Frage von Sikoko, 175

Um wieviele Jahre liegt das Christentum bzw. der Westen gegenüber vor dem islamischen Ländern (dem Islam)?

Selamün Aleyküm meine Freunde, Brüder und Geschwister,

es ist eine Klischee und ich will wissen das Menschen in den westlichen Länder über das Klischee denken. Oder ist es doch keine Klischee?...

In den letzten 200 Jahren gabs in besonders in Europa viele Erfindungen, Genies und verschiedene Aufklärungen. Ist der Islam dabei zurückgeblieben? Sogar mehrere westliche Unternehmen holen den Öl aus den Arabischen Halbinsel raus und verkaufen es, viele sind verbündete der USA/England. Über die Frauenrechte kann man auch nicht viel sagen...

Meine Frage an Euch bitte:

Um wieviele Jahre liegt das Christentum bzw. der Westen gegenüber vor dem islamischen Ländern (dem Islam)?

LG

Euer Sikoko

Antwort
von WFL65, 59

Hallo Sikoko,

du überschüttest uns ja direkt mit Fragen. Fragen, die größtenteils gar nicht isoliert betrachtet werden können. Deshalb möchte ich dir anbieten, mit mir außerhalb dieses Forums zu diskutieren, da auch ich auf diesem Weg wohl viel über den Islam lernen könnte. Bei Interesse kannst du mir eine Freundschaft anbieten, dann können wir uns persönliche Nachrichten schicken.

Den Abstand zwischen Islam und Christentum kann man imho nicht in Jahren messen, da dieser Abstand in den Köpfen der Lehrenden existiert. Jahrhundertelang war der Islam dem Christentum in vielen Gebieten (Mathematik, Astronomie, Architektur, Literatur, Musik, Philosophie, uvam.) weit voraus, aber schon zuvor haben die Länder, die heute islamisch sind von bspw. den Griechen gelernt.

Ungefähr zur christlichen Aufklärung wurde unsere Welt offener gegenüber fremden Wissen, und so haben wir dieses Wissen zum Teil übernommen und vor allem weiterentwickelt. Auch wenn's im Christentum bis in die heutigen Tage auch nicht immer geklappt hat, war die Grundidee, Wissen zum allgemeinen Nutzen zu vermehren.

Mich persönlich schmerzt es, wie der Islam, bzw. dessen gewalttätige Ausformungen mit dieser stolzen Geschichte, mit diesem Erbe umgehen.

Ich kann dir "nur" die abendländische Gedankenwelt etwas näher bringen, wenn du an einem Austausch interessiert wärest, würde es mich freuen.

Beste Grüße
WFL

Antwort
von eleteroj, 6

die exponentielle Vermehrung des Weltwissens begann in Europa mit der Renaissance und beschleunigte sich in dem Mass, wie Forscher sich abwandten von religiöser Ideologie (Bibel, kirchliche Dogmatik, Scholastik) und sich stattdessen der Untersuchung und Beobachtung der realen Phänomene der wirklichen Welt zuwandten.

Ein vergleichbares Umdenken gab es in den islamischen Feudalgesellschaften nicht, dort stagnierte die wirtschaftliche, wissenschaftliche und technologische Weiterentwicklung völlig, jahrhundertelang.

Grund dafür war nicht Europa bzw negative Ausseneinwirkungen auf den Orient, sondern die erzreaktionäre Religionspraxis des etablierten Sunnitentums als Stütze der despotischen orientalischen Feudalherrschaften.

Die Islam-Kultur hat jedenfalls seit mehreren Jahrhunderten nichts mehr beigetragen zum positiven Menschheitwissen und erscheint durch ihre aggressive Ausbreitung in der Gegenwart als mittelalterliche Bedrohung der Menschheitszivilisation, nicht als deren Bereicherung.

Antwort
von marcussummer, 124

Gar nicht.

Die These mit dem "Entwicklungsvorsprung" geht von einer linearen und zwingend eindimensionalen Gesellschaftsentwicklung aus. Glaubt also, dass Gesellschaften sich nur in eine bestimmte Richtung entwickeln können und dies auch in vergleichbarer Zeit tun.

Das ist aber eine Irrmeinung, schon weil die Voraussetzungen für die Entwicklung nicht identisch sind. Entwicklung ist eine Folge unterschiedlicher Einflüsse - und die westliche Entwicklung der Vergangenheit ist von anderen Einflüssen geprägt, als die Entwicklung in islamisch geprägten Ländern.

Das einzige was man halbwegs korrekt sagen könnte, ist: In einigen Teilen der islamischen Welt finden aktuell Prozesse statt, die in der christlich geprägten Welt vor so und so vielen Jahren/Jahrzehnten/Jahrhunderten stattgefunden haben. Das heißt aber nicht, dass es irgendeinen Vorsprung gäbe...

Kommentar von Mark1616 ,

Technologisch gesehen ist definitiv ein Vorsprung vorhanden, welcher u. a. auf die restriktiven Ansichten des Islams zurückzuführen ist. Ein Wissenschaftler wird kaum in Frieden forschen können / dürfen, wenn seine Forschungsergebnisse dem Koran widersprechen.

Antwort
von FragaAntworta, 101

579 Jahre laut Umrechnung Kalender. Ausgangspunkt im Jahr der Hidschra

Antwort
von Weinberg, 83

In Europa, bzw der westlichen Welt hat es die Aufklärung gegeben, im Islam jedoch nicht. 

Dieser ist mehr oder weniger im Mittelalter stehen geblieben, und der Abstand wird immer größer. Denn der Westen entwickelt sich laufend weiter, der Islam jedoch bleibt auf seiner Stufe.

Denn jegliche Anpassung an die jetzige Zeit ist verboten. 

Was aber Muslime nicht daran hindert, moderne,  durchwegs westliche Errungenschaften zu nutzen. Autos, Computer, Mobiltelefon, Internet usw.

Was eigentlich Haram sein müsste...... 

Kommentar von DottorePsycho ,

Im Koran steht nichts von diesem Verbot.

Die sog. "Strenggläubigen" leiten das aus der Sunna ab, vergessen dabei jedoch, was die Sunna eigentlich mal war und somit heute nur sein kann: Eine Sammlung der Sitten und Gebräuche, der Werte und Gewohnheiten der vor-islamischen arabischen Stämme.

Jeder Stamm hatte seine eigene Sunna, gegeben von den jeweiligen Lebensumständen. Und so wie es damals Brauch war, den Kameldung aufzusammeln - wo es Kamele gab, so ist dieser Brauch in Deutschland nicht zu befolgen. Es ist absolut halal, modern zu sein. Die hiesige Sunna gebietet es.

Antwort
von 3plus2, 19

Beim Islam ist die NEUZEIT noch nicht angekommen und liegt 1500 Jahre zurück.

Antwort
von HPBS90, 31

Eine Erfindung wie z.B. das Smartphone hat weder mit dem Christentum noch mit dem Islam zu tun. Man kann eine Religion nicht anhand von Erfindungen seiner Anhänger beurteilen.

Der Islam ist nicht zurückgeblieben. Allah fordert von den Menschen das Gleiche wie vor 1.400, 2000 oder noch mehr Jahren. Nämlich, dass Sie IHM ausschließlich dienen sollen.

Für Allah spielt es dabei keine Rolle, ob du ein Auto fährst, oder zu Fuß gehst. Ob Du ein Smartphone nutzt oder nicht. Das hat mit dem Islam oder Christentum nichts zu tun.

Wenn Du wissen willst, warum die sogenannten islamischen Länder wirtschaftlich zurückgeblieben sind, dann beschäftige Dich mal bitte mit der Geschichte dieser Länder von vor etwa 200 Jahren bis Heute. Dann wird klar warum das so ist.

Viel Erfolg dabei!


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