carola111 am 08.12.2008 um 9:47 Uhr
Da hat ein ca. 50 jähriger Mann monatlich schon seit langem für eine Berufsunfähigkeitsrente eingezahlt, hat dadurch weniger im Momat zum leben gehabt. Dann wird er tatsächlich berufsunfähig und bekommt die Rente ausgezahlt. Das ist aber noch so wenig für die Familie, dass er Hartz IV beantragen muss. Jetzt wird ihm die Rente, für die er jahrelang gespart hat als Einkommen angerechnet, dass heißt er bekommt weniger ausgezahlt, weil er ja diese Rente bezieht. Ist das ungerecht oder nicht? Könntet ihr das bitte auch begründen. Danke.

....Du hast es doch schon selbst begründet....wer spart und vorsorgt wird bestraft...LG

Eine BU-Rente ist dafür gedacht, um eine Versorgungslücke im Falle der Berufsunfähigkeit zu schließen. Sie ersetzt quasi Einkommen. Da der Versicherungsnehmer die Vers. offenbar nicht hoch genug abgeschlossen hat, bekommt er zusätzlich Hartz IV. Das sein Ersatzeinkommen mit berücksichtigt wird, ist daher nachvollziehbar.

Schön wäre es, wenn jeder unbegrenzt Geld haben kann, aber so funktioniert das eben nicht.
Hartz IV und Arbeitslosengeld ist dazu da um Leute abzufangen, die sonst gar nichts hätten und auf der Straße verhungern würden. Nicht um den Leuten das Leben zu versüßen.
Mal an die andere Seite, die Steuerzahler gedacht? Die müssen nicht auch noch voll zahlen, wenn einer sowieso schon Geld hat.
schließlich hat er ja selbst jahrelang da eingezahlt und jetzt soll das für ihn einen Nachteil darstellen? Find ich schlimm!

MAN wird immer nur bestraft,leider ist das so
Nunb letztlich ist es so das auch wenn jemand Erbt auf Hartz4 angerechnet wird, oder wenn er irgendwo ein Sparkonto hat. Hartz4 ist ja nicht dazu da damit jemand seine Ersparnisse verjubeln kann sondern dafür das er über die Runden kommt. Dazu wird berechnet wie viel er hat und wie viel er dazu noch braucht um über die Runden zu kommen.
Sie es mal so in anderen Ländern müssen sich die Leute komplett um ihre Rente selber kümmern ohne staatliches Auffangnetz. Die müssen dann mit dem was sie ausgezahlt bekommen leben ohne die Möglichkeit noch ein bissl was dazuzubekommen vom Staat.

Habe noch vergessen zu erwähnen, dass er von seiner Berufsunfähigkeitsrente medizinische Hilfsmittel gekauft hat, die jetzt durch den Abzug des Staates nur noch begrenzt möglich sind, weil die Krankenkasse diese Kosten nicht übernimmt.
Das ist dann aber ein Problem mit der Krankenkasse und keins mit dem Staat.
carola111 am 8. Dezember 2008 12:24 Ich glaube nicht, denn das Budget oder die krankenkasslichen Bestimmungen übernehmen grundsätzlich solche Kosten nicht, wie er sie für seine "Gesundheit" nutzt. Es geht wirklich darum, ob es ungerecht ist, ihm das Geld zu kürzen, was er selbst ansparte oder ob es gerecht ist gegenüber denen, die noch fleißig zur Arbeit gehen und solchen Engpass noch nicht erlebt haben.
aber passt mal auf, genau SO wird es später auch sein mit der rente, die die jetzt vorsorgen, kriegen auch nicht mehr als die die es nicht tun. das wird genauso angerechnet.