Frage von Littledrift, 56

Übertakten warte normal?

Ich habe einen I7 6700K und dieser wird mit einer Raijintek Triton Core 240mm (mit 2x Corsair Air Series SP 120mm PWM) gekühlt. Ist ein OC-Ergebnis von 4,6 GHz bei einer Vcore von 1,25 V okay? Ist es normal bei den Werten das im Stresstest mit Prime95 das nach ungefähr 10-15 Minuten entweder der PC abstürzt oder plötzlich die CPU von 60-70 Grad stabil auf 85-90 Grad schnellt? Ersteres klingt ja noch logisch aber auch das zweitere? Oder kann es sein das mir HWMonitor falsche Werte ausgibt?

Antwort
von Parhalia, 33

Die "PCGH" hat diese CPU im Vorserienstatus bereits im August 2015 u.A. auch übertaktet. Die 4,6 Ghz bei 1,25 Volt sind demnach schon sehr gut. Die hatten als WaKü allerdings eine "Koolance CPU-380L & Alphacool Nexxos Monsta 420 - Radiator" im offenen Aufbau und normierter Raumtemperatur von 20 Grad.

Demnach erscheinen auch Deine ~ 70 - 85 Grad bei "Prime 95 Small FFTs" durchaus plausibel. Aber die Redaktion hat festgestellt, dass deren ausgelesenen Temperaturwerte für die Kerne etwa 5-10 Kelvin zu niedrig ausfielen.

 Die "PCGH" ermittelte bei 4,5 Ghz @ 1,25V_Core im Leerlauf 18,9 und unter Prime95 FFTs 62,4 Grad wohlgemerkt im "offenen Aufbau" bei 20 Grad Raumtemperatur" Somit konnten die angezeigten 18,9 Grad im Leerlauf schon nicht stimmen.

Somit vermute ich mal ganz stark, dass Deine CPU in den von Dir angegebenen Settings bereits am Rande der Stabilität unter Last laufen wird und die "Peak-Temperaturen" von ~ 85-90 Grad ( zzgl. o.g. Variablität = ~ 95-100 Grad "Peak" ) wirklich schon zu einer Notabschaltung geführt haben könnten.

Welche Wärmeleitpaste hast Du denn aktuell aufgetragen ? Und welche Temperaturen werden Dir bei regulärem Takt & V_Core im Automatikmodus ohne OC bei Prime max. nach 15 Minuten angezeigt ?

Kommentar von Littledrift ,

Ohne OC bei 4 GHz und Vcore Automatik (1,232 V) habe ich im Idle 20-23 Grad (wie auch mit OC) im Stresstest habe ich dann immer um die +-60 Grad.. Derzeit ist die Standard Wlp von Raijintek drauf... Wird aber noch gegen Arctic MX-2 oder MX-4 getauscht. Aber ich denke die Wlp macht keinen plötzlichen Anstieg von 20 Grad aus oder?

Kommentar von Littledrift ,

Die Abstürze sind aber bei 60 Grad passiert laut HWMonitor

Kommentar von Parhalia ,

Laut Intel beträgt die "sichere T_Case" für diese CPU lediglich noch 64 Grad. ( das bezeichnet die Temperatur am "Heatspreader" der CPU. )

Und hier kommen schon die ersten Variablen Deines Mainboards und seiner Sensoranzeigen / etwaigen Ungenauigkeiten genauso ins Spiel, wie auch die "Serienstreuung" der CPU. ( nicht jede i7-6700K ist identisch resistent )

Die genannte "Raijintec Triton" an sich sollte aber nicht das grundlegende Problem mit den otiginalen Lüftern darstellen. Die ist dann unter max. Lüfterdrehzahl zwar sehr laut, bietet dann aber in diesem Preisbereich durchaus gute Kühlleistung. Aber Du hast die Lüfter des Radiators ja getauscht.

Teste die Kühlung daher ( falls möglich ) auch noch mal mit den originalen Lüftern des Radiators.

Die Wärmeleitpaste lässt sich allerdings auch als (Mit-) Ursache nicht ausschliessen. Entweder hat sie nicht die besten Wärme-Leiteigenschaften, oder sie wurde falsch / zu dick aufgetragen und nicht vorsichtig "eingebrannt".

Aber wie mein Vorredner @Sigggi89 bereits anmerkte, so warne auch ich vor "Flüssig-Metall". Das Risiko für Kurzschlüsse ist zu hoch, die Verarbeitung je nach Produkt schwierig und der Kühlkörper darf an der Kontaktfläche keinerlei Alu enthalten.

Da wähle lieber eine gute "konventionelle" Paste.

Kommentar von Littledrift ,

Ja hatte vor die MX-2 oder MX-4 zu verwenden als Wlp. Wie meinst du vorsichtig eingebrannt?

Kommentar von Parhalia ,

Das bedeutet schlicht und einfach : Kühler leicht auf der CPU "vorspannen" , so dass er noch ein wenig an Drehbewegung zulässt.

Dann CPU vorsichtig so weit erwärmen, dass auch der Kühlerboden warm wird und dann den Kühler vorsichtig in der Halterung etwas hin und her drehen, wenn etwa 50-70 Grad erreicht sind.

Die Paste wird dabei in der Regel noch deutlich viskoser ( fliessfähiger ) und überschüssiges Material drückt sich durch die leichten Drehbewegungen des Kühlers zum Heatspreader der CPU unter leichter Vorspannung aus dem Auflagespalt.

Denn die Wärmeleitpaste soll lediglich die Luft der Unebenheiten zwischen Heatspreader und Kühler ausfüllen. Nicht mehr....und erst dann wirkt sie richtig.

Denn "Viel" hilft hier leider nicht viel...die WLP an sich ist im Vergleich zu Metallen sogar ein vielfach schlechterer Wärmeleiter als die Metalle...aber dennoch vielfach besser als Luft.

Das "Compound" soll also NUR gerade DIE Hohlräume bestmöglich ausfüllen, welche ansonsten durch die Unebenheiten der Fertigung zwischen Heatspreader und Kühlerboden gegeben sind.

Und hier gilt halt: je dichter beieinander die metallischen Kontaktflächen zueinander, umso besser.

Je zähflüssiger das Wärmeleitmittel bei Raumtemperatur also ist, umso wichtiger o.g. "Einbrenn-Vorgang" zur Verteilung und  Verdrängungung aus dem Spalt zwischen Heatspreader der CPU und der Fläche des Kühlerbodens.

Antwort
von Sigggi89, 38

also meiner meinung nach sind 85-90 bei ner wasserkühlung ein eher ziemlich schlechter wert trotz übertaktung

das generell OC ergebnis ist aber ok bei dir, nur die temperatur ist halt eher schlecht

Kommentar von Littledrift ,

Soweit war ich aucb schon.. Allerdings an was liegt das?

Kommentar von Sigggi89 ,

läuft auch die pumpe?^^

vllt hat intel bei skyle auch mal wieder an der wlp zwischen dem die und dem heatspreader gespart

cpu köpfen und eine gute flüssigmetallpaste auftragen, das würde aufjeden fall helfen, aber ist halt das riskio der zerstörung enthalten

Kommentar von Littledrift ,

Ja die Pumpe läuft.. Im Idle habe ich immer zwischen 20 und 23 Grad. Wenn ich Prime95 starte geht der Wert auf 60 Grad nach ca. 7 Minuten auf 70 Grad und mach ca. 10 Minuten geht die Temperatur rapide innerhalb weniger Sekunden auf 90 Grad..

Kommentar von Sigggi89 ,

wahrscheinlich ist einfach die kühlflüssigkeit dann schon zu stark erwärmt

davon ab ist prime auch eher ein stabilitätstest und spiegelt kein reales szenario wieder, außer eventuell video bearbeitung

herrscht genug airflow um die abwärme abzutransportieren  oder ist der radiator mit den lüftern außerhalb des gehäuses?

Kommentar von Littledrift ,

Genau da ist der Punkt... Videobearbeitung. Ich habe einen 140er Lüfter nach hinten raus, unten zwei 120er die reinblasen, in der Front zwei 140er die reinblasen und der radiator ist im Deckel verbaut und darauf laufen zwei 120er im Push Betrieb. Es sind alles corsair Lüfter aus der Air Series.. Die Gehäuselüfter sind Airflowlüfter und am Radi die sind Staticpressure Lüfter.

Kommentar von Littledrift ,

Sollte ich, nachdem ich die Möglichkeit bei der Triton, mal die Kühlflüssigkeit gegen neue und bessere austauschen?

Kommentar von Sigggi89 ,

damit kenn ich mich leider nicht aus welche gut bzw schlecht ist

du bist wahrscheinlich einfach am limit deines prozessors angekommen wie Parhalia ja schon sagte

lass ihn einfach auf standard 4Ghz und probiers dafür mit undervolting, da sparste strom und er wird definitv kühler laufen (die leistung sinkt natürlich auch etwas, ka ob dir das noch reicht dann)

Antwort
von Kaen011, 31

Nein das ist nicht normal und da dein PC abstürzt gibt dir HWMonitor auch keine falschen werte. 

Kommentar von Littledrift ,

Er stürzt ja ab weil ich bei 1,25 V Vcore laufen lasse.. Das ist ja noch halbwegs logisch. Aber wenn er so heiß wird, stürzt er eben nicht ab und kann die 4,6 GHz stabil halten.

Antwort
von nicolelover, 13

Das ist nicht normal.

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