Frage von VeggiGirl92, 133

Umfrage: Muttermilch. Würdet ihr sie bevorzugen?

Hallo,

Jeder weiß, dass Muttermilch das beste fürs Baby ist. Doch manche Frauen können oder wollen nicht stillen, da gibts nur die eine Lösung: Milchpulver aus Kuhmilch. Allerdings haben viele Kinder Probleme mit der Verdauung von Kuhmilchprodukten, Allergien oder die Eltern sind schlicht Veganer. Was dann?

Mal angenommen, es gäbe Milchpulver aus menschlicher Muttermilch statt aus Kuhmilch. Allerdings mit all den wichtigen Nährstoffen, die bei dem Erhitzen von Kuhmilch verloren gehen würden und streng kontrolliert auf alle möglichen Keime, Viren, bakterien, Drogen. Würdet ihr diese der altbewährten Kuhmilch vorziehen?? Bitte stimmt ab! Und gerne mit Begründung.

Antwort
von Rockige, 67
Auf keinen Fall!

Nein, auf keinen Fall.

Das wäre mir zuwider. Auch wäre die Herstellung viel zu aufwändig und somit wäre das Endprodukt extrem teuer. Noch teurer als die Frühgeborenennahrung von Beba (da hält ab einem bestimmten Alter des Frühchens eine Dose nur wenige Tage)

Kommentar von eostre ,

Mal ganz vorsichtig gefragt, was ist dir in diesem Szenario an muttermilch zuwider? Tiermilch ist am Ende doch nichts anderes.

Kommentar von Rockige ,

Fremde Muttermilch. Muttermilch anderer Mütter. Ist mir einfach zuwider. Ist ne persönliche Ansicht. Das andere bereitet mir mehr Kopfzerbrechen....

Alleine das Prozedere bis aus gesammelter Muttermilch ein Milchpulver entstehen würde....

Herstellungsprozess: Wie soll man das denn bitte alles handhaben? Frauen pumpen ab und liefern es an die Fabrik bzw. an eine Sammelstelle. Dort wird alles sortiert, von jedem Gefäß wird eine Probe genommen und aufwändig untersucht. Einiges davon wird wahrscheinlich aussortiert. Dadurch verringert sich die Menge an Milch die weiterverarbeitet werden könnte... Wobei die ursprüngliche Gesammtmenge ja schon relativ gering wäre.

Nicht zu vergessen, Muttermilch hält sich, selbst wenn sie gekühlt wird, nicht sooo sehr lange. Da müsst man versuchen herauszufinden wieviel länger sich die Kuhmilch hält unter gleichen Kühlbedingungen.

Die Kosten für Sammlung, Lagerung, Transport bis zur Fabrik, Mitarbeiterbezahlungen..... mal ganz außen vorgelassen.

Am Ende hat man dann eine Dose Milchpulver die wahrscheinlich so um die 30 Euro oder mehr kosten würde. Eine Dose hält, je älter das Baby ist, nur wenige Tage. Würde im Endeffekt also bedeuten das sich das nur sehr reiche Leute leisten können.

Jetzt zu den Milchspenderinnen: Sie müssten alle eine konstante, gleichwertige Ernährung befolgen. Nur bestimmte Medikamente wären erlaubt und dann auch nur in einem festgelegten Maximalbereich. Sie müssten allesammt in festgelegten Zeitabständen bestimmte Untersuchungen über sich ergehen lassen um zu gewährleisten das sie noch immer gesund genug sind um geeignet für die Milchspenden zu sein.

Wieviel Liter Milch gibt eine durchschnittliche Kuh pro Tag? Jetzt bitte vergleichen mit der Menge Milch die eine Frau pro Tag geben kann. 

Kommentar von eostre ,

Ich wollte dich unter keinen Umständen angreifen, nur verstehen. Danke für die Erläuterung.

P.s. ich habe mal 8 Monate lang 3 Kinder gleichzeitig gestillt, wie viel Milch das genau war weiß ich nicht aber alle waren satt.

Kommentar von AppleTea ,

Du findest artfremde Milch, die ebenfalls von anderen Müttern ist also besser als arteigene? Warum sollte es nicht gehen. Bei Kuhmilch funktioniert es doch auch

Kommentar von Rockige ,

Es wurde nach der persönlichen Meinung gefragt. Das ist meine persönliche Meinung.

Aber wie oben geschrieben, der Herstellungsweg und die Kosten die der Endverbraucher tragen muss, bereiten mir mehr Kopfzerbrechen.

Kommentar von VeggiGirl92 ,

Okay deine Meinung akzeptier ich natütlich :) sorry. Herstellungsweg wäre nicht das Problem, die Kosten in der Tat schon eher. Wäre sicherlich blöd, wenn nur die Promis sich dann sowas leisten könnten. da haste recht

Kommentar von eostre ,

Die richtige Frage wäre, wie viel Milch würde denn wirklich benötigt werden? 

Geschätzt können nur 2-3% der Frauen wirklich nicht stillen, der Rest will nicht oder wurde nicht richtig angeleitet/ unterstützt. Die Mengen an milchpulver, die heute produziert werden sind absolut nicht notwendig.

Die antistillkampagnen der Vergangenheit tragen bis heute Früchte und wurden genau von denen gesponsert, die heute die Regale füllen.

Kommentar von Rockige ,

Ich konnte nicht und durfte nicht - ohne die Spezialnahrung für Frühchen hätt es mein Nachwuchs nicht geschafft.

Kommentar von eostre ,

Deswegen ist es ja gut und richtig, dass es das gibt.

Kommentar von Rockige ,

So oder so, dieses Milchpulver wäre viel zu teuer für den Endverbraucher

Kommentar von eostre ,

Ich weiß nicht, wie man das beurteilen kann. Denn Wie gesagt, der überwiegende Teil der Frauen kann bzw könnte stillen, könnte also auch Milch spenden um die Kinder der 3% zu ernähren.

Kommentar von VeggiGirl92 ,

Ja könnte schon eostre. Aber wer würde es denn spenden, wenn er stattdessen Geld dafür bekommen könnte? Und es ginge ja auch um mehr als 3%. Es sind ja nicht nur die Frauen, die nicht stillen können, sondern auch die, die nicht wollen. Und Pharmakonzerne wären an so einem Produkt sicher auch interessiert.

Antwort
von EinGast99, 17

Wo ist das Problem mit der Kuhmilch? Will ich das nicht und kann/will nicht stillen, gibt es bereits drei Anbieter von SL-Premilch auf Sojabasis. Und ein Anbieter sogar zu den gleichen Preisen wie sonstige Pulvermilch. Ich persönlich hätte ein Problem mit fremder Muttermilch. Aber mein Kind hat auch die SL-Milch bekommen, somit eben auch keine Kuhmilch!

Kommentar von VeggiGirl92 ,

Muttermilch enthält allerdings wichtige Enzyme und Abwehrstoffe, die in anderen Milchen nicht mehr enthalten sind, dank Ultrahocherhitzug und Pasteurisierung.

Antwort
von kiniro, 15
Auf keinen Fall!

Es soll auch Veganerinnen geben, die stillen.

Ich wäre eher für die Förderung bzw. den Ausbau von Muttermilchbanken.

Kommentar von AppleTea ,

und es gibt ebenso veganerinnen, die nicht stillen können oder? ;)

Antwort
von eostre, 52
Würde ich vielleicht mal testen..

Ich würde dann zwar eine Amme bevorzugen aber wenn es wirklich möglich wäre muttermilch so zu verarbeiten und ich darauf angewiesen wäre könnte ich mir das schon vorstellen. 

Einfacher wären natürlich milchbanken mit strengen Kontrollen, wie es sie z.B. in Jena noch gibt.

Kommentar von VeggiGirl92 ,

Ja das mit den Milchbanken ist mir schon bekannt. Leider bekommt man da nicht einfach so Milch. Da musst du schon ein Frühchen haben oder ein krankes Kind! Und was wäre an einer Amme anders als an der Trockenmilch (von mehreren Ammen)? Immerhin wären da nämlich keine Keime mehr drin!

Kommentar von eostre ,

Die Milch einer Amme ist unbehandelt, ganz einfach. Keime in muttermilch direkt aus der Brust?

Das man da nicht einfach Milch bekommt ist mir klar, deswegen schrieb ich ja, dass es einfacher WÄRE diese auszubauen anstatt Verfahren für pulvermilch zu entwickeln.

Kommentar von VeggiGirl92 ,

Ach so, ich dachte du meinst abgepumpte Milch von einer anderen Frau. Direkt wäre es was anderes, da geb ich dir recht. Wobei man da auch nicht vor Viren und Bakterien geschützt ist.

Kommentar von eostre ,

Amme bedeutet für mich direkt ab Brust, hätte ich eventuell schreiben sollen. Bei normaler Hygiene sind Bakterien und Viren eigentlich kein Problem.

Kommentar von VeggiGirl92 ,

Wenn sie durch die Milch übertragen werden? Glaubst du dass ein Baby mit solchen Erregern einfach so fertig würde?

Kommentar von eostre ,

Welche Bakterien und Viren wären das denn deiner Meinung nach? 

Kommentar von VeggiGirl92 ,

Cmv, HIV, Herpes, scharlach, tripper, borreliose, mrsa, staphylokokken, syphillis, Windpocken, Masern, Pilzsporen... Es ist durchaus möglich, dass eine Amme es nicht oder zu spät rauskriegt, dass sie so etwas in sich trägt

Kommentar von eostre ,

Ich halte das für sehr unwahrscheinlich. Gegen die meisten Sachen ist man sicherlich geimpft und bei entsprechendem lebenswandel kann man schon viel ausschließen. 

Ich persönlich hätte mehr Angst vor kuhmilch als vor ammenmilch.

Kommentar von VeggiGirl92 ,

Ja Ammenmilch ist vermutlich zumindest unbedenklicher als die von einer kuh.

Antwort
von AppleTea, 71
Würde ich auf jeden Fall bevorzugen!

Der Traum jeder Veganerin, die nicht stillen mann, würd ich sagen.

Kommentar von AppleTea ,

*kann

Antwort
von Ifosil, 54
Würde ich vielleicht mal testen..

Schwer zu sagen, technisch ist es sicherlich machbar. Aber Muttermilch ist in unserer Gesellschaft in solchen Fragen ein Tabu. Es ist zwar unlogisch, doch das ist in den Menschen drin. Daran wird sich auch so schnell nichts ändern.

Kommentar von VeggiGirl92 ,

Ja schon merkwürdig oder? Fremde Frau: Igitt, Fremde Spezies UND fremde Frau: Lecker

Antwort
von enthalten, 30

Falls eine Frau nicht in der Lage ist, zu stillen, sollte sie für die erste Zeit Muttermilch von einer Frau besorgen, die genug hat. Wenn das Kind dann über den Berg ist, und Kuhmilch verträgt, sollte ruhig Kuhmilch verfüttert werden. Ich halte das Vermanschen von Muttermilch für Trockenmilch für Pervers. Sollte eine Frau nicht stillen wollen, hat sie nicht vorher gewußt, daß auch kleine Kinder Nahrung brauchen. Wer sowas nicht weiß, sollte sich Kinder verkneifen. Andere Frauen für die Ernährung der eigenen Kinder zu mißbrauchen, halte ich für abartig und Unverschämt.

Kommentar von VeggiGirl92 ,

Na wenn die Frauen ihre Muttermilch verkaufen, kann man wohl davon ausgehen, dass sie genug davon hatten. Also wäre das ja von solchen Frauen.. warum sollte danach Kuhmilch verfüttert werden, wenn es doch arteigene Milch gibt, die von der Zusammensetzung besser geeignet wäre? Und was meinst du mit "vermanschen"? Und was ist an Trockenmilch pervers? Da fehlt doch nur Wasser. Und zu guter letzt: Es ist kein "Missbrauch" anderer Frauen!! Im Gegensatz zu Kühen geben diese ihre Milch nämlich freiwillig ab!

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