Hallo, ich beschäftige mich von Berufs wegen mit dem Thema "Tod" und möchte in Bezug auf den eigenen Tod, bzw. in Bezug auf den Tod geliebter Menschen ("signifikanter Anderer", wie es so schön heißt) von euch wissen, für wie wichtig ihr es erachtet, dass man sich frühzeitig mit dem Thema auseinandersetzt.
Wie wichtig ist es, sich damit zu beschäftigen, dass man selbst, seine Eltern, seine Kinder, sein Lebenspartner sterben wird?
Im Mittelalter war diese "Einübung in den Tod" relativ normal, im tibetischen Glauben spielt sie eine große Rolle ("Bardo"). Wie seht ihr das?
Sich schon zu Lebzeiten mit dem Tod zu beschäftigen ist...
Danke für Deinen ausführlichen Kommentar, Gabriele. In der Arbeit ist der Tod nur ein Beispiel für ein Thema, das in der gegenwärtigen Philosophie auf ganz unterschiedliche Art und Weise behandelt wird. Wenn Dich das Thema interessiert, dann kann ich Dir Philippe Aries, "Die Geschichte des Todes" empfehlen. Herr Aries hat auf gut 800 Seiten das Verhältnis und den Umgang der Menschen zum Tod festgehalten. Meiner Ansicht nach das beste Werk zu diesem Thema, was derzeit zu haben ist.
Das Buch kenne ich, aber trotzdem Danke. Wenn du es verraten magst: Um welches Thema geht es denn in deiner Arbeit?
Ich untersuche, wie verschiedene philosophische Richtungen der Gegenwart das Thema "Tod" behandeln. Es geht also nicht um den Tod als solchen, sondern um die Art der Aufnahme.
Spannend! Ich würde mich freuen, wenn ich die Arbeit lesen darf und wenn du Interesse hast, schreibe ich auf meiner Website gerne einen Kommentar dazu. (http://www.lebensklang.de - Infoportal Sterben & Tod)