Frage von RedSin1210, 52

Ist das Angebot nur eine überteuerte Wiese oder ein günstiges Grundstück?

Hallo Zusammen, wir haben nun die Möglichkeit eine Wiese zu kaufen die bereits als Bauland ausgeschrieben ist. Es besteht auch schon ein vorläufiger Bebauungsplan und die Kosten für die Erschließung. Die Stadt steht unter so genanntem Nutzungsdruck, da sie von der Lage her Anschluss an viele große Firmen, die Autobahn, mehrere Einkaufsläden, Kindergärten, Grundschule sowie weiterführende Schulen liegt. Als junges kinderloses Paar ist es unmöglich an einen Bauplatz über die Stadt zu kommen. Selbst wenn sind die Preise, selbst in benachbarten Dörfern, die weitaus weniger zu bieten haben horrent (400-700 Euro pro m2). Problem ist nun... Ist es sinnvoll die Wiese zu kaufen? und Was ist wenn ich nun eine überteuerte Wiese kauf und sich die Stadt entschließt das Projekt still zu legen? Hat jemand erfahrungen damit? die Erschließung läuft noch weil viele Wiesen in Privatbesitz sind. Vielen Dank für eure Erfahrungswerte

Antwort
von RobTop96, 51

Da der Bebauungsplan ja schon quasi steht, kann man hier ja gar nicht mehr von Bauerwartungsland sprechen. Der Preis dürfte daher eigentlich kaum niedriger sein, als für echtes Bauland. Wenn dennoch ein großer Preisunterschied besteht, würde ich misstrauisch werden.

Erkundige Dich bei der Stadt, inwieweit und wann eine Bebauung erfolgen kann.

Sprich mit Deiner Hausbank bzw. einer örtlich ansässigen Bank wegen Finanzierung (selbst wenn Du keine brauchst). Die kennen sich aus und werden Dir abraten bzw. gar keine Finanzierung gewähren, wenn das Grundstück "nichts" wert ist.

Ein nicht unerhebliches Restrisiko bleibt bestehen. Ohne konkreten Bebauungsplan weißt Du nicht, wie Du das Grundstück bebauen darfst (Art und Größe des Hauses).

Kommentar von RedSin1210 ,

hi danke für die Tipps :)

der Verkäufer ist ein Freund der Familie und möchte das Bauland nicht der Stadt in den Rachen werfen. Ich denke wir haben ein faires Angebot bekommen.

Also der vorläufige Plan steht wie gesagt, hab allerdings gelesen, dass er rechtsverbindlich sein sollte... Meine Befürchtung ist, dass jetzt vielleicht nachträglich doch noch kommen kann nur mit Bungalows oder so bebaubar.

Und die Stadt gibt solche Informationen an Privatleute weiter?

Kommentar von RobTop96 ,

Habs schon gelesen. Dann sehe ich da keine großen Probleme. Ein Gespräch mit der Stadt schadet trotzdem nicht. Bei uns würdest Du die Info sofort kriegen, weil man sich über Bauwillige freut. Ich würde vielleicht nicht erwähnen, dass Du der Stadt das Grundstück quasi vor der Nase wegschnappen willst. Ansonsten könntest Du die Bebaubarkeit als Voraussetzung mit den den Grundstückskaufvertrag nehmen?! Da kann Dir der Notar weiterhelfen!

Kommentar von RedSin1210 ,

super Tipps vielen Dank :)

Antwort
von wurzlsepp668, 52

Gegenfrage:

wenn Dir die Wiese gehören würde und sie als Bauerwartungsland ausgewählt ist, würdest Du die Wiese verkaufen?

nachdem die Wiese zum Verkauf steht, ist die Chance relativ hoch, dass das Bauerwartungsland doch auf ein anderes Grundstück fällt ...

Kommentar von RedSin1210 ,

der Verkäufer ist ein Freund meiner Mutter, daher weiß ich, dass er sich die Erschließungskosten nicht leisten kann. Er hat einen seinerseits NICHT unterschriebenen Kaufvertrag von der Stadt vorliegen. Möchte die Wiese allerdings eher an mich verkaufen wie an die Stadt, die das Grundstück dann für das 3-fache an Fremde verkauft.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

die Erschließungskosten für Bauerwartungsland trägt die Gemeinde ....

Kommentar von RedSin1210 ,

Als Besitzer der Wiese ist es bei der Gemeinde so, dass 40% ddavon abgehen für Straßenbau und Umschichtung. Für die restlichen 60% muss man 165€ pro m2 zahlen. Die, die sich das nicht leisten können müssen an die Stadt verkaufen oder private Käufer finden.

Kommentar von RedSin1210 ,

oder für was sind die 165?

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