Frage von laurendie08, 30

Um was ging es bei dem Investiturstreit?

Es war ja mal ein Konflikt zwischen dem Frankenkönig Heinrich 4. Und Gregor 7. Wo er ja dann barfuß darum gebettelt hat den Bann aufzuheben, aber um was ging es da eigentlich, weshalb ist er ausgebrochen?

Antwort
von Lyan15, 15

Also der Investiturstreit brach 1075 aus, als Papst Gregor VII. die Laieninvestitur auf einer Synode verbat. 
Der König wollte jedoch die Investitur behalten und daher setzten König Heinrich IV. und die deutschen Bischöfe ihn im Januar 1076 ab.

Im Frühjahr 1076 folgte dann die Exkommunikation des Königs durch Papst Gregor VII. (Heinrich wurde mit dem Kirchenbann belegt)
Da man sich zu dieser Zeit jedoch keinen Herrscher vorstellen konnte, der von der Kirche sozusagen abgetrennt war, setzten die Fürsten dem König eine Frist. Er müsse innerhalb eines Jahres den Kirchenbann lösen, ansonsten erklärte man ihn für abgesetzt. 

Im Jahre 1077 trat König Heinrich IV. dann den Gang nach Canossa an. Er wollte dem Papst, welcher von Italien nach Deutschland reise, Geleit anbieten und zog mit einer kleinen Schar nach Italien. Jedoch dachte Gregor, dass Heinrich einen Angriff ausführen wollte und zog sich auf eine Burg in Italien zurück. 

Drei Tage verharrte der König vor der Burg und bat um Vergebung. Der Papst erlöste ihn später von dem Kirchenbann. 

1080 gab es eine erneute Bannung Heinrichs. 

Heinrich IV. eroberte Rom und wurde durch einen Gegenpapst zum Kaiser gekrönt. (1084)

Papst Gregor VII. starb dann 1085 im Exil, Heinrich IV. starb 1106.

1111 wurde der Vertrag von Sutri beinahe beschlossen. Heinrich V. wollte dabei auf die Laieninvestitur verzichten und die Kirche wollte auf sämtliches Krongut verzichten, welches zur Zeit Karl des Großen verliehen wurde. Jedoch scheiterte der Vertrag an den Bischöfen. 

1122 auf einem Hoftag in Worms wurde das Wormser Konkordat beschlossen, in dem Papst Calixtus II und Heinrich V. den Investiturstreit beilegten. 
Im Groben einigten sie sich darauf, dass König Heinrich V. die Investitur an die Kirche abtritt, er dieser aber noch beiwohnen durfte. 
Außerdem musste Heinrich der Kirche alle Regalien zurückgeben, egal ob er sie selber besaß oder nicht. 
Ebenfalls wurde gegenseitige Hilfeleistung versprochen. 

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Das wäre der einmal der Investiturstreit... ein paar Stellen habe ich bestimmt vergessen, aber es müsste alles wichtige drin sein. 

Ich hoffe, dass ich weiterhelfen konnte. 

Gruß,
Lyan15

Kommentar von Johann242 ,

Mit einigen grammatikalischen und fachlichen "Mängeln" sehr gut ge- und beschrieben!

Kommentar von Lyan15 ,

Dankeschön!
Ach Grammatik... man versteht, was ich sagen will!

Und das fachliche... vielleicht einmal mich falsch ausgedrückt, aber es stimmt, was ich geschrieben habe!

Antwort
von hutten52, 18

Deutscher König, nicht Frankenkönig. 

Es ging um Macht. Wer durfte die Bischöfe einsetzen, König/Kaiser oder Papst? Der deutsche König nutzte die Bischöfe als Verwalter und Heerführer und wollte sie natürlich selbst einsetzen. Der Papst Gregor VII. wollte europaweit die Könige unter seine Oberhoheit bringen: "Der Papst steht über den Königen"

Antwort
von Ruenbezahl, 1

Während es sich der Papst auf Burg Canossa bei seiner Freundin Mathilde gut gehen ließ, vollzog der deutsche König angeblich barfuß im Schnee vor der Burg die vorgeschriebene dreitägige Bußzeremonie. Das Ganze ist eine Bestätigung des Klimawandels, denn heute schneit es in Canossa nicht mehr.

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