UG Stammkapital wofür nutzen?

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3 Antworten

Das Stammkapital einer UG dient ja dazu den Geschäftsbetrieb in Gang zu setzen. Also auch dafür sich eine Webseite machen zu lassen.

Natürlich kann man die Kosten dann innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung als Kosten abziehen.

Logischer Weise in der Zeit der Globalisierung auch Rechnungen von ausländischen Auftragnehmern.

Kosten einer UG sollte man nie vom Privatkonto zahlen, sondern dann lieber der GmbH/UG ein Darlehen gewähren, damit die dann selbst zahlen kann.

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Kommentar von Mischa8989
07.04.2016, 19:32

Vielen Dank für Ihre Anwort . Hat sehr geholfen ! 

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Jedes Unternehmen hat einen Unternehmenszweck. Der ist sowohl in den Gründungsunterlagen der GmbH/UG zu nennen, wie auch bei der Gewerbeanmeldung.

Ein Geschäftsführer ist innerhalb dieses Zweckes zum wirtschaftlichen Umgang mit diesem Geld berechtigt.

*brrr* Und jetzt schüttelt es mich...

... bei der Steuer absetzen lassen ?

Schon einem Studienanfänger BWL sollte man für so eine Aussage die Tastatur auf die Finger drücken.

Da der Geschäftsführer nur Ausgaben tätigen darf, die entweder im Unternehmenszweck oder in engen Grenzen im Gesellschaftsverhältnis erlaubt sind, da handelt es sich bei Aufwendungen für die Programmierung einer Internetseite um Betriebsausgaben.

Siehe hierzu mal im § 4 EStG nach. Stichwort Betriebsausgaben.

Der Gewinn einer GmbH/UG wird in der Regel nicht nach § 4 Abs. 1 EStG ermittelt. Sondern nach HGB. Damit HGB und EStG zusammen funktionieren brauchst Du noch §5 EStG.

Bei der Abschlusserstellung (i.d.R. 31.12.) wird nicht nur die Bilanz aufgestellt, sondern auch die GuV. In der GuV werden die handelsrechtlichen Erträge und Kosten entweder in Konten- oder Staffelform ausgewiesen.

Soweit Deine Seite nicht zu aktivieren ist, werden die Betriebsausgaben insgesamt dort erscheinen. Auch unabhängig davon, ob Du Ratenzahlung vereinbarst oder gleich Bargeld bringst.

Sollte die Seite zu aktivieren sein, dann werden die Anschaffungskosten/Herstellungskosten den Abschreibungsvorschriften unterworfen. Beides müsste in §§ 7 und 8 EStG geregelt sein.

Wie eine Internetseite zu beurteilen ist, dass solltest Du selber herausfinden, weil dieses für ein Studium durchaus angemessen ist.

Also: Wenn beantragt man Betriebsausgaben zum Abzug. Aber Deine Formulierung zieht einem Unterkiefer und Schnürsenkel zusammen.

Dabei kleiner Ausblick auf weitere Themen Deiner Ausbildung: Jede Buchung einer Betriebsausgabe als Kosten stellt einen Antrag bei der Finanzverwaltung dar. Nämlich über den Betriebausgabenabzug.

Wohingegen die Einnahmen keinen Antragscharakter haben. Schließlich ist man zu deren Erklärung und soweit steuerpflichtig zur Versteuerung verpflichtet.

Man darf also Einnahmen so hoch versteuern, wie man will. Nur nicht weniger als tatsächlich steuerpflichtig waren. Sind für die Betriebsausgaben keine ordnungsgemäßen Belege da, dann ist der Betriebsausgabenabzug zu versagen.

Da wir die Amtssprache deutsch haben, kann ein Finanzamt auch die Übersetzung von Unterlagen verlangen. Dieses muss dann auch in beglaubigter Form passieren.

Also Vorsicht, wenn ein Chinese Dir eine Rechnung in den tollsten Zeichen schickt, da könnte es dann teuer werden.

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Kommentar von wurzlsepp668
08.04.2016, 07:51

wie immer: TOP

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Kommentar von Mischa8989
08.04.2016, 09:44

Ich danke für diese sehr detaillierte Antwort . Für mich der gerade mit dem Fernstudium angefangen hat und sich alles "selber beibringen" muss sind solche Antworten sehr hilfreich . 

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Wie lautet die Bezeichnung Deines Studiums?

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Kommentar von Mischa8989
07.04.2016, 19:05

BWL / Cosulting 

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