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Umfrage zum Thema Tod

Frage von Baiana Baiana

Hallo, ich beschäftige mich von Berufs wegen mit dem Thema "Tod" und möchte in Bezug auf den eigenen Tod, bzw. in Bezug auf den Tod geliebter Menschen ("signifikanter Anderer", wie es so schön heißt) von euch wissen, für wie wichtig ihr es erachtet, dass man sich frühzeitig mit dem Thema auseinandersetzt.

Wie wichtig ist es, sich damit zu beschäftigen, dass man selbst, seine Eltern, seine Kinder, sein Lebenspartner sterben wird?

Im Mittelalter war diese "Einübung in den Tod" relativ normal, im tibetischen Glauben spielt sie eine große Rolle ("Bardo"). Wie seht ihr das?

Sich schon zu Lebzeiten mit dem Tod zu beschäftigen ist...

62 Abstimmungen
Abstimmungen
... krank/abartig. 0
... normal - macht das nicht jeder? 32
... etwas, wovor ich Angst habe. Ich verdränge diese Gedanken lieber. 6
... existentiell wichtig. Ich denke häufig darüber nach. 14
... anderes, und zwar... 10
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Antworten (1-30 von 61)

  • 3
    Antwort von palyang palyang
    Abgestimmt für: ... anderes, und zwar...

    Ich denke, es ist einfach schlau, sich damit zu beschäftigen ;-)). Die Endlichkeit/Vergänglichkeit vor Augen, macht es leichter großzügig zu sein und das im Blick zu halten, was die gemeinsame Zeit freudvoll, sinnvoll oder interessant macht. Mir z.B. wurde das noch einmal sehr bewusst durch den Tod der 3jährigen Tochter einer Freundin und es hat die Beziehung zu meinem Sohn (er war zu dem Zeitpunkt 1 Jahr) nachhaltig geprägt. Mit dem Blick darauf, wie schnell alles zu Ende sein kann, gelingt es mir wesenlich leichter in unserem alltäglichen Miteinander "Wichtiges" von "Unwichtigem" zu trennen. (Was nicht bedeutet, dass bei uns nur Friede-Freude-Eierkuchen herrscht ;-))

    Zum Thema Umgang mit dem Tod im Mittelalter und im Tibetischer Buddhismus: Hier ging/geht es eigentlich nur am Rande um den Tod anderer und vielmehr darum, das Leben zu nutzen (Mittelalter) bzw. darüber hinaus bewusst zu sterben (Tib. Buddhismus, s. auch Phowa).

    Beste Wünsche von Gabriele,

    die sich sehr freuen würde, wenn sie deine fertige Arbeit lesen darf...

    Kommentar von Baiana BaianaBaiana

    Danke für Deinen ausführlichen Kommentar, Gabriele. In der Arbeit ist der Tod nur ein Beispiel für ein Thema, das in der gegenwärtigen Philosophie auf ganz unterschiedliche Art und Weise behandelt wird. Wenn Dich das Thema interessiert, dann kann ich Dir Philippe Aries, "Die Geschichte des Todes" empfehlen. Herr Aries hat auf gut 800 Seiten das Verhältnis und den Umgang der Menschen zum Tod festgehalten. Meiner Ansicht nach das beste Werk zu diesem Thema, was derzeit zu haben ist.

    Kommentar von palyang palyang

    Das Buch kenne ich, aber trotzdem Danke. Wenn du es verraten magst: Um welches Thema geht es denn in deiner Arbeit?

    Kommentar von Baiana BaianaBaiana

    Ich untersuche, wie verschiedene philosophische Richtungen der Gegenwart das Thema "Tod" behandeln. Es geht also nicht um den Tod als solchen, sondern um die Art der Aufnahme.

    Kommentar von palyang palyang

    Spannend! Ich würde mich freuen, wenn ich die Arbeit lesen darf und wenn du Interesse hast, schreibe ich auf meiner Website gerne einen Kommentar dazu. (http://www.lebensklang.de - Infoportal Sterben & Tod)

  • 3
    Antwort von 1hoss43 1hoss43
    Abgestimmt für: ... existentiell wichtig. Ich denke häufig darüber nach.

    Das liegt wohl mit an meiner Krankheit, da ich ja mehr oder weniger jeden Tag schon mit einem Fuß in der Kiste stehe. Ich habe alles geregelt und sortiert in einem großen Umschlag, in dem alle wichtigen Papiere drin sind, einschließlich einer Checkliste für die Hinterbliebenen, wie wo was geregelt werden muß.

    Nach langen Diskusionen konnte ich auch meine Mutter davon überzeugen und hab mit ihr auch so einen Umschlag fertig gemacht.

    Kommentar von Baiana BaianaBaiana

    Danke für diesen sehr privaten Kommentar. Ich hoffe für uns alle hier, dass uns Deine guten Antworten noch eine geraume Weile erhalten bleiben!

  • 3
    Antwort von LieschenMueller LieschenMueller
    Abgestimmt für: ... normal - macht das nicht jeder?
  • 3
    Antwort von tradaix tradaix
    Abgestimmt für: ... anderes, und zwar...

    Tod ist leider bei uns immer noch ein Tabuthema. Viel zu spät wird eine Patientenverfügung erstellt und ein Testament aufgesetzt. Nach dem fatalen Motto: Das betrifft mich nicht!

    Kommentar von Baiana BaianaBaiana

    Ja, das ist wohl wahr. Irgendwie wird in unserer heutigen Gesellschaft und Kultur verdrängt, dass trotz aller Fortschritte in der Medizin die Todesrate konstant bei 100% liegt.

    Kommentar von tradaix tradaixtradaix

    Ich denke hier vor Allem an einen plötzlichen Tod durch Unfall oder Herzinfarkt. Neben der Trauer haben die Angehörigen zusätzlichen Ärger, der vermeidbar gewesen wäre.

  • 3
    Antwort von andreas48 andreas48
    Abgestimmt für: ... normal - macht das nicht jeder?

    die Phrase, daß der Tod zum Leben gehört, bringt zwar nicht weiter, aber man sollte, ob man will oder nicht, sich mit diesem Them,a beschäftigen, denn machmal kommt es leider sehr schnell dazu daß aus Überlegungen harte realität wird

  • 3
    Antwort von isedinger isedinger
    Abgestimmt für: ... existentiell wichtig. Ich denke häufig darüber nach.

    .. weil ich dadurch besser mit dem Gedanken an den Tod umgehen kann. Wir kommen auf die Welt um irgendwann mal zu sterben. Wir hätten oder haben unser ganzes Leben Zeit uns darauf vorzubereiten aber oft wirds verdrängt. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen "noch nicht geboren" und "schon Tod", außer der Episode Leben dazwischen?

    Kommentar von Baiana BaianaBaiana

    Danke für Deine Gedanken dazu. Der Unterschied besteht meiner Meinung nach darin, dass mit "schon tot" eine Wirklichkeit beendet wurde, während "noch nicht geboren" eine Möglichkeit beinhaltet.

  • 3
    Antwort von Heeeschen Heeeschen
    Abgestimmt für: ... etwas, wovor ich Angst habe. Ich verdränge diese Gedanken lieber.

    Ich weiss, dass das nicht klug ist, aber ich kann nicht anders. Wir haben für den Fall der Fälle alles wechselseitig abgesichert - auch für Tiere und noch lebende Eltern - aber darüber hinaus mag ich mich damit nicht befassen....

    Kommentar von Baiana BaianaBaiana

    Danke, dass Du Deine Stimme dennoch abgegeben hast und ehrlich warst!

    Kommentar von ich2110 ich2110

    Eigentlich schade, denn man kann, wenn der Sensemann noch nicht in der Tür steht, so viele Dinge absprechen und klären, die im Todesfall einfach nicht im Kopf ankommen. Da steht manchem der Sinn nicht nach den Fragen und viele Menschen werden vom Bestatter und dessen Wünschen gelenkt. Später wundert man sich über diese Dinge. Schau doch mal hier rein: http://www.weg4u.de

  • 3
    Antwort von ehlers ehlers
    Abgestimmt für: ... normal - macht das nicht jeder?

    Wir werden doch täglich mit dem Tod konvrontiert.wenn ich da so an die Nachrichten denke....

    Kommentar von Baiana BaianaBaiana

    Es geht mir ausdrücklich nicht um den Tod "Fremder", sondern um den Tod von Menschen, die existentiell wichtig für den Einzelnen sind. Dennoch danke für Deine Antwort.

  • 3
    Antwort von Taraa Taraa
    Abgestimmt für: ... normal - macht das nicht jeder?

    Mit Kindern muss man das meiner Meinung nach sogar!

  • 2
    Antwort von Rennschnecke Rennschnecke
    Abgestimmt für: ... existentiell wichtig. Ich denke häufig darüber nach.

    Der Tod gehört zum Leben. In bzw. nach verschiedenen Situationen denke ich öfter darüber nach.

  • 2
    Antwort von Knowledge Knowledge
    Abgestimmt für: ... normal - macht das nicht jeder?

    Ich möchte nur anmerken, dass ein Begriff wie "signifikanter Anderer" weder "schön gesagt" ist noch in irgendeiner Form begrifflich richtig ist.

    Kommentar von Baiana BaianaBaiana

    Gebe Dir Recht schön ist er nicht, aber ist ein feststehender Begriff in der Soziologie, dennoch danke für die Anmerkung - ich mag ihn auch so gar nicht.

  • 2
    Antwort von Hannibal1970 Hannibal1970
    Abgestimmt für: ... normal - macht das nicht jeder?

    Finde ich normal, machen aber in Wirklichkein nur sehr wenige.

  • 2
    Antwort von Maienblume Maienblume
    Abgestimmt für: ... existentiell wichtig. Ich denke häufig darüber nach.

    Ich habe früher häufiger darüber nachgedacht - und ich gestehe, es hat mir sehr gut getan, denn beim Tod naher Angehöriger konnte ich meine Einstellung dazu prüfen ---> die Trauerarbeit fiel mir insgesamt leichter, da ich den Tod akzeptieren konnte als natürlichen Vorgang wie die Geburt.

    Verdrängen ist ungesund, sich ständig damit befassen, auch. Aber man sollte das Thema für sich selbst einmal von allen Seiten durchgekaut haben, sowohl von der "realen" als auch der "geistig-spirituellen" Ebene.

  • 2
    Antwort von Samarra Samarra
    Abgestimmt für: ... etwas, wovor ich Angst habe. Ich verdränge diese Gedanken lieber.
  • 2
    Antwort von vincent vincent
    Abgestimmt für: ... normal - macht das nicht jeder?
  • 2
    Antwort von Pestopappa Pestopappa
    Abgestimmt für: ... anderes, und zwar...

    Nicht nur berufsbedingt-auch grundsätzlich denke ich oft darüber nach und stelle fest, dass es viele Menschen gibt, für die der Tod eher eine Erlösung wäre... Meine eigentliche Antwort würde hier jeden Rahmen sprengen... Im Moment befasse ich mich gerade mit der Kindstötung in Lübek und schüttel immer wieder den Kopf !

  • 2
    Antwort von MarcSu MarcSu
    Abgestimmt für: ... normal - macht das nicht jeder?

    Bei uns werden keine großartigen Gespräche darüber geführt, weil wir in den letzten 5 Jahren genug Todesfälle im engeren Familienkreis hatten.

  • 2
    Antwort von breitfuesse breitfuesse
    Abgestimmt für: ... existentiell wichtig. Ich denke häufig darüber nach.
  • 2
    Antwort von minister minister
    Abgestimmt für: ... normal - macht das nicht jeder?
  • 2
    Antwort von Rolfe Rolfe
    Abgestimmt für: ... normal - macht das nicht jeder?
  • 2
    Antwort von Dominges Dominges
    Abgestimmt für: ... existentiell wichtig. Ich denke häufig darüber nach.

    Mein Mann und ich disktutieren hin und wieder darüber, was zu tun ist, wenn die Eltern sterben. Nimmt man den Verbliebenen zu sich? Zieht man in seine Nähe etc. Aber man kommt doch immer wieder zu dem Schluss, dass sich viele Dinge erst klären und planen lassen, wenn es soweit ist. Generell finde ich es auch wichtig, sich damit zu beschäftigen, wie man sich seine eigene Bestattung vorstellen könnte. Der Partner sollte es wissen - das hinterlässt im Ernstfall bei dem Hinterbliebenen das Gefühl, dass man noch einen wichtigen Wunsch erfüllen konnte.

    Kommentar von Baiana BaianaBaiana

    Danke für Deinen ausführlichen Kommentar.

  • 2
    Antwort von Witti Witti
    Abgestimmt für: ... normal - macht das nicht jeder?

    Jeder wird früher oder später automatisch damit konfrontiert. Darum ist es wohl besser sich zumindest ein wenig mit diesem Thema zu befassen.

  • 2
    Antwort von Jungemama20 Jungemama20
    Abgestimmt für: ... anderes, und zwar...

    Warum soll ich mich jetzt mit dem Tod beschäftigen. Wenn man sich staändig mit beschäftigt tut das auch nicht gut. Jeder muss irgendwann sterben und vorbereiten ist doch quatsch. Das einzigste worüber ich nachgedacht ist wenn ich früh sterbe was mit meinem kind passiert

  • 2
    Antwort von Moltobene Moltobene
    Abgestimmt für: ... normal - macht das nicht jeder?
  • 2
    Antwort von Kabark Kabark
    Abgestimmt für: ... normal - macht das nicht jeder?
  • 2
    Antwort von Nachtflug Nachtflug
    Abgestimmt für: ... anderes, und zwar...

    immer, wenn mich ein Todesfall daran erinnert, dass dieses Leben endlich ist.

  • 2
    Antwort von Becci101181 Becci101181
    Abgestimmt für: ... normal - macht das nicht jeder?

    Wenn man früh seine Angelegenheiten regelt, hat man später ein angenehmeres Leben, weil man sich dann und vor allem im Ernstfall nicht mehr drum kümmern muß.

  • 2
    Antwort von Kurgast Kurgast
    Abgestimmt für: ... anderes, und zwar...

    setze mich lieber mit dem Leben auseinander

  • 2
    Antwort von Elfine Elfine
    Abgestimmt für: ... normal - macht das nicht jeder?

    Ist doch nur vernünftig!

  • 2
    Antwort von Babsi28 Babsi28
    Abgestimmt für: ... etwas, wovor ich Angst habe. Ich verdränge diese Gedanken lieber.
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