Frage von Asturias, 122

Umfrage Taschengeld für 18jährigen bei geringem Familieneinkommen?

Hallo Zusammen, unser Familieneinkommen ist sehr gering. Ich bin Alleinerziehend. Momentan bekommt mein Sohn, der vor kurzem 18 wurde, 22,50 Euro Taschengeld. Ich möchte nun gerne eine größere Anpassung vornehmen. Das Geld steht ihm frei zur Verfügung. Bekleidung, Schulbedarf, Fahrkarte etc. bezahle ich. Er möchte gerne 60 Euro. Ich möchte ihm maximal 50 Euro monatlich geben. Wobei ich es dann schon wirklich knapp wird. Er ist schon immer sehr bescheiden in jeder Hinsicht. Seine Schwester bekommt 12 Euro, sie ist 14. Seine Freunde erhalten wesentlich mehr, das geht in den dreistelligen Bereich. Das Einkommen der Familien ist aber mit unserem nicht vergleichbar. Wieviel bekommt Ihr 18-jährigen von Euren Eltern, wenn Euer Familieneinkommen sehr gering ist?

Antwort
von Tasha, 35

Hm, es geht also um 10 € Unterschied zwischen seinen Wünschen und Deiner Bereitschaft.Ich weiß nicht, wie Euer Haushaltsbudget aussieht, ob also die 50 € dann ein Loch in notwendige Ausgaben oder Sparmöglichkeiten reißen.

Ich würde ihm mal das Haushaltsbudget zeigen - so viel haben wir im Monat, das geht drauf für Fixkosten: Wohnen (Heizung, Strom, Wasser, Miete), Essen, Fahrtkosten (Fahrkarten, Benzin), Versicherungen, Kleidung, regelmäßige Freizeitaktivitäten, das muss ich sparen für (unregelmäßige, höhere, notwendige Ausgaben), das spare ich für unsere Familie (Urlaub, Notfälle, Weihnachten etc.) - das bleibt übrig. Von der übrigen Summe kann also das Taschengeld bezahlt werden. Zeige, was evtl. gekürzt werden muss, wenn das Taschengeld höher ausfällt. Überlege, ob ein Sparbudget nicht auch für ihn sinnvoll wäre (wie viel will er vom Taschengeld sparen für größere Ausgaben).

Wenn Du sagst, dass er schon bescheiden ist, lass ihn überlegen, wie viel er bereit wäre auszugeben, nur um mithalten zu können und ob das Mithalten für ihn wirklich sinnvoll ist (z.B. ob er bereit ist, mal eben ein Getränk oder ein Eis etc. zwischendurch zu essen, nur weil seine Freunde das gerade auch tun, ohne dass er das getan hätte, wenn er alleine wäre). Wenn er solche Ausgaben bereut, soll er dazu stehen und es lassen. 

Ich habe früher relativ viel ausgegeben, weil Leute sich mit mir "zum Kaffee" treffen wollten, also irgendwo in einem Café auf ein Heißgetränk und teilweise noch Kuchen etc. Ich habe nur mit den Leuten geredet, später gar nicht mehr gewusst, was ich gegessen oder getrunken hatte, aber es waren ca. 3 bis 10 € - je nach Ort, verbrachter Zeit und ob mit oder ohne Essen - weg. Also komplett im schwarzen Loch verschwunden, ohne dass ich am nächsten Tag überhaupt noch wusste, was ich da verzehrt hatte, weil ich mich eher auf das Gespräch konzentriert hatte. Seitdem mache ich das so weit es geht nicht mehr, oder ich nehme ein großes Getränk und das muss dann reichen. Wenn ich allerdings vergleiche: Eine Apfelschorle im Café - ca. 4 € - eine Flasche Apfelsaft und eine Flasche Mineralwasser zu Hause = mindestens 4 Apfelschorlen - ca. 2 € - dann möchte ich doch auf diese Ausgabe im Café verzichten, weil ich außer dem Gespräch absolut nichts davon habe. Also treffe ich mich bevorzugt bei Leuten (oder mir) zu Hause oder an Orten, wo man reden kann, ohne etwas essen oder trinken zu müssen.

Dein Sohn kann auch mal überlegen, ob er solche Ausgaben hat, von denen er selbst nichts hat, und ob diese sich reduzieren lassen. Es ist z.B. ein Unterschied, ob man sich für 1,50 eine besondere Kugel Eis in einem Laden kauft, der ungewöhnliche Sorten anbietet, und die wirklich genießt, oder für einen Euro einfach eine Kugel Vanilleeis, das der Betreiber womöglich noch aus dem lokalen Supermarkt gekauft hat (passiert in kleinen Orten durchaus).Dein Sohn sollte von seinem Geld monatlich eine kleine Summe sparen, die er später bewusst für einen Wunsch ausgibt. Das können auch nur 2 - 5 € sein. Wenn er spart, überlegt er sich ggf., ob er jetzt ein Eis für 2 € gibt, oder die 2 € zusätzlich spart und dann früher seinen Wunsch erfüllen kann.Eine Frage ist auch, wie viel er für was im Monat ausgeben möchte, z.B. 1/3 für Unternehmungen mit Freunden, 1/3 "verplempern" (Essen unterwegs, das er auch zu Hause bekommen würde, Kleinigkeiten etc.), 1/3 für Dinge, die er länger nutzen kann (Hobbybedarf, Bücher, besondere Kleidung - ggf. natürlich angespart).

Das Budget, das verplempert werden darf, ist oft sofort weg, weil man diese Ausgaben gar nicht so sehr registriert. Wenn man aber merkt, wie schnell 15 € weg sind für Essen oder Trinekn, weil man vergessen hatte, etwas mitzunehmen, Lockangebote in der Bäckerei/ Würstenstand, kleine "oh-wie-schön-Dinge" usw., dann überlegt man sich schnell, wie man diesen Versuchungen widerstehen kann und die 15 € zum Budget für langfristig "befriedigende" Käufe packt, also Sachen, deren Kauf man nicht nach einem Monat schon bereut.Wenn man den Freunden nachvollziehbar erklären kann, warum man etwas nicht mitmacht, ohne sich als "arm" zu outen, akzeptieren diese das auch oft (ist mir zu teuer, lohnt sich nicht, habe ich zu Hause, nutze ich gar nicht oft, habe ich morgen schon wieder vergessen usw.). 

Echte Freunde lassen einen auch mitmachen, wenn man nicht alles kauft, was sie kaufen (gemeint sind hier vor allem Spontankäufe und Essen) und nicht alles mitmachen kann (Kino, Partys), sondern gezielt aussucht, was einem wichtig ist.

Bzgl. Partys kenne ich Erwachsene mit Vollzeitarbeit, die bewusst immer noch "vorglühen", damit es auf der Party nicht zu teuer wird oder erst mal zu jemandem nach Hause gehen, "vortrinken" und dann erst auf die Party gehen. Weil sie nicht einsehen, so viel Geld für überteuerte Drinks auszugeben, von denen ein Teil sowieso am Folgetag unabsichtlich in der Toilette landet.;-)

Kommentar von Tasha ,

PS
Rein subjektive Idee, wenn ich an die Ausgaben von Teenagern denke:
Wenn die Schwester 12 € bekommt, hättest Du ca. 60 (62) € im Monat zur Verfügung für Taschengeld. Wie wäre es, das zu dritteln, der Schwester 20 € zu geben und dem Sohn 40? Denn mit 12 € kann sie sich knapp ein Buch im Monat kaufen und eine Packung Schokoriegel und wird dann evtl. neidisch auf den Bruder. 20 + 40 fände ich da schon fairer.

Antwort
von Nordseefan, 55

Ich finde mit 18 kann er ( je nach dem was er (schulisch) macht) durchaus jobben.

Du kannst ihm auch 40 oder 50 Euro geben. Unter vorbehalt. Wenn es zu eng wird gibt es eben wieder weniger.

Ja es ist doof wenn man "reiche" Freunde hat und nicht mithalten kann,immer zuschauen muss wenn die was machen. Aber nun mal nicht so leicht zu ändern.

Und wie gesagt: Er muss sich seinen "Luxus" halt erarbeiten.

Antwort
von Reanne, 42

Einen Anspruch auf Taschengeld gibt es nicht. Aber mit 18 Jahren kann Dein Sohn sicher einen kleinen Job nebenbei machen, hat noch nie geschadet und bringt ihm das gewünschte Taschengeld.

Antwort
von gutefrage4343, 43

Das beste Taschengeld für einen 18 Jährigen ist ein kleiner Nebenjob. Nachhilfe, Zeitung austragen, im Discounter arbeiten, im Kino arbeiten oder sonstwo. Er lernt den Wert des Geldes und Verantwortung für seine Familie zu übernehmen. Er kann somit auch der Familie etwas beisteuern.

Antwort
von Rubin92, 41

Ich habe mit 18 Jahren kein festes Taschengeld mehr bekommen. (Hab ich eigentlich nie, ich hab eher immer gefragt ob ich was bekomme, wenn ich mal etwas gebraucht habe)

Wenn er noch zur Schule geht, sind denke ich 50€ Monatlich angemessen, wenn man jetzt selbst nicht viel Geld hat.

Antwort
von beangato, 44

Ich war auch alleinerziehend.

Mit 18 bekamen meine Kinder je 50 DM, damit mussten sie auskommen.

Wenn Du nicht mehr zahlen kannt, muss das Dein Kind einsehen.

Antwort
von VeroXO, 26

Ich finde (auch wenn ich nicht 18 bin) 40€ inordnung.Es gibt aber auch natürlich 18. Jährige die im 3-Stelligen Bereich Geld bekommen.Dies aber hängt von dem Geld was allgemein benutzt werden kann ab.

Antwort
von Millena1997, 44

Unser Familieneinkommen ist nicht gering, aber ich bekomme seit ich 12 bin oder so 50€, und das reicht mir eigentlich auch. Meine Eltern bezahlen mir auch ab und zu meine Kleider und wenn ich auswärts essen gehe.

Antwort
von MarkusUlle, 54

ich hab mit 14 zeitungen ausgetragen und mit 16 beim supermarkt gejobt. würde ihn auch was tun lassen. mit 18 taschengeld - wäre mir peinlich wenn meine eltern wenig hätten.

aber jeder erzieht anders


Antwort
von HattoriHanzo12, 48

Ich bin 19 und habe noch nie Taschengeld bekommen weil unser Familieneinkommen gering ist. Und war immer zufrieden. Ich habe mein Vater gefragt wenn ich etwas haben wollte.
Gruß HattoriHanzo

Antwort
von MARLBOROpink, 39

Nun...ich habe 1 Jahr lang 50.- im Monat bekommen.

Davor und danach hatte ich nichts. Wir hatten nie gross was übrig. Ich hab nie was gebraucht. Die Kleider wurden die alten vom Bruder übernommen.

Ich lebe noch...mir gehts einigermassen, ich habe meine teuren Hobbys aber sonst nicht viel. Luxus ist auch jetzt nicht vorhanden und wird auch nie vorhanden sein.

Jetzt weisst du wie viel ich bekommen hab. Ich habe es immer respektiert dass wir als Familie nicht viel hatten...wenns nicht geht dann gehts nicht.

Angemessen ist immer das, was geht. Auch wenn man gerne mehr geben möchte.

Antwort
von matilda135, 26

Gib ihm so viel wie du aufbringen kannst und wenn ihm das nicht reicht, muss er sich selber was dazu verdienen. Mit 16 bin ich mit Hunden gassi gegangen und habe Zeitung ausgetragen um mir Geld dazu zufinazieren, hätte ich zwar nicht unbedingt gemusst, wollte ich aber um mir mein Krimskrams von meinem Geld zu kaufen. Mit 18 ist er mittlerweile echt alt genug.

Antwort
von LordLuca, 56

Er kann sich ja mal nen Job oder Nebenjob suchen;-)

Kommentar von Asturias ,

Das beantwortet nicht die Frage

Kommentar von MarkusUlle ,

doch auf die richtige weise. nur so lernt ihr sohn wie das leben läuft

Kommentar von Rubin92 ,

Wenn er noch zur Schule geht?

Kommentar von MarkusUlle ,

bin auch bei den nebenjobs noch zur schule gegangen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community