Amiley am 23.07.2009 um 8:59 Uhr
Woher kommt diese negativ Einstellung das man andere eher mal kritisiert anstatt ein paar nette Worte zu sagen, im gesamten gesehen ist es nämlich leider tatsächlich so das der Mensch eher zu ersterem neigt..
Wie denkt ihr darüber?

Es ist immer einfacher, auf die Fehler anderer zu zeigen (ob die anderen nun Fehler machen oder nicht, ist 'ne Frage für sich). Jedenfalls lenkt es von den eigenen Unzulänglichkeiten ab, gibt eine komische Art der Selbstbestätigung und ist ein grundtypisches Verhalten des Menschen.

Vielleicht kann man beides auch gut mischen: Lob stärkt uns, (konstruktive) Kritik bringt uns weiter.
Deine Frage ist realistisch; dass Du es ändern möchtest, sehr ehrenwert. LOB!
Besser hättest Du geschrieben: "Wieso kritisieren manche Menschen mehr als sie loben?" KRITIK. Die Du hoffentlich aushalten kannst;o)

...Ausnahmen bestätigen die Regeln...kann iche echt nichnich zu stimmen...
außerdem fällt das Negative oft viel mehr auf und das Positive wird als Selbstverständlich gesehen.
Amiley am 23. Juli 2009 09:02 leider
Das ist erstens keine 'Erklärung' und zweitens falsch. SO einfach ist Psychologie dann doch nicht... ;-)

Wie viele schon sagten, sieht man die Fehler anderer eher als die eigenen. Außerdem ist Kritik an anderen oft die Möglichkeit über die eigenen Unzulänglichkeiten hinwegzutäuschen.
Auf der anderen Seite, es gibt Kritik, die ja durchaus berechtigt ist, so lange man sie sachlich und höflich formuliert...und an Sachlich- und Höflichkeit mangelt des den Kritisierenden oft.
so sind die deutschen ;)

Weil man auf jedenfall verhindern will das andere Stolz auf sich sind obwohl man selbst ja viel besser ist.
Aber Kritik ist doch nichts schlechtes, man muss den anderen doch auch drauf hinweisen können, wenn etwas nicht perfekt ist.
Amiley am 23. Juli 2009 09:04 wenns es objektive nachvollziehbare Kritik ist hast du auch vollkommen recht.. aber leider ist sie meist unüberlegt und hilft einem kein bischen weiter
ich sehe es selbst von der eigenen familie naja und aus der familie meines ex freundes ist immer alles verkrehrt was man tut das kind in den kindergarten, die erziehung das ganze leben nur kritik aber wehe man sagt einen ton der gerechtfertigt wäre ;-) so ist es für mich sieht es stark nach eifersucht aus als würde ich mein junges leben besser hin bekommen als sie ihres


und es heisst "als" und nicht "wie" XD
Amiley am 23. Juli 2009 09:07 ich schreibe immer so das ist nen kleiner Schönheitsfehler den ich nie mehr ablegen werde und bin auch noch stolz drauf ;-P

man muss in allem irgendwie das positive suchen...
Amiley am 23. Juli 2009 09:09 sehr optimistisch aber in manchen Dingen suchste da glaub ich bis zur Ohnmacht
Perle0106 am 23. Juli 2009 09:13 man kann auch aus schlechten erfahrungen lernen, dann waren sie halt dafür gut, aber ich bin eh ein kleiner sonnenschein, es gibt eigentlich sehr wenig schlechtes in meinem umfeld, manche sachen werden aber auch gar nicht zugelassen... das ist schon OK so !


und weil man das "Richtige" für selbstverständlich hält und daher übersieht, das "Falsche" beim anderen aber sofort erkennt und ihm seine eigene Lebensweise aufzwingen will (manche können nicht akzeptieren, dass es oft mehrere Wege gibt, ans selbe Ziel zu kommen).
Bei Deiner Auswahl fehlt leider die richtige Antwort.....
Amiley am 23. Juli 2009 09:10 die da wäre!?
Ist gar nicht so einfach in der Kürze. Psychologisch ist es immer von Vorteil andere dominieren zu können. Wir waren lange Zeit in unserer Entwicklung 'Rudeltiere' und mussten in der Gruppe unseren Platz verteidigen. Zudem waren wir ja nicht nur Jäger sondern auch Beute, somit auch drauf gepolt wenn es drauf ankommt 'vom Schlimmsten' auszugehen. Eigendlich sind wir geborere Pessimisten. Aber wie gesagt: Das ist Ultrasuperkurzfassung!
Amiley am 23. Juli 2009 09:30 klingt aber interessant.. also lässt sich doch sehr viel durch unseren Ursprung erklären auch wenn wir denken das wir durch zahllose Erfahrungen und Situationen einen neueren besseren Standpunkt haben kommt dennoch immer wieder die Urzeitprinzipien in uns durch^^ interessante Meinung
Sicherlich kann man nicht alles mit 'Urtrieben' erklären, aber vieles lässt sich darauf zurückführen. Alle Gefühle die wir so haben kann man theoretisch auch auf unsere Urtriebe reduzieren. Uns so viele sind (oder waren) das nicht.


Liegt wohl auch viel daran,dass solche Menschen in ihrer Kindheit selten gelobt wurden.Ich lobe,wenn ich es für angebracht halte,aber wenn ich merke,dass Menschen nach Lob hecheln,halte ich mich damit eher zurück.

Wenn man jemanden kritisiert, bedeutet das im Umkehrschluss ja "Ich bin besser als Du". Der Kritisierende sieht sich überlegen. Und das fällt jedem Menschen leichter, als jemanden Anderen als gleichwertig oder gar besser hinzustellen!

Genauso ist es.



Weil sie einfach neidisch sind.

aber irgendwie doch auch ein erschreckendes..oder ?! ;-D
Warum lachen wir, wenn jemand gegen 'ne Laterne rennt oder sich auf irgend eine Art zum Vollpfosten macht? Warum reagieren wir wie die Aasgeier, wenn wir sehen, dass wir jemandem einen Fehler nachweisen können?
DH :-)
So 'komisch' ist das gar nicht. Denk mal ein paar 1000 Jahre zurück...da war das Wissen stärker zu sein als das Gegenüber überlebenswichtig.
Dass die rein physische Stärke es ausmachte, ist zu vereinfacht ausgedrückt. Anpassung und Tricksen ist mind. ebenso wichtig. Durch Intelligenz letzten Endes setzte der moderne Mensch sich durch.
Öhm, ich rede nicht von 'physischer Stärke'. ;-)
Ich würde sagen, dass der Zusammenhalt der Gruppe mind. ebenso überlebenswichtig gewesen ist.
Klar, aber du brauchst deinen Platz IN der Gruppe. Und du solltest wissen WO der ist (wer ist atärker, wer ist schwächer). Genau das ist es ja!
Es gibt geborene Führungspersonen, es gibt Tyrannen und es gibt geborene Gefolgsleute. Dann gibt es geborene Opportunisten, die manchmal ganz nützlich sind. Im Endeffekt ist es eine gute Mischung aus Intellekt, Brutalität, Tatsachenverdrehung und einem gewissen Mass an Menschlichkeit, was den Stärksten ausmacht. Und der hält sich solange, bis jemand kommt, der es besser macht.
Sowas ist nicht angeboren sondern erworben. Sicherlich gibt es physio-pathologische Prozesse die die von dir beschriebenen Verhaltensweisen begünstigen oder erst hervorrufen. Aber das ist nicht die Regel!
"Pathologisch" ist unfair und eine sehr westlich-industrialisierte Denkweise, die an political correctness noch mal zugrundegehen wird. Genetische Anlagen sollte man sicher nie überbewerten, aber dass die Gene z.T. mehr bewirken als die ach so gelobte Prägung kann kaum noch abgestritten werden.
Die Prägung ist aber auch genetisch veranlagt (Stichwort: Imprinting). Zudem ist Pathologie sicherlich keine 'Westliche Denkweise' da du die in der Pathologie beschriebenen 'Ungleichgewichte' in übertragenden Form z.B. auch in der TCM oder im Ayurveda findest.
Ich glaube, wir haben ein Missverständnis. Das einzelne Individuum kommt in meiner Denkart nicht vor, es geht mir um den Homo sapiens an sich. Möglicherweise ist alles sogar genetisch programmiert oder disponiert, das wird die Zukunft zeigen. Mir geht es um die Unfähigkeit der menschlichen Rasse, Konflikte konsequent zu lösen.
Hehe, das mit dem Missverständnis dachte ich auch vorhin. Sorry, wenn ich was falsch verstanden habe! Zu deinem letzten Satz: 100% Zustimmung. Wo liegen dafür die Ursachen? Tjaaa...gute Frage. Ich denke mal dass eine Intelligenz wie wir sie haben, also eine die das 'Ich' und das 'Über-Ich' in den Vordergrund stellt, gruppendynamisch auf Dauer versagt. Daher warscheinlich diese Unfähigkeit. Irgend wo ist da was dran wenn Leute sagen 'Früher konnte man sich mehr auf andere Verlassen.'. Einer der Vorteile ABER auch der Nachteile unserer Gesellschaft ist halt die gewisse Unabhängigkeit von anderen. Da kann sich das Ego so richtig austoben.