Frage von ML242, 119

Überweisung und unversicherter Versand, Chance auf mein Geld?

Hallo, ich habe auf der Kleinanzeigen-Plattform Quoka ein iPhone gekauft und per Überweisung bezahlt. Nun hat der Verkäufer das iPhone ausversehen unversichert, sprich ohne Sendungsverfolung versendet. Hat mir aber einen Beleg als "Beweis" gesendet. Das iPhone ist bis jetzt nicht angekommen. Gibt es irgendeine Möglichkeit wieder an mein Geld zu kommen, trotz dass es geregelt ist im BGB unter §474, dass das Versandrisiko auf mich übergeht sobald der Verkäufer die Sache an die Post abgegeben hat?

Kann der Anwalt da irgendetwas machen, obwohl es so geregelt ist?

Ich habe zwar eine Adresse aber die führt ins nichts.

Vielen Dank

Antwort
von noname68, 64

der 474 gilt nur bei einem privaten versender.  falls der verkäufer ein gewerblicher ist, und ausdrücklich der versicherte versand vereinbart war, dann kannst du deine rechte einklagen.

Kommentar von ML242 ,

Nein es war eine private Person und ich habe leider nichts ausgemacht -.- 

Wenn ich einen Anwalt einschalte wird er wohl auch nicht mehr erreichen oder?

Wenn eindeutig ist, dass es Betrug war, wie sieht es dann aus?

Antwort
von dresanne, 54

Du hättest nur unter der Bedingung kaufen dürfen, dass versichert versendet wird. Der Verkäufer kann nur, wenn er es ehrlich meint, einen Nachforschungsantrag bei der Post stellen. Ansonsten hilft Dir in diesem Fall auch kein Anwalt. Die Gefahr beim Versand geht bei unversicherten Sendungen auf den Käufer über.

Kommentar von ML242 ,

Ist das wirklich so eindeutig geregelt? Wenn dies zutrifft sind alle anderen Umstände egal? 

Wie verdacht auf Betrug oder falsche Adresse?

Kommentar von dresanne ,

Leider ja:

Nach aktueller Gesetzeslage endet die Haftung eines Privatverkäufers mit dem Einwurf der Sendung in den Briefkasten.
Hier gilt § 447 Abs.1 BGB. Versendet der Verkäufer auf Verlangen des Käufers die verkaufte Sache nach einem anderen Ort als dem Erfüllungsort (Wohnsitz des Verkäufers), so geht die Gefahr auf den Käufer über, sobald der Verkäufer die Sache dem Spediteur, dem Frachtführer oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder Anstalt ausgeliefert hat.
http://www.ebay.de/gds/Haftung-bei-Verlust-auf-dem-Postweg-Gefahruebergang-/1000...

Wenn Du begründeten Verdacht auf Betrug hast, ist dafür die Polizei zuständig. Hättest Du mal vorher hier nachgefragt - nicht hinterher.

Kommentar von ML242 ,

So jetzt kann der Beleg den er mir als "Beweis" geschickt hat auch ein leeres Paket sein und irgendwo hin.

Reicht das als Beweis dass er es übergeben hat an die Post?

Kommentar von dresanne ,

Der sog. Beleg reicht nur um nachzuweisen, dass er in dieser Summe Briefmarken gekauft hat - nicht mehr. Aber sag mal, wie lange ist der Verkauf denn her? Vielleicht kommt es noch?

Kommentar von ML242 ,

Wie soll denn dann das Gesetz dem Verkäufer recht geben?

Nein ist schon knapp 2 Wochen her.

Der Verkäufer hat auch gesagt man soll die Kamerabilder der Poststelle einsehen da sieht man ihn mit dem Paket. Kann aber wie gesagt ein leeres sein und irgendwo hin.

Antwort
von kais84, 74

Wenn die Adresse ins nichts führt wirst nicht viel machen können.

Hatte mal ein ähnliches Problem da war es Betrug nur der Verkäufer hat nicht damit gerechnet das ich persönlich vorbei schauen würde (Richtige Adresse hatte ich). Ging zwar nur um 50€ aber 280 km Autofahrt waren mir den Spaß Wert :-)

Antwort
von Weisefrau, 73

Hallo, für welchen Versand hast du bezahlt?

Ich gehe davon aus das du reingelegt wurdest. Du musst Anzeige erstatten.

Der Anwalt kommt danach.

Kommentar von ML242 ,

Habe nicht direkt für den Versand bezahlt, haben uns auf einen Betrag geeinigt und fertig.

Kommentar von Weisefrau ,

Dann zuerst zur Polizei und Anzeige erstatten.

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