Frage von EdT2001, 64

Umfrage - Kämpfen ist Überleben?

(Ich rede hier nicht von Turnieren, wie beim Boxen oder so)

Im Tierreich ist es ganz normal zu kämpfen. Im "Menschenreich" ist es verboten.

Ich rede hier auch nicht von Kämpfen mit Waffen oder so, sondern einfach mit unserem Körper. Ich meine, es ist doch ganz natürlich zu kämpfen. Liegt es etwa nur daran, dass wir intelligent sind?

Ich kann es nicht nachvollziehen, dass kämpfen strafbar ist.

Das ist das Leben. Man muss "überleben", selbst wenn das heutzutage nicht schwer ist, aber trotzdem.

Dann hat der, der verloren hat, eben Verletzungen. Das ist im Tierreich auch nicht anders!

Es muss jetzt ja nicht drauf ankommen, dass der Verlierer Langzeitschäden davon trägt.

(Aussage ist auf Menschen bezogen - Bitte nur unparteiische Antworten!)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Nijori, 34

Soetwas findet heute auf anderen Kampffeldern meist statt doch wie du schon ausschließt Turniere in jeder Sportart oder die Arbeitsleistung im Job bieten Menschen heute die Möglichkeit sich gegenseitig zu übertreffen.

Wir sind wie jedes andere Lebewesen darauf programmiert zu überleben und die beste Methode zu Überleben ist den anderen Überlegen zu sein.Jeder Mensch zielt auf seine Weise mit seinen Stärken darauf ab besser zu sein als andere. Alles im Leben ist ein Kampf ob es nun so aussieht oder nicht.

Ich persönlich halte nichts von diesem scheinheiligen übertrumpfen mit Status Medallien und Pokalen das anderen die Welt bedeutet.Wenn man sich überlegen fühlen will dann auf die natürliche Art im wirklichen Kampf.

Und in sowas gelten die Regeln der Natur du kannst nutzen was du willst aber du musst nicht töten wenn dein gegenüber sich ergibt doch man sollte nie mit Zurückhaltung kämpfen, deshalb bin ich kein Freund von Sportvereinen die ganzen Regeln unterdrücken nur was wir wirklich sind nämlich Tiere im Kampf um die Vormachtstellung egal für wie zivilisiert wir uns halten.

Kommentar von EdT2001 ,

Genau das meine ich. Danke 

Kommentar von Nijori ,

Leider sehen das wenige sie denken alle wir ständen als Mensch über solchen Instinken nur weil sich die Waffen in Zahlen Computer und Geldnoten verändert haben.

Kommentar von kayo1548 ,

"Ich persönlich halte nichts von diesem scheinheiligen übertrumpfen mit
Status Medallien und Pokalen das anderen die Welt bedeutet.Wenn man sich
überlegen fühlen will dann auf die natürliche Art im wirklichen Kampf."




da ist das beim Menschen sehr besonders:

generell kennen viele Tiere das Prinzip von Stauts.

Vereinfacht gesagt heißt das , dass wir eine Rangordnung haben ohne jedes mal neu um die Ressource kämpfen zu müssen (was sehr schonend für unseren Köroer ist)

Beim Menschen ist es nun so, dass dieser zwar auch weiß das Status was gutes ist aber was genau Status ist, ist beim Menschen mit seinen offenen Regulationen nicht so genau definiert wie bei anderen Tieren.

Tendenziell genießen und genoßen Krieger einen hohen Status in vielen Kulturen, aber auch Heiler.

Manche definieren sich dann halt über Medaillien und Pokalen, die ja auch stellvertretend für Leistungen bzw "ich bin besser als andere" stehen.

Daher ist das rein psychologisch durchaus nachvollziehbar und interessant zu sehen, wie das in der heutigen Zeit in der heutigen Kultur adaptiert wird.

"Wenn man sich überlegen fühlen will dann auf die natürliche Art im wirklichen Kampf."

dann gäbe es erheblich mehr Tote und auch viel mehr Kriege;

ich persönlich (ist natürlich nur meine Meinung) finde es schon gut, dass wir da kulturell darauf Einfluss nehmen können insbesondere in der heutigen Zeit, mit den heutigen Waffen und der heutigen Technologie.

Kommentar von Nijori ,

Natürlich kennen Tiere Rangordnungen aber diese Basieren auf Rangkämpfen die auch jedesmal neu entbrennen wenn der Ranghöhere ein Zeichen von Schwäche zeigt.

Unsere Menschlichen Rangordnungen bestehen aus wer kann wie am besten die Gesetze umgehen um Reich zu werden während man den breiten Massen vorheuchelt das diese Gesetze sie beschützen und ihren Status sichern.

Und der Vergleich zwischen einem Krieger und Heiler hinkt denn beide tun im grunde genau das selbe ihre jeweilige Fähigkeit nutzen um sich Einfluss zu schaffen wenn man über sowas redet muss man die ganzen hübschen Unterscheidungen die wir heute machen außen vor lassen und alles auf seine grundlegendsten Aspekte reduzieren.

Mehr Kriege und Tote wären außerdem nichts schlimmes oder ehr wünschenswert da wir heutzutage eigentlich keine anderen Populationskontrollen haben unsere Geburtenrate ist so weil sie den Aspekt unserer Natur kompensieren soll während wir ihn leugnen und uns mit dem Kampf um Geld und Pokale begnügen.

Wir sind Wölfe im Schafspelz die wenn wir glauben das keiner hinguckt jedes Lamm reißen das uns grade gefällt ohne die Verkleidung müssten wir ja in der Spiegel schauen und uns unserer Natur stellen.

Kommentar von kayo1548 ,

"Unsere Menschlichen Rangordnungen bestehen aus "

kann sich mitunter je nach Kultur unterscheiden.

"Einfacher" ist es da noch bei indigenen Stämmen; auch bei unseren Kulturen kann man zwar Tendenzen erkennen, aber ganz so einfach ist es nicht mehr.

" die wir heute machen außen vor lassen und alles auf seine grundlegendsten Aspekte reduzieren."

richtig;

eine grundlegende Ressource die es dazu haben gilt sind Frauen, denn diese sind elementar für Fortpflanzungen, d.h. man muss auch umgekehrt schauen wo wer präferiert wird.

Warum ein starker Krieger präferiert wird dürfte klar sein; das aber auch ein Heiler präferiert finde ich kein aus dieser Tendenz heraus relativ interessant, nachvollziehbar aber trotzdem faszinierend.

"Mehr Kriege und Tote wären außerdem nichts schlimmes"

Ansichtssache - subjektiv wären sie sicher was schlimmes; objektiv gibt es weder gut noch schlecht.

" da wir heutzutage eigentlich keine anderen Populationskontrollen "

das stimmt wohl und ich bin gespannt wie sich die Situation entwickelt wenn es richtig problematisch bzgl der Ressourcen wird und auch akuter Platzmangel herrscht.

die Frage ist nur wie würde sich ein Krieg mit modernen Waffen auswirken?

-> werden Gebiete unbewohnbar sein?

-> wird der Fortschritt zerstört?

-> wird gar die ganze Menschheit direkt oder mittelfristig dadurch ausgelöscht?

Rein wissenschaftlich betrachtet natürlich eine sehr interessante Fragestellung

"Wir sind Wölfe im Schafspelz die wenn wir glauben das keiner hinguckt
jedes Lamm reißen das uns grade gefällt ohne die Verkleidung müssten wir
ja in der Spiegel schauen und uns unserer Natur stellen."

"Wir sind Wölfe im Schafspelz die wenn wir glauben das keiner hinguckt
jedes Lamm reißen das uns grade gefällt ohne die Verkleidung müssten wir
ja in der Spiegel schauen und uns unserer Natur stellen."

Das hat seinen Ansatz ja zum Teil schon im Mittelalter wo man sich von den Tieren distanzieren wolle, als etwass besseres sehen wolle;

das kann man einerseits zwar verstehen andererseits bringt uns das eben kaum weiter, weil wir damit leugnen, was wir wirklich sind.

Das zu akzeptieren, zu untersuchen und Schlüsse daraus zu ziehen ist viel effizienter.

Antwort
von xxlia, 6

Hm. Ich denke dass z.b. Tiere durch Kämpfe zeigen, wer der Stärkere/Schwächere ist. Ich glaube auxh dass Menschen teilweise gemobbt werden weil sie schwach wirken und so das "Opfer" darstellen was sich eignet um sein eigene Ego zu pushen. Ich meine nicht dass man sixh jetzt ständig prügeln muss um stark zu wirken. Um zu Überleben muss ein Mensch nicht umbedingt kämpfen, man sollte bloss Stärke zeigen, diese Stärke zeigen Tiere eben durch Kämpfe.

Antwort
von kayo1548, 21

Völlig richtig und auch bei den Menschen ist es natürlich.

Das merkst du daran, dass du mit Sicherheit auch schon die Tendenz gehabt hast jemandem eine reinzuhauen oder das sogar schon getan hast oder bei kleinen Kindern die da auch körperlich an die Sache herangehen.

Man muss da natürlich unterscheiden:

-> Rangelei um sich zu "messen"

-> ein Stautskonflikt

-> eine direktere Angriffsituation

-> usw.

da gibt es also sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten.

Fakt ist, dass wir durch Gesetze und Kulturen in der lage sind sowas massiv einzudämmen (wie man insbesondere im Vergleich mit der Geschichte sieht). Auch muss einem klar sein, dass diese Art und Weise zu handeln aus anderen Zeiten stammt und heutzutage im Einzelfall vllt gar nicht mehr so zweckdienlich ist.

Daher finde ich es schon wichtig, dass man da Einschränkungen trifft; das ganz zu vermeiden wird kaumen gehen und halte ich auch für wenig hilfreich: so würde ich dann z.b. auch bei Kindern eher versuchen da ideale Bedingungen zu schaffen anstatt das ganz zu verbieten (was auch für die körperliche und geistige Entwicklung nicht sinnvoll ist)

Und wenn zwei Bekannte sich schlägern ist das sicher auch eine Frage ob man das sinnvoll finden muss, aber es gibt in jedem Falle schlimmeres.

Das man da staatliche Normen setzt um das zu kontrollieren und die Situation zu beeinflussen bzw auch die Möglichkeiten hat dort einzugreifen finde ich prinzipiell durchaus sinnvoll und richtig.

Antwort
von Andrastor, 23
Bestrafung muss sein!

Der große Unterschied zwischen Tieren und Menschen ist, dass Tiere weder zum Spaß noch um den Gegner zu töten, kämpfen. Kämpfen wilde Hunde oder Wölfe präsentiert der unterlegene dem Gewinner die Kehle welcher diesen daraufhin verschont.

Kämpfe zwischen Menschen gehen sehr oft mit tödlichen Verletzungen aus, weil der Mensch den Kampf nicht verwendet um Streit zu schlichten oder um eine Ordnung festzulegen, sondern um Aggressionen abzubauen und sein Ego zu befriedigen.

Selten hören Menschen auf zu kämpfen, wenn der Gegner verloren hat.

Da wir diese natürliche Fähigkeit einen Kampf friedlich zu beenden, verloren haben, ist es gesellschaftlich nicht mehr tragbar, dass wir uns gegenseitig physisch bekämpfen, weshalb eine Bestrafung solcher Handlungen zur Wahrung des Friedens innerhalb der Gesellschaft, unabdingbar ist.

Kommentar von kayo1548 ,

", dass Tiere weder zum Spaß noch um den Gegner zu töten, kämpfen."

kommt darauf an;

im Rahmen der Jagd, bei gezielten Angriffen/Konflikten bzw bei Kriegen durchaus möglich.

Im Rahmen von Statuskonflikten eher eine Art Nebeneffekt (ist aber bei Menschen auch nicht anders)

Auch beim Menschen hat es immer einen Grund; Spaß ist ja auch zweckdienlich.

"und sein Ego zu befriedigen. "

ist ja auch eine Ordnung ;)

Was halt der Fall ist, dass es beim Menschen sehr abstrakt ist und daher oft unterschiedliche Formen annehmen kann, die insbesondere in der heutigen Zeit auch zu Problemen führen können, da wir halt praktisch Affen sind, die in der Großstadt herumrennen

" weshalb eine Bestrafung solcher Handlungen zur Wahrung des Friedens innerhalb der Gesellschaft, unabdingbar ist."

ist in jedem Falle ein Faktor um da Einfluss zu nehmen.

Kommentar von Andrastor ,

im Rahmen der Jagd, bei gezielten Angriffen/Konflikten bzw bei Kriegen durchaus möglich.

Ich ging davon aus, dass wir hier über Kämpfe innerhalb einer Gruppe sprechen und nicht von Jagd. Kriege gibt es bei Tieren in dieser Form nicht.

Spaß ist ja auch zweckdienlich.

Spaß ist weder zweckdienlich noch ein ausschlaggebender Grund für einen Kampf. Genausowenig wie das Ego einer Ordnung dient. Auf jemanden aus Spaß oder Ego einzuprügeln, der/die bereits wehrlos am Boden liegt widerspricht jeglicher Logik.

Kommentar von kayo1548 ,

". Kriege gibt es bei Tieren in dieser Form nicht."

Doch - schau dir z.b. mal artverwandte Primaten an; das sieht prinzipiell nicht anders aus als bei uns auch und nicht weniger brutal (das abbeißen von Genitalien, der Einsatz von primitiven Waffen, der (evtl sogar gezielte Angriff) auf kleine Kinder, Angriffe auf Weibchen, das "Übernehmen" von Weibchen nachdem deren Männchen getötet wurden, das komplette auslöschen von ganzen Gruppen)

Sie verwenden sogar Strategien, teilen sich auf usw.

"Spaß ist weder zweckdienlich "

warum haben wir dann "Spaß"?  was macht uns Spaß?

Da gibt es mehrere Theorien: Spaß ist entweder ein direkter Antrieb um etwas zu tun oder dient in der reflexiven Bewertung als positives Merkmal um diese Handlung und den Handlungserfolg zu bewerten.

" Genausowenig wie das Ego einer Ordnung dient"

kann, muss aber nicht - bei Menschen ist das insbesondere durch unsere kulturelle Welt sehr kompliziert geworden.

"Auf jemanden aus Spaß oder Ego einzuprügeln, der/die bereits wehrlos am Boden liegt widerspricht jeglicher Logik."

Psychologisch kann man das durchaus nachvollziehen (wie alles andere auch), das das heutzutage vielleicht nicht mehr zweckgebunden erscheint stimmt wohl oft.

Kommentar von Dackodil ,

Das mit den Wölfen und Kehle präsentieren ist ein nicht auszurottender Irrtum.

Das funktioniert nur bei ritualisierten Kämpfen. Die sind gekennzeichnet durch viel Lärm und Show. Da kann der Unterlegen tatsächlich durch Präsentieren der Kehle bei seinem Gegner eine Beißhemmung auslösen.

Ganz anders bei einem Ernstkampf. Der ist fast lautlos. Das dümmste, was der Unterlegene tun könnte, wäre, seine Kehle zu präsentieren. Das hätte seinen augenblicklichen Tod zur Folge. Wenn er noch kann, humpelt er beiseite und sucht sich außer Sichtweite zu bringen.

Kannst du nachlesen bei Konrad Lorenz, dem Begründer der Verhaltensforschung, aber auch bei allen Wolfsforschern neueren Datums.

Kommentar von Andrastor ,

Meintewegen trifft das nur auf ritualisierte Kämpfe zu, Tatsache ist und bleibt dass Tiere nicht kämpfen um den Artgenossen umzubringen und aufhören, sobald sie gewonnen haben. Ganz im Gegensatz zum Menschen.

Antwort
von tecc1, 21

Du magst mit deinem Vergleich ja Recht haben, aber wenn jeder fast ohne Grund kämpfen würde, nur um vielleicht zu zeigen, dass er der Stärkere ist, würde unsere Gesellschaft zusammenbrechen.

Kommentar von Nijori ,

Das tun wir aber doch schon nicht mit Fäusten oder waffen aber unsere Gesellschaft das ganze System des Kapitalismus ist auf die Starken beuten die Schwachen aus aufgebaut nur hat sich die definition von stark und schwach verändert.

Kommentar von tecc1 ,

Stimmt auch wieder

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