Frage von Maimaier, 14

Um welchen Faktor verstärkt der Eisenkern der Erde das Magnetfeld der Ionosphäre?

Bei einer Spule bewirkt doch ein Eisenkern in einer Spule eine Verstärkung des Magnetfeldes, wie groß ist dieser Effekt bei Ionospäre (Spule) und Erdkern (Eisenkern)?

http://www.wissenschaft.de/erde-weltall/geowissenschaften/-/journal_content/56/1...

"Der innere Erdkern hat einen Durchmesser von 2440 Kilometern und besteht wahrscheinlich aus einer weitgehend festen, kristallinen Eisen-Nickel-Legierung. Der äußere Erdkern besteht ebenfalls aus Metall, ist aber flüssig. "

Am wärmsten ist es doch ganz Innen, warum soll es da aber wieder fest sein?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wegjul, 9

Hallo,

interessant Frage.

Ich bin kein Geophysiker, aber folgender Gedanke:

Das Magnetfeld der Erde wird hauptsächlich durch Strömungen des flüssigen Erdinneren entstehen. Stichwort Geodynamo. Das ist ein großes Thema und man kann sich lange damit beschäftigen. Das Erdmagnetfeld entsteht also hauptsächlich in der Erde selbst.

Desweiteren verliert Eisen viele seiner Magnetischen eigenschaften bei Temperaturen oberhalb von 768°C (Curie-Temperatur). Ein flüssiger Eisenkern wurde in einer Spule also das Magnetfeld nicht sonderlich verstärken (da bin ich mir aber nicht zu 100% sicher).

Der Kern in inneren kristalisiert wegen des enorm hohen Drucks. Ähnlich wie man Gase in durch hohen Druck flüssig machen kann (z.B. Gasflasche), kann man es auch Flüssigkeiten machen die durch hohen Druck fest werden. Das geht nicht mit allen Flüssigkeiten. Eis wird z.B. durch hohen Druck wieder flüssig.

Ich hoffe ich konnte dir ein bischen Helfen.

Gruß
Joule

Antwort
von muckel3302, 3

Das ist der innere Kern fest ist liegt daran, dass durch den aüßeren Erdkern und den Erdmantel einer enormer Druck auf den inneren Eisenkern ausgeübt wird, wodurch er fest wird, trotz der Temp. von ca. 6000 Grad. Allerdings ist wahrscheinlich nicht der komplette innere Kern fest, aber ein Teil davon.

Den Eisenkern der Erde kann man nicht wirklich mit den einer Spule vergleichen, denn der feste innere Erdkern und der äußere Erdkern alleine erzeugen noch lange kein Magnetfeld. Es braucht genügend Eigendynamik für den Dynamoeffekt, dazu muß der Kern eines Planeten groß genug sein und der Planet muss sich schnell genug um seine eigene Achse drehen, was die Eigendynamik erhöht. Je schneller dann so ein Planet rotiert, desto stärker wird auch sein Magnetfeld. Auch darf der Kern nicht zu schnell auskühlen (wie es z.B. beim Mars der Fall war), der Zerfall radioaktiver Elemente im Erdkern verhindert eine schnelle Auskühlung. Die Erde erfüllt alle diese Bedingungen, allerdings wird sich im laufe der nächsten Milliarden Jahre auch das Erdmagnetfeld abschwächen.


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