer sich umbringen oder ritzen will, der soll das tun, denn wir sind schließich eine freie Gesellschaft. Wer seine Pflichten in dieser Gemeinschaft nicht erfüllen will, der kann auch nicht auf Hilfe spekulieren. Wir sollen uns endlich abgewöhnen angebliche "schlechte Kindheit" oder angebliche "Krankheiten" immer wieder als Entschuldigung gelten zu lassen. Niemals in der Geschichte hatten Kinder eine bessere Kindheit als heute oder war die Kindheit unserer Eltern, die die Nächte im Keller verbrachten und nicht wußten, ob sie den nächsten Tag überhaupt noch erleben, etwa schöner und besser? Für diese Leute ist das heutige Gejammere ein glatter Schlag ins Gesicht.
Reinhard
@ Reinhard "trettach"
Probleme anderer zu relativieren bzw. im/durch Vergleich herunterzuspielen, halte ich für zynisch und Persönlichkeitsverletztend. Aus Deinem Kommentar klingt für mich lediglich der Frust über (D)eine nicht intakte Beziehung zu Deinem Sohn und die Enttäuschung über ihn. In Bezug auf das gehäufte "angeblich": Psychische Krankheiten bzw. deren Ursache sollten keine Entschuldigungen sein, sondern die Möglichkeit geben, gesund/gesünder zu werden. Ihre Diagnose (besonders u.a. bei sog. Borderline) ist aufwendig und nicht nebenbei und dann mit "angeblich" zu machen.
@alle
Leider sind Eure Kommentare gespickt mit Irrtümer, was sich eventuell aus der eigenen Betroffenheit erklärt.
Der Fragestellerin (R. Bluemel) gebe ich den Hinweis auf Fachliteratur in Bibliotheken. Titellisten finden sich im Internet auf "borderline- Plattformen" (gibt es speziell für Angehörige und Freunde). Dort wirst Du auch viele Möglichkeiten finden "über den Umgang mit diesen Personen" zu lesen. (solche Sätze finde ich zum Brechen.) Warum bist/warst Du mit dieser Person befreundet? Was hat Eure Freundschaft begründet? Wie hat sich Dein Umgang mit Deiner Freundin denn die vielen letzten Jahre gestaltet? Seit wann weißt DU von der Diagnose? Warum beeinflusst die Diagnose Dein Verhalten? Und wie? Hätte die Freundschaft sich auch ohne eine Diagnose verändert? "fühle ich mich sehr ratlos"... Im wahrsten Sinne? Sucht Deine Freundin bei Dir um Rat und Du kannst Ihr keinen mehr geben? Oder eher ratlos in Bezug auf dein eigenes Gefühl und Verhalten? Niemand sollte aus einem falschen Pflichtgefühl über sein Wollen hinaus agieren. Jeder steckt die Grenzen für sich selber und muss diese nicht erweitern, weil ein anderer Probleme hat (Ich spreche hier immer von Erwachsenen). Du solltest Deine Mitmenschen erlich darauf hinweisen, wenn Du keinen Rat (oder keine Kraft oder Lust) mehr hast. Es gibt immer andere Stellen, bei denen man weiter fragen kann. Wenn ich einem Freund beim Reifenwechsel helfe heißt das ja nicht, dass ich auch seinen Motor reparieren kann-da verweise ich ja auch auf einen gelernten Mechaniker (es sei denn ich habe Langeweile, unendlich Zeit und suche erfolglose Unternehmungeng) Apropos unendliche Zeit... ich bin raus. Letzte Anmerkung: Man sollte nicht verlernen, zwischendurch auch mal auf Diagnosen scheißen zu können!!!
auch @ reinhard Also ganz ehrlich, für mich klingt Ihr geschreibsel eher als hätten Sie selbst das Problem und nicht Ihr sohn. Sie schleichen sich selbst aus der Verantwortung eventuell zum krankheitsbild beigetragen zu haben, indem Sie behaupten es exestiere gar nicht. Was ich da lese klingt hochgradig verleugnend,etwas was sehr häufig auch bei Missbrauchsausübern vorkommt wie ich leider aus eigener Erfahrung weiß. Die Diagnose Borderline wird außerdem nicht sehr leichtfertig gestellt, daher glaube ich kaum, dass Ihr Sohn: schauspielert... . Viel mehr sollten Sie sich vielleicht überlegen ob sie nicht auch eine Therapie machen, es scheint sie ja sehr zu belasten. Es wird jedoch kaum helfen hier in einem solchen ernsthaften Forum etwas zu verleugnen was schon von Millionen Menschen anerkannt wurde. Aber ich weiß, den Klimawandel gibt es ja aucch nicht... .